Von der Krise zum KI-Gewinner?
Milliardenplan für KI-Chips: Japan greift nach der Halbleiter-Krone
Japan will seine Halbleiterverkäufe bis 2040 verfünffachen. Die Regierung setzt auf massive Investitionen, um im globalen KI-Boom wieder aufzuschließen.
- Japan will Chip-Umsatz bis 2040 verfünffachen.
- Regierung plant Investitionen massiv in Chips.
- KI-Boom soll Japan bei Chips wieder nach vorn.
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Die Regierung von Sanae Takaichi hat ein ehrgeiziges Ziel für Japans Halbleiterindustrie formuliert, wie Reuters berichtet. Tokio will die jährlichen Umsätze mit im Inland produzierten Chips bis zum Jahr 2040 auf 40 Billionen Yen (217,88 Milliarden Euro) steigern. Derzeit liegt das Volumen bei etwa 8 Billionen Yen.
Damit plant Japan eine Verfünffachung der heimischen Chipverkäufe. Das neue Ziel erweitert eine bereits bestehende Vorgabe der Regierung. Diese sieht vor, die jährlichen Umsätze bis 2030 auf 15 Billionen Yen zu erhöhen.
Halbleiter als Schlüssel für wirtschaftliche Sicherheit
Halbleiter gehören in Japan zu den strategisch wichtigsten Industriegütern. Die Regierung betrachtet sie als zentral für die wirtschaftliche Sicherheit des Landes. Deshalb sollen öffentliche Investitionen deutlich steigen, um Wachstum und Produktion anzukurbeln.
Die Regierung arbeitet derzeit an detaillierten Fahrplänen für die Branche. Diese sollen in den kommenden Monaten fertiggestellt werden. Anschließend sollen sie in die Budgetplanung für das nächste Jahr einfließen.
Von der Weltspitze zum Nachzügler
Japan war einst eine dominierende Kraft im globalen Halbleitermarkt. In den 1980er Jahren kontrollierten japanische Unternehmen rund die Hälfte des weltweiten Chipgeschäfts. In den folgenden Jahren brach diese Position jedoch ein.
Auslöser waren Handelskonflikte zwischen den USA und Japan sowie der schrumpfende heimische Elektroniksektor. Heute liegt der weltweite Marktanteil des Landes bei weniger als 10 Prozent.
KI treibt neuen Wettbewerb an
Die Regierung sieht nun im Boom der Künstlichen Intelligenz eine historische Chance. Die rasante Nachfrage nach leistungsfähigen Chips treibt weltweit Investitionen in Design und Fertigung voran.
Tokio will diese Dynamik nutzen. Japan müsse sich strategisch positionieren, um von der Expansion der globalen Chipindustrie zu profitieren, erklärte die Regierung.
Autorin: Saskia Reh, wallstreetONLINE Redaktion
Die Währung EUR/JPY wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +0,03 % und einem Kurs von 183,6JPY auf Forex (10. März 2026, 16:25 Uhr) gehandelt.

