Brent und WTI

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    Ölpreis bricht brutal ein: Trump löst 10-Prozent-Absturz aus

    Brent und WTI verlieren mehr als 10 Prozent, nachdem US-Präsident Donald Trump Iran mit einem noch härteren Schlag droht und zugleich ein schnelles Ende des Kriegs andeutet. Warum der Markt jetzt auf Entspannung setzt.

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    Brent und WTI - Ölpreis bricht brutal ein: Trump löst 10-Prozent-Absturz aus

    Der Ölmarkt hat innerhalb weniger Stunden eine spektakuläre Kehrtwende hingelegt. Nachdem die Preise am Montag noch auf über 100 US-Dollar gestiegen waren, setzte am Abend ein heftiger Ausverkauf ein. Brent verlor zeitweise fast elf Prozent und kostete damit nur noch 88,36 US-Dollar je Barrel. US-Rohöl der Storte WTI sackte um mehr als zehn Prozent auf 85,17 US-Dollar ab.

    Auslöser war eine neue Drohung von US-Präsident Donald Trump. Auf Truth Social warnte er, der Iran werde "zwanzig mal härter" getroffen, sollte Teheran den Ölfluss durch die Straße von Hormus stoppen. Was auf den ersten Blick nach weiterer Eskalation klingt, wurde am Markt jedoch anders interpretiert: als Signal, dass Washington eine Blockade nicht hinnehmen und die Meerenge notfalls mit aller Härte offen halten würde.

    Genau dort setzt die Marktlogik an. Die Meerenge zwischen Oman und dem Iran ist einer der wichtigsten Engpässe der globalen Energieversorgung. Laut Kpler liefen 2025 rund 13 Millionen Barrel pro Tag durch die Straße von Hormus. Das entspricht etwa 31 Prozent der weltweiten seegestützten Ölströme. Über diese Route sind unter anderem Saudi-Arabien, der Iran, der Irak und die Vereinigten Arabischen Emirate mit dem Weltmarkt verbunden.

    Trump legte im Tagesverlauf noch nach. Gegenüber CBS sagte er, Schiffe würden die Passage weiterhin nutzen und er denke darüber nach, die Lage vor Ort unter Kontrolle zu bringen. Auf einer Pressekonferenz erklärte er außerdem, der Krieg gegen den Iran werde sehr bald enden und die Ölpreise würden sinken. Genau diese Mischung aus Härte, Abschreckung und Aussicht auf ein baldiges Ende der Krise beruhigte die Händler.

    Bob McNally von der Rapidan Energy Group sprach von viel Optimismus am Markt und verwies auf eine Art verbale Intervention des Präsidenten. Andy Lipow von Lipow Oil Associates mahnte zugleich, es sei noch zu früh für klare Schlüsse, da nun entscheidend sei, wie der Iran reagiert und ob die Energieinfrastruktur ins Visier gerät.

    Hinzu kommt, dass der Markt bereits auf zusätzliche Puffer spekuliert. Die Energieminister der G7 haben sich virtuell über eine mögliche Freigabe strategischer Ölreserven ausgetauscht. Nach den vorliegenden Informationen hält die US-Seite eine koordinierte Freigabe von 300 bis 400 Millionen Barrel für angemessen. Das wäre ein massives Signal gegen einen dauerhaften Versorgungsschock.

    Das Risiko ist trotzdem nicht ganz vom Tisch. Aus Teheran kam die Warnung, dass Tanker in der Straße von Hormus sehr vorsichtig sein müssten. Der Markt setzt noch auf eine schnelle Entspannung. Sollte diese Wette platzen, dürfte die nächste heftige Bewegung beim Ölpreis nicht lange auf sich warten lassen.

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    Autor: Ferdinand Hammer, wallstreetONLINE Redaktion



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    Verfasst vonRedakteurFerdinand Hammer
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