Geldregen für Aktionäre
Rheinmetall hebt Dividende auf 11,50 Euro – Gewinn schießt nach oben
Umsatz und Gewinn steigen kräftig, die Auftragsbücher sind randvoll. Für Anleger besonders interessant: Die Dividende fällt höher aus als Analysten erwartet hatten.
- Umsatz und operatives Ergebnis stark gestiegen.
- Auftragsbücher randvoll, Rekordbestand 63,8Mrd
- Dividende 11,50€ klar über Analysten-Erwartung
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Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat im vergangenen Jahr dank der weltweit steigenden Nachfrage nach Wehrtechnik kräftig zugelegt und zugleich seine Profitabilität deutlich gesteigert. Die Düsseldorfer steigerten den Umsatz 2025 um 29 Prozent auf 9,94 Milliarden Euro nach 7,72 Milliarden Euro im Vorjahr. Noch stärker wuchs das operative Ergebnis: Es kletterte um 33 Prozent auf 1,84 Milliarden Euro nach zuvor 1,39 Milliarden Euro. Damit stieg auch die operative Marge deutlich auf 18,5 Prozent, nach 15,2 Prozent im Jahr zuvor. Analysten hatten hier allerdings mit rund 19 Prozent etwas mehr erwartet.
Unter dem Strich erzielte Rheinmetall einen Gewinn von 835 Millionen Euro nach 808 Millionen Euro im Vorjahr. Auf die Aktionäre entfiel ein Ergebnis von 696 Millionen Euro nach 717 Millionen Euro im Jahr zuvor. Das Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Aktivitäten legte dagegen deutlich auf 22,73 Euro zu, nach 17,19 Euro im Vorjahr.
Für Anleger besonders positiv: Rheinmetall will die Dividende kräftig erhöhen. Für das Geschäftsjahr 2025 sollen 11,50 Euro je Aktie ausgeschüttet werden, nach 8,10 Euro im Vorjahr. Damit liegt die Ausschüttung klar über den Erwartungen der Analysten, die im Schnitt nur mit 10,54 Euro gerechnet hatten.
Treiber der Entwicklung bleibt die anhaltend hohe Nachfrage nach militärischer Ausrüstung infolge der weltweiten sicherheitspolitischen Spannungen. Besonders das margenstarke Geschäft mit Waffen und Munition entwickelte sich stark. Der Auftragsbestand erreichte Ende 2025 mit 63,8 Milliarden Euro einen neuen Rekordwert, nach 46,9 Milliarden Euro im Vorjahr. Darin enthalten sind sowohl verbindliche Aufträge als auch langfristige Rahmenverträge. Allein der feste Auftragsbestand stieg auf 40,85 Milliarden Euro nach 30,73 Milliarden Euro. Die Rahmenverträge summieren sich auf weitere 22,9 Milliarden Euro. Der Auftragseingang legte im vergangenen Jahr um 9 Prozent auf 26,45 Milliarden Euro zu.
Konzernchef Armin Papperger sieht Rheinmetall deshalb strategisch bestens positioniert: "Die Welt verändert sich rasant und Rheinmetall ist bestens vorbereitet. Wir werden gebraucht, wenn es darum geht, die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und Europas zu erhöhen und eine wirksame Abschreckung zu schaffen." Der Konzern wolle an den steigenden Rüstungsausgaben erheblich partizipieren und moderne Streitkräfte mit entsprechender Technologie ausstatten.
Für das laufende Jahr stellt Rheinmetall weiteres starkes Wachstum in Aussicht. Der Umsatz soll 2026 um 40 bis 45 Prozent auf 14,0 bis 14,5 Milliarden Euro steigen. Gleichzeitig erwartet der Konzern eine operative Marge von rund 19 Prozent. Grundlage für diese Prognose bleibt die weiterhin hohe Nachfrage nach militärischer Ausrüstung, insbesondere im Zuge der Aufrüstung vieler NATO-Staaten.
Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion

