Zahlen raus
RWE plant 20 Milliarden US-Dollar für USA-Expansion
RWE legt starke Zahlen vor und kündigt eine massive Expansion in den USA an, bei der neben erneuerbaren Energien künftig auch Gaskraftwerke eine größere Rolle spielen.
- 17 Mrd€ USA-Invest, Hälfte des Programms 2031.
- Gaskraft für Spitzenlast durch KI-Boom, 22 GW.
- 35 Mrd€ Invest bis2031; Dividende +10% p.a.EPS
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Wie RWE am Donnerstag mitteilte, will der deutsche Energiekonzern bis 2031 rund 17 Milliarden Euro (etwa 20 Milliarden US-Dollar) in den Ausbau seines Geschäfts in den Vereinigten Staaten investieren. Damit entfällt nahezu die Hälfte des gesamten Investitionsprogramms des Konzerns auf den amerikanischen Markt.
Im Mittelpunkt der Strategie steht neben erneuerbaren Energien künftig auch der Bau neuer Gaskraftwerke. Diese sollen insbesondere als flexible Spitzenlastkraftwerke dienen und die Stromversorgung in Zeiten hoher Nachfrage stabilisieren. Hintergrund ist die stark steigende Stromnachfrage in den USA, die vor allem durch den boomenden Ausbau von Rechenzentren und künstlicher Intelligenz getrieben wird.
RWE verfügt derzeit bereits über rund 13 Gigawatt installierte Kapazität in den Vereinigten Staaten. Durch die geplanten Investitionen soll die Kapazität bis 2031 auf rund 22 Gigawatt steigen.
35 Milliarden Euro Investitionen bis 2031
Die US-Expansion ist Teil eines deutlich größeren Wachstumsprogramms. Insgesamt plant RWE zwischen 2026 und 2031 Nettoinvestitionen von rund 35 Milliarden Euro. Ziel ist es, das globale Erzeugungsportfolio des Konzerns um etwa 25 Gigawatt auf rund 65 Gigawatt auszubauen.
RWE erwartet für das Investitionsprogramm eine durchschnittliche Rendite von mehr als 8,5 Prozent. Gleichzeitig soll das bereinigte Ergebnis je Aktie bis 2031 von derzeit 2,48 Euro auf etwa 4,40 Euro steigen. Das entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von rund 12 Prozent.
Starkes Geschäftsjahr 2025 liefert finanzielle Grundlage
Die Expansion folgt auf ein solides Geschäftsjahr 2025. RWE erzielte ein bereinigtes EBITDA von 5,1 Milliarden Euro und lag damit am oberen Ende der eigenen Prognose. Das bereinigte Nettoergebnis erreichte 1,8 Milliarden Euro.
Die Stromproduktion des Konzerns stieg 2025 trotz schwächerer Windverhältnisse in Europa um vier Prozent. Gleichzeitig konnte RWE seine CO₂-Emissionen in der Stromerzeugung um zwei Prozent senken.
Im vergangenen Jahr investierte das Unternehmen brutto 10,8 Milliarden Euro in neue Energieprojekte. Anlagen mit einer Gesamtleistung von 2,8 Gigawatt gingen neu in Betrieb.
Ausblick: Ergebnissteigerung bereits ab 2026 erwartet
Für das laufende Jahr rechnet RWE mit einer weiteren Verbesserung der operativen Ergebnisse. Das bereinigte EBITDA soll 2026 zwischen 5,2 und 5,8 Milliarden Euro liegen. Das bereinigte Nettoergebnis wird in einer Bandbreite von 1,55 bis 2,05 Milliarden Euro erwartet.
Für 2027 prognostiziert der Konzern einen weiteren Ergebnissprung. Das bereinigte EBITDA soll dann zwischen 6,2 und 6,8 Milliarden Euro liegen, während das Nettoergebnis auf bis zu 2,4 Milliarden Euro steigen könnte.
Dividende soll künftig deutlich schneller wachsen
Auch für Aktionäre stellt RWE steigende Ausschüttungen in Aussicht. Für das Geschäftsjahr 2025 schlägt der Vorstand eine Dividende von 1,20 Euro je Aktie vor – ein Plus von zehn Cent gegenüber dem Vorjahr.
Bereits für 2026 plant der Konzern eine weitere Erhöhung um zehn Prozent auf 1,32 Euro je Aktie. Langfristig soll die Dividende jährlich um etwa zehn Prozent wachsen und damit stärker als bisher an die Ergebnisentwicklung gekoppelt werden.
Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion
Die RWE Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -1,04 % und einem Kurs von 53,07EUR auf Lang & Schwarz (12. März 2026, 07:40 Uhr) gehandelt.

