589 Aufrufe 589 0 Kommentare 0 Kommentare

    Tankstellenbetreiber sehen hohe Spritpreise als 'Abzocke'

    Für Sie zusammengefasst
    • Tankstellen: Vorwurf von Raubtierkapitalismus!!!
    • Pächter ohne Preishoheit, Kundenfrust spürbar.
    • Kartellamt wirkungslos, Preise teils über 2€!!
    Tankstellenbetreiber sehen hohe Spritpreise als 'Abzocke'

    STUTTGART/NEUSTADT A.D. WEINSTRASSE (dpa-AFX) - Die Kritik von Tankstellenbetreibern an den Mineralölkonzernen wegen der stark gestiegenen Spritpreise reißt nicht ab. "Das ist Raubtierkapitalismus wie im 19. Jahrhundert und hat mit sozialer Marktwirtschaft nichts zu tun", sagte der Sprecher des Tankstellen-Interessenverbands (TIV), Herbert Rabl, der "Stuttgarter Zeitung".

    Er monierte, dass Rohöl zu einem viel günstigeren Preis eingekauft und raffiniert worden sei und seitdem teilweise in den Tanks unter den Tankstellen lagere. Nun werde es deutlich teurer verkauft - ein Preis, mit dem die Konzerne ursprünglich nicht kalkuliert hätten. Das sei "Abzocke", so Rabl weiter.

    Anzeige 
    Handeln Sie Ihre Einschätzung zu OMV AG!
    Long
    54,43€
    Basispreis
    0,43
    Ask
    × 13,15
    Hebel
    Zum Produkt
    Blatt
    Short
    60,09€
    Basispreis
    0,44
    Ask
    × 12,85
    Hebel
    Zum Produkt
    Blatt
    Präsentiert von

    Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf das Disclaimer Dokument. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

    Auf die Preise an der Zapfsäule selbst hätten die Pächter keinen Einfluss. Diese würden von den Konzernen gemacht - den Frust der Autofahrer bekämen dann die Tankstellenpächter und ihre Angestellten ab, führte Rabl weiter aus. Die Mineralölwirtschaft rechtfertige die gestiegenen Preise als Vorsichtsmaßnahme vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs.

    Ähnlich hatten sich zuvor auch Tankstellenbetreiber in Ostdeutschland geäußert. "Die Kollegen an den Kassen kriegen natürlich schon sehr deutlich den Unmut der Leute mit", hatte Hans-Joachim Rühlemann, Vorsitzender des Verbands des Garagen- und Tankstellengewerbes (VGT) Nord-Ost, gesagt. Die Tankstellenpächter könnten nichts für die Preisentwicklung. Die Preishoheit liege bei den Mineralölgesellschaften.

    Rabl: Kartellamt ist "zahnloser Tiger"

    Zudem hätten die gestiegenen Preise auch Auswirkungen auf den Verkauf in den Tankstellenshops, sagte Rabl. Verärgerte Kunden würden nach dem Tanken nichts mehr kaufen. Dabei sei der Umsatz im Shop für die Tankstellenpächter wichtig: Er mache etwa 60 Prozent des Gesamtumsatzes aus, während auf Einnahmen durch den Verkauf von Benzin und Diesel lediglich etwa 20 Prozent des Gesamtumsatzes entfielen.

    Auch dem Vorgehen der Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) steht Rabl skeptisch gegenüber: Die Prüfung durch das Kartellamt werde nichts ergeben, da die Preise bislang nicht so hoch seien, dass von gesetzeswidrigem Wucher gesprochen werden könne. Das Kartellamt sei in diesem Fall ein "zahnloser Tiger".

    Auch ein Tankrabatt, wie ihn die damalige Bundesregierung 2022 zeitweise eingeführt hatte, ist für den Sprecher des Interessenverbandes keine Option. Es sei nicht sinnvoll, die Preiserhöhungen der Konzerne zu bezuschussen. Dies hatte Reiche zuvor auch bereits ausgeschlossen.

    Benzin und Diesel kosten teils mehr als zwei Euro

    Die Spritpreise in Deutschland sind infolge des Iran-Kriegs seit Ende Februar 2026 stark gestiegen. Der Dieselpreis überschritt am 4. März erstmals die Marke von zwei Euro pro Liter. Superbenzin der Sorte E10 verteuerte sich ebenfalls deutlich und kostete zeitweise knapp zwei Euro pro Liter./mgn/DP/stk

     

    Zusätzliche Unternehmensinformationen zur Shell Aktie

    Die Shell Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +2,28 % und einem Kurs von 5,783 auf Tradegate (06. März 2026, 22:25 Uhr) gehandelt.

    Auf 7 Tage gesehen hat sich der Kurs der Shell Aktie um -7,13 % verändert. Der Verlust auf 30 Tage beträgt -7,38 %.

    Die Marktkapitalisierung von Shell bezifferte sich zuletzt auf 208,74 Mrd..






    dpa-AFX
    0 Follower
    Autor folgen
    Mehr anzeigen
    Die Nachrichtenagentur dpa-AFX zählt zu den führenden Anbietern von Finanz- und Wirtschaftsnachrichten in deutscher und englischer Sprache. Gestützt auf ein internationales Agentur-Netzwerk berichtet dpa-AFX unabhängig, zuverlässig und schnell von allen wichtigen Finanzstandorten der Welt.

    Die Nutzung der Inhalte in Form eines RSS-Feeds ist ausschließlich für private und nicht kommerzielle Internetangebote zulässig. Eine dauerhafte Archivierung der dpa-AFX-Nachrichten auf diesen Seiten ist nicht zulässig. Alle Rechte bleiben vorbehalten. (dpa-AFX)
    Mehr anzeigen

    Verfasst von dpa-AFX
    Tankstellenbetreiber sehen hohe Spritpreise als 'Abzocke' Die Kritik von Tankstellenbetreibern an den Mineralölkonzernen wegen der stark gestiegenen Spritpreise reißt nicht ab. "Das ist Raubtierkapitalismus wie im 19. Jahrhundert und hat mit sozialer Marktwirtschaft nichts zu tun", sagte der Sprecher des …

    Profitieren Sie von unserem Alleinstellungsmerkmal als den zentralen verlagsunabhängigen Wissens-Hub für einen aktuellen und fundierten Zugang in die Börsen- und Wirtschaftswelt, um strategische Entscheidungen zu treffen.
    • ✅ Größte Finanz-Community Deutschlands
    • ✅ über 550.000 registrierte Nutzer
    • ✅ rund 2.000 Beiträge pro Tag
    • ✅ verlagsunabhängige Partner ARIVA, FinanzNachrichten und BörsenNews
    • ✅ Jederzeit einfach handeln beim SMARTBROKER+
    • ✅ mehr als 25 Jahre Marktpräsenz
    Aktien von A - Z: # A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
    wallstreetONLINE bei X wallstreetONLINE bei Instagram wallstreetONLINE bei Facebook wallstreetONLINE bei Youtube wallstreetONLINE bei LinkedIn
    Unsere Apps: Apple App Store Icon Google Play Store Icon
    Wenn Sie Kursdaten, Widgets oder andere Finanzinformationen benötigen, hilft Ihnen ARIVA gerne. 

    Unsere User schätzen wallstreet-online.de: 4.8 von 5 Sternen ermittelt aus 285 Bewertungen bei www.kagels-trading.de
    Zeitverzögerung der Kursdaten: Deutsche Börsen +15 Min. NASDAQ +15 Min. NYSE +20 Min. AMEX +20 Min. Dow Jones +15 Min. Alle Angaben ohne Gewähr.
    Copyright © 1998-2026 Smartbroker Holding AG - Alle Rechte vorbehalten.
    Mit Unterstützung von: Ariva Smartbroker+
    Daten & Kurse von: TTMzero