Schifffahrtschaos
Containerriesen stoppen Nahost-Routen und weichen auf langen Umweg aus
Gefährliche Sicherheitslage im Nahen Osten: Große Containerreedereien stellen den Betrieb auf mehreren Routen ein und reagieren damit auf den Nahostkonflikt.
- Reedereien stellen Routen im Nahen Osten ein!!
- 147 Sch. im Golf suchen Schutz Raten steigen!!
- Maersk & Hapag rerouten, Kurse leicht im Minus
- Report: Energiepreisschock - Diese 3 Werte könnten langfristig abräumen!
Große Containerreedereien stellen ihren Betrieb auf mehreren Routen im Nahen Osten aufgrund der erhöhten Sicherheitsrisiken vorübergehend ein. Dies gab Maersk am Freitag bekannt und erklärte in einer Kundenmitteilung: "Diese Entscheidung wurde als Vorsichtsmaßnahme getroffen, um die Sicherheit unserer Mitarbeiter und Schiffe zu gewährleisten." Von der Entscheidung ist auch der Allianzpartner Hapag-Lloyd betroffen.
Hapag-Lloyd nannte ebenfalls die Sicherheitslage als Grund und informierte seine Kunden, dass bestimmte Zubringerdienste in der Golfregion bis auf Weiteres eingestellt werden. Zudem wurde eine neue Verbindung zwischen Tianjin (China) und Jeddah (Saudi-Arabien), die einen langen Umweg um die Südspitze Afrikas in Kauf nehmen wird, angekündigt.
Der Nahostkonflikt hat extreme Auswirkungen auf die Schifffahrt. Nach Informationen des Frachtanalyseunternehmens Xeneta suchen derzeit 147 Containerschiffe Schutz im Persischen Golf, was zu Hafenstaus und steigenden Frachtraten führt. Zudem wurden globale Lieferketten von Asien bis Europa beeinträchtigt.
Die Aktie von Maersk ist am Freitag 0,35 Prozent im Minus. Ein Anteilschein kostet 2.280 Euro. Die von Hapag-LLoyd ist 0,36 Prozent im Minus. Ein Anteilschein kostet 137,70 Eutro.
Autor: Paul Späthling, wallstreetONLINE Redaktion
