Nahost-Konflikt und Märkte
Droht der 100-Dollar-Ölpreis? Foxconn warnt vor Folgen des Iran-Kriegs!
Der Chef des Elektronikriesen Foxconn warnt: Ein langer Krieg mit Iran könnte Öl auf 100 US-Dollar treiben. Noch bleibt der Schaden begrenzt.
- Foxconn: Langer Iran-Krieg könnte Öl auf 100 $!
- Schaden bisher begrenzt; KI-Boom stützt Umsatz
- Nahost als KI-Hub; Angriffe im Golf eskalieren
- Report: Energiepreisschock - Diese 3 Werte könnten langfristig abräumen!
Der anhaltende Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran könnte nach Einschätzung des Elektronikriesen Foxconn weltweit Preise nach oben treiben, wie Reuters berichtet. Besonders Öl und wichtige Rohstoffe könnten deutlich teurer werden.
"Ich denke, dieser Krieg ist etwas, das niemand sehen möchte. Wir hoffen, dass er so schnell wie möglich endet", sagte Foxconn-Chef Young Liu am Freitag vor Journalisten am Firmensitz nahe Taipeh.
Die Spannungen im Nahen Osten haben die Finanzmärkte zuletzt stark verunsichert. Investoren sorgen sich vor allem um mögliche Störungen globaler Lieferketten. Die Region spielt eine zentrale Rolle bei der weltweiten Ölproduktion.
Öl könnte auf 100 US-Dollar steigen
Sollte sich der Konflikt in die Länge ziehen, erwartet Liu deutliche Auswirkungen auf Energie- und Materialpreise. Öl könnte dann auf rund 100 US-Dollar pro Barrel steigen.
"Wenn diese Auswirkungen länger anhalten, werden sie für alle spürbar werden", sagte Liu. Gleichzeitig betonte er, dass die Folgen für Foxconn bislang begrenzt seien. "Wenn die Dauer jedoch kurz gehalten werden kann, sind die Auswirkungen zumindest derzeit, nach dem, was wir derzeit beobachten, nicht sehr groß."
KI-Boom stützt das Geschäft
Foxconn profitiert aktuell stark von der hohen Nachfrage nach Produkten für künstliche Intelligenz. Das Unternehmen gilt als weltweit größter Elektronikfertiger und als wichtiger Produzent von KI-Servern für den Chipkonzern Nvidia.
Der Boom in diesem Bereich hat dem Konzern zuletzt Rekordumsätze beschert. Auch deshalb zeigt sich Liu trotz geopolitischer Risiken optimistisch für die Geschäftsentwicklung. Das Jahr 2026 könne "ein sehr gutes Jahr" für das Unternehmen werden.
Nahost als neuer KI-Hub
Parallel investieren große US-Technologiekonzerne zunehmend im Nahen Osten. Firmen wie Microsoft und Nvidia positionieren die Vereinigten Arabischen Emirate als regionales Zentrum für KI-Rechenleistung, die unter anderem Dienste wie ChatGPT antreibt.
Gleichzeitig eskaliert die militärische Lage. Der Iran hat zuletzt eine Welle von Raketenangriffen im Nahen Osten gestartet. Die Angriffe gelten als Reaktion auf Schläge der USA und Israels, bei denen Irans Oberster Führer Ayatollah Ali Khamenei getötet wurde.
Foxconn will seine Prognosen für das laufende Quartal und das Gesamtjahr am 16. März mit der Veröffentlichung der Quartalszahlen aktualisieren.
Autorin: Saskia Reh, wallstreetONLINE Redaktion

