Rückschlag im Milliardenmarkt

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    Roche-Studie verfehlt zentrales Ziel – und die Aktie bricht ein

    Eine wichtige Roche-Studie zu einem neuen Brustkrebsmedikament verfehlt ihr Hauptziel. Dennoch sieht der Konzern weiterhin Chancen für den Wirkstoff.

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    Rückschlag im Milliardenmarkt - Roche-Studie verfehlt zentrales Ziel – und die Aktie bricht ein

    Der Pharmakonzern Roche Holding hat einen Rückschlag in der Entwicklung eines neuen Brustkrebsmedikaments erlitten. In einer späten klinischen Studie erreichte eine Wirkstoffkombination rund um den experimentellen Wirkstoff Giredestrant ihr zentrales Studienziel nicht, wie das Wall Street Journal berichtet.

    Wie das Schweizer Unternehmen mitteilte, sollte die Kombination aus Giredestrant und dem Medikament Ibrance von Pfizer das Fortschreiten der Krankheit bei Patientinnen mit fortgeschrittenem Brustkrebs deutlich länger hinauszögern. Die Studie zeigte jedoch keine statistisch signifikante Verbesserung beim sogenannten progressionsfreien Überleben.

    Auf der Handelsplattform Tradegate geriet die Aktie deutlich unter Druck und verlor 4,93 Prozent auf 359,90 Euro. In der Schweiz verlor die Aktie ebenfalls 5 Prozent (Stand 11:00 Uhr).

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    Leichte Verbesserung, aber kein Durchbruch

    Roche betonte dennoch, dass die Ergebnisse nicht ausschließlich negativ seien. In der Studie sei eine numerische Verbesserung beim progressionsfreien Überleben beobachtet worden. Das bedeutet, dass Patientinnen in der Testgruppe im Durchschnitt etwas länger ohne Krankheitsfortschritt lebten. Der Effekt war jedoch nicht stark genug, um die statistische Hürde der Studie zu überwinden.

    Zudem berichtete der Konzern, dass die Kombination gut vertragen wurde. Die beobachteten Nebenwirkungen entsprachen den bekannten Sicherheitsprofilen der einzelnen Therapien.

    Zweite Studie noch ausstehend

    Die nun veröffentlichten Ergebnisse stammen aus der ersten von zwei späten klinischen Studien, in denen Roche den Wirkstoff als Erstlinientherapie testet. Daten aus der zweiten Untersuchung erwartet der Konzern im kommenden Jahr.

    Für Roche bleibt der Kandidat strategisch wichtig. Der Chief Medical Officer und Leiter der globalen Produktentwicklung, Levi Garraway, sieht weiterhin Einsatzmöglichkeiten für den Wirkstoff. Nach Unternehmensangaben prüft Roche vor allem Kombinationen mit anderen Medikamenten in früheren Behandlungsphasen. Dazu gehört etwa der Einsatz nach einer ersten Krebstherapie, um einen Rückfall zu verhindern.

    Damit bleibt Giredestrant trotz des Rückschlags ein möglicher Baustein in Roches Pipeline für den lukrativen Markt der Brustkrebstherapien.

    Autorin: Saskia Reh, wallstreetONLINE Redaktion


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    Verfasst vonRedakteurSaskia Reh
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