Globale Energiekrise

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    Gas-Schock weltweit – doch die USA kassieren an der Börse

    Ein Angriff auf eine riesige LNG-Anlage treibt Gaspreise weltweit nach oben. Doch die USA bleiben erstaunlich stabil – und Energieaktien legen stark zu.

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    Globale Energiekrise - Gas-Schock weltweit – doch die USA kassieren an der Börse

    Ein Angriff auf die größte Flüssiggas-Exportanlage der Welt hat die globalen Energiemärkte erschüttert. Die Preise für Erdgas schnellten international nach oben. In den USA fiel der Anstieg jedoch vergleichsweise moderat aus. Laut Daten des Wall Street Journals legten die Preise dort nur um 11 Prozent zu.

    Analysten sehen darin einen wichtigen Unterschied zur Energiekrise nach der russischen Invasion der Ukraine im Jahr 2022. Die Vereinigten Staaten verfügen heute über hohe Lagerbestände, Rekordförderung und nahezu ausgelastete LNG-Exportkapazitäten. Das schützt Verbraucher vor stark steigenden Stromkosten.

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    Energieaktien profitieren

    An den Börsen setzt die Entwicklung ein klares Signal. Investoren wetten darauf, dass Energieunternehmen erneut zu den Gewinnern werden. Die Energiewerte im S&P 500 sind im Jahr 2026 bereits um 26 Prozent gestiegen. Der Gesamtindex liegt dagegen 1,5 Prozent im Minus.

    Steigende Ölpreise treiben die Branche zusätzlich. US-Ölfutures schlossen zuletzt bei 90,90 US-Dollar pro Barrel. Das entspricht einem Anstieg von 36 Prozent, seit die USA und Israel mit Angriffen auf den Iran begonnen haben.

    Stabiler Gaspreis als Wettbewerbsvorteil

    Die relativ stabilen Gaspreise wirken wie ein Schutzschild für die US-Wirtschaft. Davon profitieren energieintensive Branchen wie Stahl-, Kunststoff- oder Düngemittelhersteller.

    Gleichzeitig schwächeln viele internationale Börsen. Während der S&P 500 vergangene Woche etwa 2 Prozent verlor, fiel der südkoreanische Kospi um fast 11 Prozent. Auch der japanische Nikkei 225 und der Stoxx Europe 600 gaben jeweils mehr als 5 Prozent nach.

    Europa und Asien unter Druck

    Außerhalb der USA ist die Lage deutlich angespannter. In Europa sprang der Referenzpreis für Erdgas innerhalb einer Woche um 67 Prozent nach oben. Die Region ist nach dem Bruch mit russischen Lieferanten stark von LNG-Importen abhängig.

    Zusätzlich stoppte QatarEnergy nach einem Angriff auf Anlagen im Persischen Golf seine Produktion. Rund 20 Prozent der weltweiten LNG-Kapazität stehen damit vorübergehend still.

    US-Lagerbestände bleiben komfortabel

    In den USA endet der Winter dagegen mit relativ gut gefüllten Speichern. Trotz eines Kälteeinbruchs im Januar lagen die Lagerbestände Ende Februar nur 3 Prozent unter dem Fünfjahresdurchschnitt.

    Das hält die Preise niedrig. Gas-Futures für April schlossen in New York bei 3,186 US-Dollar je Million British Thermal Units. Das liegt rund 57 Prozent unter dem Hoch während der Januar-Kältewelle.

    "Die Schlagzeilenrisiken können die US-Gaspreise nur bis zu einem bestimmten Grad von ihrem aktuellen Niveau nach oben treiben", sagte Christopher Louney, Analyst bei RBC Capital Markets.

    LNG-Exporteure wittern Chance

    Von den höheren Preisen im Ausland könnten vor allem US-Exporteure profitieren. Anleger richten ihren Blick auf Cheniere Energy und Venture Global.

    Die Aktie von Cheniere erreichte zuletzt ein Rekordhoch. Analystin Emma Schwartz von Jefferies erklärte: "Wir haben gesehen, dass Cheniere stets Wege findet – sei es im Upstream- oder im Downstream-Bereich – um mehr Gewinn aus seinen Vermögenswerten zu erzielen."

    Auch Venture Global erwartet steigende Gewinne. Firmenchef Mike Sabel sagte Investoren: "Kurzfristig sind die höheren Preise natürlich hilfreich für unsere Spreads. Wir verfügen wahrscheinlich über die größte Anzahl verfügbarer Ladungen auf dem Markt."

    Autorin: Saskia Reh, wallstreetONLINE Redaktion


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    Verfasst vonRedakteurSaskia Reh
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