Anleger wegen Öl alarmiert
Ölpreise eskalieren – Zwischen 60 USD und 150 USD ist für Brent alles möglich
Die nächste Eskalationsstufe war erreicht. Zu Wochenbeginn jagten die Ölpreise in Richtung 120 US-Dollar. Brent Öl und WTI Öl dreistellig? Das ließ die Aktienmärkte beben!
- Ölpreise kurzzeitig über 110 USD
- Öl-Preissturz erinnert an Silberdebakel
- Ausblick: 60-150 USD möglich
- Report: Energiepreisschock - Diese 3 Werte könnten langfristig abräumen!
Ölpreisentwicklung aktuell – Zu Wochenbeginn knallte es richtig
Der Schock saß tief. Am gestrigen Montag (09. März) schossen die Ölpreise zunächst über die 110 US-Dollar hinaus. Das in der letzten Kommentierung zu Brent Öl an dieser Stelle thematisierte Preisziel von 100 US-Dollar wurde pulverisiert. Der Vorstoß über die 110 US-Dollar im frühen Montagshandel ließ nicht viel Gutes erwarten. Eine Ausdehnung der Preisrallye in Richtung 150 US-Dollar schien fast schon ausgemachte Sache.
Brent Öl – Erst Preisexplosion, dann Abverkauf
Mit fundamentalen Aspekten kommt man der aktuellen Situation am Ölmarkt nicht bei. Der Markt ist hochgradig nervös. Die Preise werden von Nachrichten bzw. von Bildern gemacht. Die letzten Tage haben gezeigt, dass der Iran für die US-Amerikaner kein „Spaziergang“ ist, wie vor Wochen Venezuela. Israel und die USA fliegen ihre Luftangriffe, doch der Iran ist nach wie vor in der Lage, zurückzuschlagen und die Ölinfrastruktur der Golfstaaten massiv zu schädigen. Wer damit rechnete, dass die iranische Gegenwehr schnell erlahmen würde, lag falsch. Und diese Erkenntnis schien sich mehr und mehr am Ölmarkt durchzusetzen und im Ergebnis die Ölpreise hochzujagen. Dennoch drehte im späten Montagshandel der Wind. Die Ölpreise fielen wie ein Stein nach unten. Das Ganze erinnerte in seiner Wucht an die Phase, die die Edelmetalle Ende Januar / Anfang Februar überstehen mussten, als der Goldpreis deutlich zurückkam, aber Silber und auch Platin dramatisch einbrachen.
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Trump lässt die Ölpreise beben
Einmal mehr war es US-Präsident Trump, der alles auf links drehte und die Ölpreise aus ihrer Rallye riss. Ein veritables Preisbeben erschütterte den Ölmarkt im späten Montagshandel. Auslöser war ein optimistischer Kommentar des US-Präsidenten, in dem er ein baldiges Ende des Iran-Kriegs in Aussicht stellte. Wie belastbar diese Annahme ist, muss sich nun zeigen.
Fazit – Droht Brent Öl nach Rallye jetzt der Abverkauf?
Um die Lage zu beruhigen, wurde von führenden Industrienationen bereits die Aktivierung der strategischen Ölreserven geprüft. Mit dem Trump-Kommentar scheinen die Karten auf den ersten Blick neu gemischt zu sein. Die Gemüter am Ölmarkt haben sich sicherlich stark abgekühlt. Doch der US-Präsident war in der Vergangenheit nicht immer treffsicher mit seinen geopolitischen Annahmen und Theorien. So ist es nicht auszuschließen, dass die nächste Kaufwelle kommt, sollte sich der Iran doch als zäher herausstellen und das Ende des Konflikts länger auf sich warten lassen. Zwischen 60 und 150 US-Dollar scheint in den nächsten Wochen alles möglich zu sein.
Aus charttechnischer Sicht gilt jedoch – solange sich Brent Öl oberhalb von 80 US-Dollar hält, ist das Ausbruchszenario intakt.
Aktien von Ölproduzenten, wie Exxon Mobil, Chevron, ConocoPhillips, BP und Shell & Co. ist es zuletzt gelungen, aus dem gewaltigen Schatten der Gold- und Silberproduzenten, wie Barrick Mining, Newmont oder aber Pan American Silver zu treten und eine Rotation innerhalb des Rohstoffsektors zu forcieren. Diese Entwicklung bekam zwar jetzt einen Dämpfer, doch noch ist es zu früh, um das Ende des Prozesses auszurufen.
Autor: Marcel Torney, freier Redakteur, Rohstoffexperte
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