Roter Kryptotag
XRP, BTC und ETH fallen – Markt im Risk-Off-Modus nach Optionsverfall
Der Kryptomarkt notiert mit deutlichen Verlusten am Freitag und setzt damit eine kurzfristige Konsolidierung nach der starken Rallye der vergangenen Tage fort.
- Bitcoin konsolidiert, bleibt über 70.000 USD.
- Breite Schwäche; Fear&Greed 24,86/100 im Minus
- Optionsverfall + Iran-USA erhöhen Risiko Volat
- Report: Energiepreisschock - Diese 3 Werte könnten langfristig abräumen!
Bitcoin notiert am Freitagmittag bei rund 70.500 US-Dollar und liegt damit 2,88 Prozent unter dem Niveau des Vortages. Trotz des Rückgangs behauptet sich die größte Kryptowährung weiterhin oberhalb der Marke von 70.000 US-Dollar. Auf Wochensicht ergibt sich dennoch ein solides Plus von 4,4 Prozent.
Auslöser war eine Gewinnmitnahmewelle, nachdem Bitcoin innerhalb von nur fünf Tagen um rund 15 Prozent von etwa 64.000 US-Dollar auf ein Hoch nahe 74.000 US-Dollar gestiegen war. Der anschließende Rücksetzer hat inzwischen etwa ein Drittel dieser Rallye wieder ausgelöscht.
Die Marke von 70.000 US-Dollar gilt nun als entscheidender Test für den Markt. Über Wochen hinweg fungierte dieses Niveau als Widerstand. Gelingt es Bitcoin, diese Schwelle nun als Unterstützung zu verteidigen, könnte das den Ausbruch nach oben bestätigen. Ein nachhaltiger Bruch hingegen würde das Tief bei rund 64.000 US-Dollar wieder in den Fokus rücken.
Ethereum bleibt über 2.000 US-Dollar
Auch Ethereum steht unter Druck. Die zweitgrößte Kryptowährung fällt am Freitag um 3,4 Prozent auf etwa 2.050 US-Dollar. Dennoch hält sich auch Ether weiterhin oberhalb der wichtigen Marke von 2.000 US-Dollar. Auf Wochensicht liegt Ethereum rund 1,8 Prozent im Plus.
Der breite Markt zeigt ebenso ein schwaches Bild. Die gesamte Marktkapitalisierung des Kryptosektors sinkt um 2,8 Prozent auf etwa 2,39 Billionen US-Dollar. Gleichzeitig verschlechtert sich das Stimmungsbild etwas: Der Crypto Fear & Greed Index fällt auf 24 Punkte und verbleibt damit im Bereich "Fear".
Ein Blick auf die größten Altcoins bestätigt ebenso den negativen Trend. XRP verliert 2,37 Prozent, Dogecoin fällt um 3,46 Prozent, Solana gibt 4,4 Prozent nach und Cardano verliert rund 2,5 Prozent. Insgesamt notieren 86 der 100 größten Kryptowährungen im Minus.
Auf Einzeltitelebene sticht der Token Kite mit einem Anstieg von rund 25 Prozent positiv hervor. Den stärksten Rückgang unter den größeren Assets verzeichnet Jupiter mit einem Minus von etwa 7,5 Prozent.
Optionsverfall im Milliardenwert sorgt für Nervosität
Zusätzliche Unsicherheit bringt ein großer Bitcoin-Optionsverfall. Auf der Deribit-Börse laufen am Freitag Optionen im Gesamtwert von rund 2,22 Milliarden US-Dollar aus. Solche Ereignisse gelten traditionell als potenzielle Volatilitätstreiber.
Geopolitische Spannungen belasten Risikoanlagen
Neben technischen Faktoren wird der Markt zunehmend von geopolitischen Entwicklungen beeinflusst. Der anhaltende militärische Konflikt zwischen den USA und dem Iran hat weltweit zu einer Risikoaversion an den Finanzmärkten geführt.
Diese Kombination aus starkem Dollar, steigenden Energiepreisen und fallenden Aktienmärkten gilt normalerweise nicht als günstiges Umfeld für Kryptowährungen, die diese von vielen Investoren weiterhin als Risikoassets betrachtet werden.
Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion

