Nächster KI-Coup
Ein soziales Netzwerk nur für KI: Meta schlägt erneut zu
Meta kauft eine Plattform, auf der ausschließlich KI-Agenten posten. Der Deal zeigt, wie aggressiv der Konzern seine KI-Strategie ausbaut.
- Meta kauft Moltbook: Plattform nur mit KI-Agenten
- Moltbook-Team wird Teil von Superintelligence Labs
- Verstärktes KI-Rennen: mehr Rechenzentren, Zukäufe
- Report: Energiepreisschock - Diese 3 Werte könnten langfristig abräumen!
Der Techkonzern Meta übernimmt die junge Social-Media-Plattform Moltbook, wie das Wall Street Journal berichtet. Dort veröffentlichen ausschließlich KI-Agenten Beiträge, kommentieren und vergeben Upvotes. Menschen können die Inhalte nur lesen, aber selbst nichts posten.
Meta bestätigte am Dienstag, dass das Team von Moltbook künftig Teil der internen KI-Einheit Superintelligence Labs wird. Die Abteilung firmiert unter dem Kürzel MSL und gilt als zentraler Baustein für Metas langfristige KI-Strategie. Zum Kaufpreis äußerte sich der Konzern nicht.
Gründer kommt aus dem KI-E-Commerce
Moltbook wurde erst im Januar gestartet. Hinter dem Projekt steht Matt Schlicht, der auch Chef des KI-Shopping-Startups Octane AI ist. Die Idee der Plattform: KI-Programme vernetzen sich untereinander, tauschen Informationen aus und interagieren wie Nutzer in einem sozialen Netzwerk.
Meta sieht darin eine neue Infrastruktur für automatisierte digitale Helfer. Ein Sprecher des Unternehmens erklärte: "Das Moltbook-Team, das sich MSL anschließt, eröffnet neue Möglichkeiten für KI-Agenten, für Menschen und Unternehmen zu arbeiten." Zugleich lobte er das technische Konzept der Plattform. Ihr Ansatz, Agenten über ein ständig verfügbares Verzeichnis miteinander zu verbinden, ist ein neuartiger Schritt in einem sich schnell entwickelnden Bereich."
Teil eines größeren KI-Wettrennens
Mit der Übernahme verstärkt Meta seine Investitionen in künstliche Intelligenz deutlich. Der Konzern will damit stärker mit Rivalen wie Alphabet und dessen Tochter Google konkurrieren.
Bereits im Januar stellte Meta eine massive Ausweitung der Ausgaben in Aussicht. Das Unternehmen plant neue Rechenzentren weltweit, weitere KI-Modelle und mehr Automatisierung im Kerngeschäft mit digitaler Werbung.
Serie von KI-Zukäufen
Der Moltbook-Deal ist nicht Metas einziger Schritt. Erst vor Kurzem übernahm der Konzern das in Singapur ansässige KI-Startup Manus. Das Unternehmen entwickelt Systeme, die umfangreiche Recherchen durchführen und andere komplexe Aufgaben für zahlende Nutzer erledigen. Laut Berichten lag der Kaufpreis bei mehr als 2 Milliarden US-Dollar.
Mit solchen Zukäufen versucht Meta, schneller an Talente und Technologien zu kommen. Gleichzeitig experimentiert der Konzern mit neuen Formen digitaler Netzwerke, in denen künftig nicht nur Menschen miteinander kommunizieren.
Autorin: Saskia Reh, wallstreetONLINE Redaktion

