Neuer Wirtschaftsplan

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    China fordert die USA heraus – und setzt alles auf Technologie!

    China setzt in neuen Wirtschafts- und Fünfjahresplänen massiv auf Technologie. Hinter der Strategie steht ein klares Ziel: wirtschaftliche Stärke und technologische Unabhängigkeit.

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    Neuer Wirtschaftsplan - China fordert die USA heraus – und setzt alles auf Technologie!

    China richtet seine Wirtschaft neu aus, wie die Nachrichtenagentur Associated Press berichtet. Zwei zentrale Programme zeigen, wohin die Reise geht: Der Wirtschaftsplan für 2026 und der neue Fünfjahresplan setzen unterschiedliche Schwerpunkte – verfolgen aber ein gemeinsames strategisches Ziel.

    Der kurzfristige Fokus liegt laut Regierungsplan zunächst auf einem stärkeren Binnenmarkt. Wichtigste Aufgabe sei der "Aufbau eines robusten Binnenmarktes". Erst danach folgt die Beschleunigung technologischer Innovation.

    Langfristig jedoch verschiebt sich die Priorität deutlich. Der neue Fünfjahresplan stellt technologische Durchbrüche ins Zentrum der Strategie. Peking will seine Wirtschaft vom Niedrigkosten-Produktionsstandort zu einer innovationsgetriebenen Hightech-Nation umbauen.

    Die Programme wurden zum Auftakt des Nationalen Volkskongresses vorgestellt und sollen am Ende der achttägigen Sitzung verabschiedet werden.

    Xi treibt den technologischen Wettlauf voran

    Analysten sehen in der Technologiepolitik einen Kernpunkt von Präsident Xi Jinpings geopolitischer Strategie. China soll zu einer globalen Macht aufsteigen, die mit den Vereinigten Staaten konkurrieren kann.

    Xi rief laut staatlichen Medien zu neuen Durchbrüchen und originären Innovationen auf. China müsse die "strategische Vorrangstellung in Wissenschaft und Technologie" erobern, sagte er bei einem Treffen mit Delegierten des Volkskongresses.

    Bereits heute ist China die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt. Um weiter aufzusteigen, setzt die Regierung zunehmend auf Branchen mit höherer Wertschöpfung. Ein Beispiel ist die Förderung von Elektroautos. Sie hat China zu einem wichtigen Akteur der globalen Automobilindustrie gemacht und unterstützt zugleich die nationalen Klimaziele.

    Kampf um technologische Unabhängigkeit

    Der Wettlauf um Technologien hat sich zuletzt stark zugespitzt. Die Vereinigten Staaten haben chinesischen Firmen den Zugang zu besonders leistungsfähigen Halbleitern und anderen Schlüsseltechnologien eingeschränkt.

    Washington argumentiert, diese Technologien könnten auch militärisch genutzt werden. China reagiert mit massiven Investitionen in eigene Entwicklungsprogramme. Der Fünfjahresplan fordert deshalb, China müsse "den Kampf um wichtige Kerntechnologien führen". Besonders wichtig sind Fortschritte bei künstlicher Intelligenz, Halbleitern, Batterien, Robotik, Biomedizin sowie bei sechster Generation mobiler Netzwerke.

    Auch die heimische Luftfahrtindustrie steht im Fokus. China will die Produktion des Passagierflugzeugs C919 ausweiten und einen eigenen Flugzeugmotor entwickeln. Seltene Erden, bei denen China weltweit führend ist, gelten laut Plan als strategischer Bereich, in dem das Land seinen Vorsprung sichern soll, während die USA und andere Staaten eigene Lieferketten für die wichtigen Hightech- und Militärelemente aufbauen.

    Exportmodell gerät unter Druck

    Gleichzeitig kämpft die chinesische Wirtschaft mit schwacher Binnennachfrage. Zwar sorgen starke Exporte weiterhin für Wachstum, doch neue Zölle aus den Vereinigten Staaten erhöhen den Druck.

    Die Regierung betont daher stärker den Binnenkonsum. "Angesichts eines komplexen und herausfordernden internationalen Umfelds müssen wir weiterhin an der Strategie der Ausweitung der Binnennachfrage festhalten", heißt es im Wirtschaftsplan.

    Das Wachstumsziel für 2026 liegt bei 4,5 bis 5 Prozent. Damit lässt Peking Spielraum für eine Abschwächung gegenüber dem Vorjahr.

    Subventionen für die nächste Industrieoffensive

    Um technologische Durchbrüche zu erzwingen, plant die Regierung umfangreiche Förderprogramme für Hightech-Industrien. Ökonomen von Capital Economics erwarten weiterhin eine aggressive Industriepolitik.

    "Technologische Entwicklung und Selbstversorgung bleiben zentrale Prioritäten", schreiben die Analysten. Staatliche Förderprogramme seien ein wesentliches Instrument, um diese Ziele zu erreichen.

    Allerdings birgt diese Strategie Risiken. Frühere Subventionen für Wind- und Solarindustrie führten zu Überkapazitäten und zu Exporten zu extrem niedrigen Preisen. Ein ähnliches Szenario könnte nun auch in anderen Hightech-Sektoren entstehen – mit Auswirkungen auf Märkte und Arbeitsplätze weltweit.

    Autorin: Saskia Reh, wallstreetONLINE Redaktion

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    Verfasst vonRedakteurSaskia Reh
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