Rüstungsaktien im Höhenflug

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    Rheinmetall, Renk und Hensoldt profitieren von Europas Aufrüstung

    Europas massive Aufrüstung treibt die Nachfrage nach Waffen weltweit an und katapultiert deutsche Rüstungskonzerne an der Börse weiter nach oben.

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    Rüstungsaktien im Höhenflug - Rheinmetall, Renk und Hensoldt profitieren von Europas Aufrüstung

    Die Aktien deutscher Rüstungsunternehmen setzen ihren Höhenflug fort. Rückenwind liefert eine neue Analyse des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri, die einen drastischen Anstieg der europäischen Waffenimporte zeigt.

    Rheinmetall gehörte erneut zu den größten Profiteuren an der Börse. Die Aktie des Düsseldorfer Rüstungskonzerns legte zuletzt um 2,95 Prozent zu und notierte bei 1.592 Euro. Noch stärker fiel die Kursreaktion bei Renk aus: Die Aktie des Getriebespezialisten stieg zuletzt um rund sieben Prozent auf 55,71 Euro. Auch Hensoldt konnte zulegen und schloss mit einem Plus von 2,57 Prozent bei 73,70 Euro.

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    Der Hintergrund: Laut einem neuen Bericht des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri ist Deutschland inzwischen zum viertgrößten Waffenexporteur der Welt aufgestiegen und hat China überholt. Besonders stark wirkt sich dabei die militärische Unterstützung der Ukraine aus. Fast ein Viertel aller deutschen Waffenexporte zwischen 2021 und 2025 ging an das von Russland angegriffene Land.

    Weitere 17 Prozent der deutschen Exporte gingen dem Bericht zufolge an andere europäische Staaten.

    Europäische Staaten verdreifachen Waffenimporte

    Der Bericht zeigt zugleich eine deutliche Verschiebung im globalen Waffenhandel. Insgesamt stiegen die internationalen Waffenlieferungen im Vergleich der beiden jüngsten Fünfjahreszeiträume (2021 bis 2025 gegenüber 2016 bis 2020) um 9,2 Prozent.

    Besonders drastisch fiel die Entwicklung in Europa aus. Die europäischen Staaten verdreifachten ihre Waffenimporte in diesem Zeitraum.

    Neben der unmittelbaren militärischen Unterstützung für Kiew rüsten zahlreiche Staaten ihre eigenen Streitkräfte deutlich auf, um ihre Verteidigungsfähigkeit zu stärken.

    Ein weiterer Faktor ist die Unsicherheit über die langfristige Rolle der USA als Sicherheitsgarant innerhalb der Nato. Laut Sipri hat diese strategische Unsicherheit die Nachfrage nach Waffen unter europäischen Bündnispartnern zusätzlich befeuert.

    Europa kauft weiter massiv in den USA

    Trotz steigender Produktionskapazitäten europäischer Hersteller bleibt die Abhängigkeit von amerikanischen Waffensystemen hoch. Erstmals seit zwei Jahrzehnten ging der größte Anteil der US-Waffenexporte nicht in den Nahen Osten, sondern nach Europa. Der Anteil lag bei 38 Prozent.

    Besonders gefragt seien weiterhin amerikanische Kampfflugzeuge und weitreichende Luftverteidigungssysteme. Diese gelten in Europa nach wie vor als technologisch führend.

    Einige Länder nutzten ihre Einkäufe in den USA auch strategisch. Staaten wie Polen oder Rumänien bestellten bewusst amerikanische Systeme, um ihre sicherheitspolitische Partnerschaft mit Washington zu festigen.

    Nahost-Konflikte könnten Nachfrage weiter antreiben

    Die geopolitische Lage deutet darauf hin, dass der Rüstungsboom nicht so schnell enden dürfte. Die Spannungen im Nahen und Mittleren Osten sowie der Krieg im Iran könnten die Nachfrage nach militärischer Ausrüstung weiter erhöhen.

    USA dominieren weiterhin den globalen Waffenhandel

    Im Zeitraum von 2021 bis 2025 entfielen laut Sipri rund 42 Prozent aller internationalen Waffenlieferungen auf die USA. Amerikanische Rüstungsgüter wurden in 99 Länder exportiert. Dahinter folgen Frankreich und Russland als zweit- und drittgrößte Waffenexporteure.

    Die russischen Waffenexporte brachen allerdings deutlich ein und sanken um 64 Prozent.

    Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion



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    Verfasst vonRedakteurPascal Grunow
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