Eskalation im Golf

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    Öl-Schock droht: Aramco warnt vor "katastrophalen Folgen"

    Die Blockade der Straße von Hormus bedroht laut Aramco den globalen Ölmarkt. Der Konzern warnt vor massiven Folgen für Wirtschaft und zahlreiche Branchen.

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    Eskalation im Golf - Öl-Schock droht: Aramco warnt vor "katastrophalen Folgen"

    Der weltgrößte Öl-Exporteur Saudi Aramco schlägt Alarm, wie Reuters berichtet: Sollte der Krieg mit dem Iran die Schifffahrt in der Strait of Hormuz weiter lahmlegen, drohten dem globalen Ölmarkt drastische Verwerfungen.

    "Katastrophale Konsequenzen" für den Ölmarkt

    Aramco-Chef Amin Nasser warnte auf einer Telefonkonferenz mit Journalisten vor massiven Folgen. "Es hätte katastrophale Folgen für die weltweiten Ölmärkte, und je länger die Störung andauert, desto drastischer wären die Folgen für die Weltwirtschaft", sagte er.

    Die Meerenge gilt als zentrale Schlagader des Energiemarktes. Normalerweise passieren dort täglich rund 20 Prozent der weltweiten Öltransporte. Wegen der Eskalation im Konflikt mit dem Iran können Tanker derzeit jedoch kaum passieren.

    Nasser bezeichnete die Lage als beispiellos: "Wir hatten zwar schon in der Vergangenheit mit Störungen zu kämpfen, doch diese Krise ist bei weitem die größte, mit der die Öl- und Gasindustrie der Region jemals konfrontiert war."

    Dominoeffekte für ganze Industrien

    Die Auswirkungen reichen laut Aramco weit über den Energiesektor hinaus. Bereits jetzt leiden Schifffahrt und Versicherungen unter der Situation. Nasser erwartet zudem Folgen für Luftfahrt, Landwirtschaft, Automobilindustrie und andere Branchen.

    Der globale Ölpreis reagierte zuletzt stark. Die Referenzsorte Brent sprang am Montag auf fast 120 US-Dollar je Barrel und damit auf den höchsten Stand seit mehr als 3 Jahren. Am Dienstag fiel der Preis wieder auf etwa 92 US-Dollar, nachdem der US-Präsident Donald Trump ein mögliches baldiges Ende des Kriegs in Aussicht gestellt hatte.

    Trump drohte zugleich mit härteren Maßnahmen gegen den Iran, sollte das Land Öltransporte aus der Region vollständig blockieren. Die US-Marine könnte Tanker im Golf eskortieren, doch unklar ist, ob genügend Kapazitäten vorhanden sind.

    Aramco greift auf Reserven zurück

    Der Konzern selbst exportiert derzeit kein Öl direkt aus dem Golf, weil Schiffe dort keine Ladung aufnehmen können. Aramco bedient viele Kunden vorübergehend aus globalen Lagerbeständen.

    "Nun kann dieses Inventar nicht über einen längeren Zeitraum genutzt werden, aber vorerst profitieren wir davon", erklärte Nasser.

    Parallel nutzt das Unternehmen verstärkt eine Pipeline quer durch Saudi-Arabien. Sie transportiert Rohöl zum Hafen Yanbu am Roten Meer und könnte in Kürze ihre volle Kapazität von 7 Millionen Barrel pro Tag erreichen.

    Trotz dieser Umleitungen rechnet Aramco mit erheblichen Ausfällen. "Selbst wenn wir über die westliche Region exportieren können, sprechen wir hier von fast 350 Millionen Barrel, die vom Markt genommen werden", sagte Nasser.

    Gewinnrückgang trotz Buyback

    Der Energieriese meldete zugleich einen Rückgang des Jahresgewinns um 12 Prozent. Hauptgrund waren niedrigere Rohölpreise im vergangenen Jahr. Gleichzeitig kündigte Aramco ein Aktienrückkaufprogramm im Umfang von bis zu 3 Milliarden US-Dollar an – das erste in der Unternehmensgeschichte.

    Autorin: Saskia Reh, wallstreetONLINE Redaktion


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    Verfasst vonRedakteurSaskia Reh
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