Vor 550 Millionen-Euro-Erlös
BBVA plant Öl-Coup in Venezuela – und kann mit Geldregen rechnen
BBVA spricht mit Ölkonzernen über Venezuela-Finanzierungen – gleichzeitig steht ein Millionen-Deal in Rumänien im Raum. Bahnt sich hier eine neue Strategie an?
- BBVA verhandelt Öl-Finanzierungen in Venezuela
- Verkauf Garanti an Raiffeisen für 550 Mio€x1,2
- Kurse: BBVA +0,59% 18,72€; Raif +5,60% 39,24€.
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Die spanische Bankengruppe BBVA führt Gespräche mit mehreren Ölkonzernen über eine mögliche Finanzierung von Aktivitäten in Venezuela, wie Bloomberg am Dienstag berichtet. Javier Rodriguez Soler, Leiter des Firmen- und Investmentbankings der spanischen Bank wurde von Bloomberg aus einer Präsentation wie folgt zitiert: "Da wir die einzige Bank sind, die dort tätig ist, sprechen buchstäblich alle Unternehmen – US-amerikanische, spanische und Unternehmen aus vielen anderen Regionen –, die planen, im Land zu reinvestieren, mit uns. Wir werden sie sorgfältig begleiten, sobald sie sich sicher fühlen, im Land zu investieren."
Wie es in dem Bericht heißt, ist BBVA seit 1998 in Venezuela präsent. Darüber hinaus steht BBVA kurz vor einem Verkauf der rumänischen BBVA-Tochter Garanti an die Raiffeisen Bank für 550 Millionen Euro, wie Bloomberg berichtet. Laut Insidern hat die Raiffeisen Bank angeboten, etwa das 1,2-Fache des Buchwerts für Garanti zu zahlen. Vertreter von BBVA und Raiffeisen lehnten eine Stellungnahme ab.
Raiffeisen würde durch den Kauf von Garanti, gemessen an der Bilanzsumme, zur drittgrößten Bank Rumäniens aufsteigen. Der scheidende Vorstandsvorsitzende von Raiffeisen, Johann Strobl, sagte im Januar, die Bank verfüge über zusätzliches Kapital für Transaktionen und sei an möglichen Geschäften in Rumänien interessiert, ohne jedoch konkrete Ziele zu nennen.
Die Aktie von BBVA ist am Dienstag 0,59 Prozent im Plus. Ein Anteilschein kostet 18,72 Euro. Die Aktie von Raiffeisen Bank ist am Dienstag 5,60 Prozent im Plus. Ein Anteilschein koste 39,24 Euro.
Autor: Paul Späthling, wallstreetONLINE Redaktion
