JPMorgan schlägt Alarm
Wall Street unterschätzt Iran-Krieg: Steht der große Börsencrash noch bevor?
Seit Ausbruch des Iran-Kriegs ist der S&P 500 bislang nur leicht Prozent gefallen. JPMorgan warnt: Die Wall Street unterschätze die Folgen massiv. Eskaliert der Krieg, droht dem US-Aktienindex ein Crash von bis zu 10%.
- Seit Kriegsbeginn S&P500 nur -1,24% Verlust...
- JPMorgan warnt: Eskalation droht S&P500 -10%..
- Öl volatil >120$; Makrodaten stützen Risiko ...
- Report: Energiepreisschock - Diese 3 Werte könnten langfristig abräumen!
Im Nahen Osten ist ein offener Krieg zwischen den USA und Israel auf der einen sowie dem Iran und seinen Vasallen auf der anderen Seite ausgebrochen. Am US-Aktienmarkt hat sich das bislang jedoch kaum bemerkbar gemacht. Zwar sind die Ölpreise hoch volatil und zeitweise auf über 120 US-Dollar je Barrel gestiegen, der S&P 500 ist bislang aber nicht in den Crash-Modus übergegangen.
Zur Verdeutlichung: Einen Tag vor dem Ausbruch des Iran-Kriegs, am 27. Februar 2026, schloss der S&P 500 bei rund 6.878 Punkten. Gestern, nach fast eineinhalb Wochen Krieg, ging der S&P 500 bei 6.793 Punkten aus dem Handel. Das entspricht einem Verlust von nur 1,24 Prozent.
Zum Vergleich: Als Saddam Hussein am 2. August 1990 in Kuwait einmarschierte, traf das die Finanzmärkte völlig unvorbereitet. Die Folge war ein abrupter Risiko-Schock: Der S&P 500 verlor in den darauffolgenden zwei Monaten 17 Prozent, während sich der Ölpreis auf 41 US-Dollar verdoppelte, so der Spiegel.
JPMorgan schlägt Alarm
Tatsächlich könnten die wirtschaftlichen und marktbezogenen Gefahren des aktuellen Iran-Kriegs von der Wall Street deutlich unterschätzt werden. Genau davor warnt jetzt die Handelsabteilung von JPMorgan. Die Experten sehen am US-Aktienmarkt das Risiko einer starken Kurskorrektur, sollte der Konflikt mit dem Iran nicht schnell gelöst werden. Im schlimmsten Fall könnte der S&P 500 um bis zu zehn Prozent von seinem Hoch abrutschen.
Besonders brisant sei, dass viele Anleger für ein solches Szenario laut Andrew Tyler, Leiter Global Market Intelligence bei JPMorgan, nicht vorbereitet seien. Er stellte sich am Montag taktisch bearish für US-Aktien auf, berichtet der US-Nachrichtensender Bloomberg.
Aus Sicht von JPMorgan wäre eine solche Korrektur kein kleiner Rücksetzer mehr. Ein Minus von 10 Prozent vom Hoch würde den S&P 500 in Richtung 6.270 Punkte drücken.
Noch ist dies für JPMorgan allerdings kein festgeschriebenes Negativszenario. Tyler betont, dass sich die Risiken auch schnell wieder abschwächen könnten, wenn der Konflikt nicht in die Länge gezogen wird. Kommt es zu einem klaren Ausweg, wäre die taktisch negative Sicht auf US-Aktien vom Tisch. Denn die grundlegenden makroökonomischen Daten bleiben aus Sicht der Bank weiterhin unterstützend für Risikoanlagen.
Gerade das macht die Warnung so brisant: Auf der einen Seite gibt es stabile Makrodaten, auf der anderen Seite einen Krieg, dessen Marktfolgen laut JPMorgan noch immer unterschätzt werden.
*ab 500 Euro Ordervolumen, zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen
Autor: Ferdinand Hammer, wallstreetONLINE Redaktion

