Weg frei für Dragon-Gasprojekt
Shell sichert sich Ölabkommen mit Venezuela: Was Trinidad damit zu tun hat
Shell schließt mehrere Ölabkommen mit Venezuela ab und will nun das Dragon‑Gasprojekt voranbringen – erste Exporte nach Trinidad sind schon 2027 geplant.
- Shell und Venezuela schließen mehrere Öl-Deals
- Dragon-Gasprojekt voran; erste Exporte Q3 2027
- Partner: VEPICA, KBR, Baker Hughes; LNG-Ausbau
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Shell hat am Donnerstag mehrere Ölabkommen mit der venezolanischen Regierung unterzeichnet, die sowohl Offshore-Erdgasvorkommen als auch Onshore-Öl- und Gasprojekte umfassen. Dies gab das Unternehmen, wie Reuters berichtet, in einer Erklärung bekannt.
Zudem wurden mehrere technische und kommerzielle Abkommen mit dem venezolanischen Ingenieurbüro VEPICA sowie mit KBR und dem US-amerikanischen Öldienstleistungsunternehmen Baker Hughes unterzeichnet. Nach dem Treffen von von US-Innenminister Doug Burgum mit der venezolanischen Präsidentin Delcy Rodriguez wurden damit die Vereinbarungen beschlossen.
Das Offshore-Gasprojekt "Dragon" wird von Shell in Venezuela schon lange betrieben, musste aber aufgrund der veränderten US-Politik in den letzten Jahren Rückschläge erleiden. Shell erklärte im Februar, dass die von den USA erteilten allgemeinen Lizenzen zur Öl- und Gasexploration dem Unternehmen die Fortsetzung des Projekts ermöglichen werden.
Nun ermöglicht das jüngste Abkommen zwischen Venezuela und Shell den Weg für die Entwicklung des Dragon-Gasprojekts und dafür, dass das erste Gas im dritten Quartal 2027 nach Trinidad exportiert werden kann, sagte Trinidads Energieminister Roodal Moonilal am Donnerstag.
Um die Produktion der wichtigsten LNG-Anlage des Landes, Atlantic, zu steigern, arbeiten Trinidad und Shell gemeinsam an der Entwicklung des Dragon-Gasfelds und dem Export des Gases nach Trinidad.
Die Aktie von Shell ist am Freitag 1,05 Prozent im Plus. Ein Anteilschein kostet 36,21 Euro.
Autor: Paul Späthling, wallstreetONLINE Redaktion
