Iran-Krieg

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    Ölpreis steigt wieder – Reicht die Mega-Freigabe strategischer Ölreserven nicht?

    Obwohl die größte Freigabe strategischer Ölreserven in der Geschichte geplant ist, wird die 100-US-Dollar-Marke bei den Ölpreisen zeitweise wieder überschritten. Was ist da los?

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    Iran-Krieg - Ölpreis steigt wieder – Reicht die Mega-Freigabe strategischer Ölreserven nicht?

    Obwohl die Internationale Energieagentur (IEA) die größte Notfallfreigabe von Erdölreserven in ihrer Geschichte plant, sind die Ölpreise in die Höhe geschnellt und haben am Donnerstag die Marke von 100 US-Dollar pro Barrel zeitweise überschritten. Dies verdeutlicht die Skepsis der Märkte, ob die Freigabe von Staatsvorräten die durch den Krieg im Nahen Osten verursachten massiven Versorgungsengpässe ausgleichen kann.

    Der Preis für West Texas Intermediate (WTI) stieg um 8,8 Prozent auf 95 US-Dollar, während Brent um 8,88 Prozent auf 100 US-Dollar kletterte. Zuvor hatte die Internationale Energieagentur (IEA) bekannt gegeben, dass 32 ihrer Mitgliedsländer 400 Millionen Barrel Öl aus den Notfallvorräten freisetzen werden – der größte koordinierte Abbau seit der Gründung der Behörde nach dem Öl-Embargo von 1973.

    Die USA haben 172 Millionen Barrel aus ihren strategischen Ölreserven freigegeben. Energieminister Chris Wright gab an, dass die Lieferungen voraussichtlich nächste Woche beginnen und etwa 120 Tage in Anspruch nehmen werden. Trotz dieser Maßnahmen bleibt der Ölmarkt nervös, da viele Marktteilnehmer bezweifeln, dass die Freigabe die Angebotslücke füllen kann, solange die Öltransporte durch die Straße von Hormus gestört bleiben.

    Saul Kavonic, Energieanalyst bei MST Marquee, erklärte gegenüber CNBC, dass der Notfallabzug der IEA nur bis zu einem Viertel der täglichen Angebotslücke von 20 Millionen Barrel abdecken könne, die durch die Blockade der Straße von Hormus entstünde. Dies sei ein Hinweis darauf, wie akut das Risiko einer Ölknappheit sei. Zudem deute sie darauf hin, dass die IEA nicht davon ausgeht, dass der Krieg im Nahen Osten bald zu Ende sein werde.

    Der Zeitrahmen und die Logistik für die Lieferung der 400 Millionen Barrel bleiben jedoch unklar. Branchenexperten bezweifeln, dass die Lieferungen schnell genug eintreffen, um den Markt zu beruhigen. Es könnte bis zu 90 Tage dauern, bis das Öl in nennenswertem Umfang auf dem Markt verfügbar ist – deutlich länger, als die Marktteilnehmer erwarten, die auf eine schnelle Entlastung hoffen.

    Da die strategischen Ölreserven von jedem IEA-Mitgliedsland separat gehalten werden, bringt dies technische und logistische Herausforderungen mit sich. Der Markt bleibt angespannt, da die Nachfrage nach Öl inmitten geopolitischer Unsicherheiten weiter wächst.

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    Autor: Ferdinand Hammer, wallstreetONLINE Redaktion



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    Verfasst vonRedakteurFerdinand Hammer
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