Öl-Schock trifft Asiens Börsen
Ölpreis explodiert – Kospi löst erneut Handelsstopp aus, Nikkei stürzt ab
Kopsi und Nikkei sind am Montag massiv eingebrochen, nachdem der Ölpreis auf den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren gestiegen ist.
- Oelpreis steigt stark, KOSPI und Nikkei stuerzen!!
- Techwerte fallen heftig; Won und Yen massiv unter.
- Maerkte fuerchten Energiekrise und hohe Inflation.
- Report: Energiepreisschock - Diese 3 Werte könnten langfristig abräumen!
Brent-Rohöl verteuerte sich kurzzeitig um über 26 Prozent auf 116 US-Dollar je Barrel. Besonders stark traf das Südkorea und Japan. Der südkoreanische Leitindex Kospi verlor zeitweise mehr als acht Prozent und löste erneut einen automatischen Handelsstopp aus.
Es ist bereits der zweite Handelsstopp innerhalb von vier Börsensitzungen. Bereits in der Vorwoche hatte ein Kurssturz von über zwölf Prozent den größten Tagesverlust in der Geschichte des Index ausgelöst.
Vor allem Technologiewerte standen unter massivem Verkaufsdruck. Samsung Electronics brach um mehr als zehn Prozent ein, während der Chipkonzern SK Hynix zuletzt sogar 12,3 Prozent verlor.
Auch die südkoreanische Währung geriet stark unter Druck. Der Won fiel erstmals seit Anfang 2009 über die Marke von 1.500 Won je US-Dollar.
Nikkei stürzt unter wichtige Marke
Auch in Japan setzte eine massive Verkaufswelle ein. Der Nikkei-225 fiel um 7,05 Prozent und rutschte damit erstmals seit Januar wieder unter die Marke von 52.000 Punkten. Der breiter gefasste Topix verlor 5,36 Prozent.
Zu den größten Verlierern gehörten Technologie- und Chipwerte. SoftBank Group brach um mehr als elf Prozent ein und der Halbleiterausrüster Advantest verlor über 13 Prozent.
Parallel dazu schwächte sich der japanische Yen deutlich ab und fiel auf 158,5 Yen je Dollar – ein Sechs-Wochen-Tief.
Japan gilt als besonders anfällig für Ölpreisschocks. Rund 95 Prozent seiner Ölimporte stammen aus dem Nahen Osten, etwa 70 Prozent davon werden über die Straße von Hormus transportiert.
Nahost-Konflikt treibt Ölpreise
Die dramatische Preisbewegung bei Rohöl ist eine direkte Folge der Eskalation im Nahen Osten. Der Konflikt zwischen den USA, Israel und Iran ist inzwischen in seine zweite Woche gegangen, ohne dass eine diplomatische Lösung in Sicht ist.
Zusätzliche Unsicherheit entstand durch die Entscheidung mehrerer großer Förderländer – darunter Kuwait, Iran und die Vereinigten Arabischen Emirate –, ihre Produktion zu kürzen. Gleichzeitig bleibt der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus stark eingeschränkt.
Märkte blicken nervös auf nächste Eskalationsstufe
An den Finanzmärkten wächst nun die Sorge, dass ein länger anhaltender Konflikt im Nahen Osten eine globale Energiekrise auslösen könnte. Ein anhaltender Ausfall von Öllieferungen durch die Straße von Hormus würde nicht nur die Preise weiter in die Höhe treiben, sondern auch die Inflation weltweit erneut anheizen.
Sollte sich der Konflikt weiter verschärfen, könnten Energiepreise und Finanzmärkte in den kommenden Wochen noch deutlich stärkere Ausschläge erleben.
Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion

