Nächste Partnerschaft
Thinking Machines: Nvidia mit Milliarden-Wette auf Ex-OpenAI-Chefin
Nvidia baut seine Macht im KI-Boom weiter aus. Der Chipriese investiert erneut in das Startup Thinking Machines von Ex-OpenAI-Managerin Mira Murati und liefert künftig Prozessoren für gigantische Rechenzentren.
- Nvidia investiert, liefert Vera-Rubin-Chips...
- Vertrag: Rechenpower braucht 1 Gigawatt (750k)
- Nvidia finanziert Kunden, Kritik; Tinker boomt
- Report: Energiepreisschock - Diese 3 Werte könnten langfristig abräumen!
Der KI-Boom beschert Nvidia immer neue strategische Partnerschaften. Der Chipkonzern investiert erneut in das junge KI-Unternehmen Thinking Machines Lab, das von der früheren OpenAI-Managerin Mira Murati gegründet wurde. Gleichzeitig wird Nvidia die Hardware liefern, mit der das Startup seine Modelle trainieren und betreiben will.
Kern der Zusammenarbeit ist ein mehrjähriger Liefervertrag über kommende KI-Beschleuniger aus der neuen Vera-Rubin-Generation. Diese Hochleistungsprozessoren sollen ab Anfang nächsten Jahres bei Thinking Machines eingesetzt werden und eine gewaltige Rechenleistung bereitstellen. Nach Angaben der Unternehmen entspricht die dafür benötigte Energie mindestens einem Gigawatt – genug Strom, um rund 750.000 Haushalte zu versorgen.
Für Nvidia ist die Partnerschaft Teil einer breiteren Strategie: Der Konzern investiert zunehmend in junge KI-Unternehmen, die gleichzeitig zu wichtigen Kunden seiner Chips werden. Das stärkt die Nachfrage nach Nvidias Hardware, sorgt aber auch für Kritik. Beobachter sehen darin eine Art Kreislaufgeschäft, bei dem der Chipriese indirekt seine eigenen Absatzmärkte finanziert.
Unter Muratis Führung hat Thinking Machines in kurzer Zeit ein hochkarätiges Team aufgebaut. Die ehemalige Technologiechefin von OpenAI holte zahlreiche Experten vom ChatGPT-Entwickler zu ihrem neuen Unternehmen. Im Oktober stellte das Startup mit "Tinker" sein erstes Produkt vor – eine Plattform, mit der Entwickler große Sprachmodelle individuell anpassen können.
Investoren zeigen großes Interesse. Medienberichten zufolge führte Thinking Machines bereits Gespräche über eine neue Finanzierungsrunde mit einer möglichen Bewertung von 50 Milliarden US-Dollar. Erst im Sommer hatte das Unternehmen 2 Milliarden US-Dollar eingesammelt – damals zu einer Bewertung von rund 12 Milliarden US-Dollar.
Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion
Die NVIDIA Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +0,70 % und einem Kurs von 160,4EUR auf Tradegate (11. März 2026, 16:57 Uhr) gehandelt.
