Börsengang geplant
Walmart steckt Milliarden in Amazons Konkurrenten – IPO rückt näher
Das indische Unternehmen Flipkart bereitet einen Börsengang in Mumbai vor. Walmart will bestehende Anteile verkaufen und die Expansion finanzieren.
- Flipkart plant IPO in Mumbai, Banken ab April.
- Walmart verkauft Anteile, Erlöse für Expansion
- Sitz nach Indien genehmigt, Konkurrenz stärker
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Der indische Onlinehändler Flipkart bereitet sich auf einen möglichen Börsengang vor und will Banken ab April offiziell einladen, Angebote für die Begleitung des IPO einzureichen, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen gegenüber Bloomberg berichten.
Das Unternehmen, das zu 77 Prozent Walmart gehört, habe bereits informelle Gespräche mit Investoren und Banken geführt, um das Interesse an einer Notierung in Mumbai auszuloten. Ein Börsengang könnte noch in diesem Jahr oder Anfang 2027 stattfinden, erklärten die Quellen, die anonym bleiben wollten, da die Pläne nicht öffentlich sind.
Schritte für die Notierung in Indien
Die Vorbereitungen befinden sich noch in einem frühen Stadium. Die Details, einschließlich des Timings, könnten sich noch ändern, heißt es aus Kreisen der Verhandlung. Ein Sprecher von Flipkart reagierte auf eine Anfrage von Bloomberg nicht.
Sollte der Börsengang umgesetzt werden, dürfte er auch den Verkauf von Anteilen durch bestehende Investoren wie Walmart einschließen. Flipkart selbst plant, die Erlöse für die Expansion des Unternehmens einzusetzen.
Walmart und Flipkarts Wachstum
Flipkart wurde 2007 gegründet und gehört heute zu den größten E-Commerce-Plattformen Indiens mit über 500 Millionen registrierten Kunden. Walmart erwarb 2018 eine Beteiligung von 77 Prozent für 16 Milliarden US-Dollar und stockte die Anteile später weiter auf. Der Kauf des verbleibenden Anteils von Tiger Global Management im Jahr 2023 bewertete Flipkart damals mit 35 Milliarden US-Dollar.
Börsenmarkt in Indien: Chancen und Risiken
Laut Moneycontrol hat Flipkart bereits erste Gespräche mit Investmentbanken über die Notierung geführt. Am Montag gab das Unternehmen bekannt, dass es die Genehmigung der Regierung erhalten habe, seinen Sitz von Singapur nach Indien zu verlegen – ein entscheidender Schritt für einen heimischen Börsengang.
Der indische E-Commerce-Markt bietet Chancen, aber auch Herausforderungen. Nach einem starken Jahr 2025 mit zahlreichen IPOs ist das Börsenumfeld 2026 etwas kühler, nachdem einige Börsengänge enttäuschten und der Sensex fast 10 Prozent verlor.
Konkurrenzkampf gegen Amazon und Co.
Flipkart tritt in Indien gegen Amazon, Reliance Industries' JioMart und die Tata-Gruppe an. Zu Flipkarts Portfolio gehören auch die Modeplattform Myntra und das Reiseportal Cleartrip. Mit einem Börsengang könnte das Unternehmen seine Position im wachsenden Markt weiter festigen und die Konkurrenz unter Druck setzen.
Autorin: Saskia Reh, wallstreetONLINE Redaktion

