PKV
Wie privat Krankenversicherte durch einen Tarifwechsel sparen können
Massive Kostensteigerungen führen dazu, dass viele Versicherte sich die private Krankenversicherung nicht mehr leisten können. Ein Tarifwechsel kann helfen.
Viele privat Krankenversicherte klagen über die in den vergangenen Jahren stark gestiegenen Beiträge. Auf der Suche nach günstigeren Alternativen ergeben sich gleich mehrere Probleme: Beim Wechsel in eine andere private Krankenversicherung gehen die angesparten Altersrückstellungen zum großen Teil verloren. Diese Rückstellungen sollen eigentlich helfen, den Anstieg der Beiträge im Alter abzufedern. Zudem wird für langjährig privat Krankenversicherte eine neue Gesundheitsprüfung fällig. Das führt in der Regel zu deutlich höheren Beiträgen.
Der Wechsel in die gesetzliche Krankenkasse ist ebenfalls für die meisten keine Alternative. Für Versicherte ab 55 Jahren ist er ohnehin so gut wie unmöglich. Für Jüngere sind die meist schlechteren Leistungen abschreckend. Für gutverdienende Selbständige bringt der Wechsel in die Krankenkasse meist ohnehin keinen finanziellen Vorteil.
Wechsel des Tarifs als Ausweg
Was also tun? Ein Ausweg kann der Tarifwechsel innerhalb der eigenen Krankenversicherung sein. Der Gesetzgeber hat dafür in 2009 mit §204 Versicherungsvertragsgesetz (VVG) die Voraussetzungen geschaffen. Was viele nicht wissen: Bei einer Krankenversicherung bilden nicht alle Kunden eine Solidargemeinschaft, sondern die Prämien- und Risikokalkulation erfolgt nur innerhalb eines Tarifs. Die Beitragshöhe von Tarifen kann daher sehr unterschiedlich sein, auch wenn die Leistungen durchaus vergleichbar sind. Oftmals können sich dadurch massive Einsparungen für einen Versicherten ergeben, der den Tarif wechselt.
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Denn die Versicherungen vermarkten einen Tarif häufig nur für einen gewissen Zeitraum. Die Folge: Sobald er nicht mehr aktiv angeboten wird, bekommt ein Tarif kaum noch neue Mitglieder – er „veraltet“. Steigt das Durchschnittsalter der Versicherten, so steigen auch die Kosten, die von allen Mitgliedern des Tarifs getragen werden müssen. Es fehlen schlicht die guten Risiken, sprich: jüngere Kunden mit besserem Gesundheitszustand. In einem Tarif, dessen Mitglieder immer älter werden, steigen die Beiträge für die Verbleibenden massiv.
Neue Tarife sind preiswerter
Die meisten Versicherungen legen deshalb regelmäßig neue Tarife auf, die sie dann besser vermarkten können. Dorthin strömen dann die jüngeren Kunden. Deswegen sind die Beiträge dort oft deutlich geringer als in den nicht mehr aktiv beworbenen Tarifen – bei gleicher oder sogar besserer Leistung. Diese neuen Tarife stehen allen offen, also auch langjährigen Kunden der Versicherung.

