Umsatz und Gewinn sinken
BMW fährt auf Sicht, aber: Bestes Ergebnis der deutschen Autobauer
BMW rechnet in diesem Jahr mit einem moderaten Rückgang des Vorsteuergewinns des Konzerns und stagnierenden Auslieferungen. Grund: Die weltweiten Zölle und das China-Geschäft.
- BMW rechnet mit moderatem Vorsteuerverlust2026
- Zölle und China drücken EBIT-Marge -1,25% 2026
- Lieferungen stagnieren; China-Absatz sinkt2026
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Von den drei großen deutschen Automobilherstellern hat BMW bis jetzt am wenigsten Kratzer auf dem Lack. Imagemäßig hat die Marke sich stark an der Schnittstelle von innovativen Antriebstechnologien, Luxus und praktischer Alltagstauglichkeit etabliert.
Dass BMW nach Zahlen nun auch Mercedes und Volkswagen hinter sich lässt, so wie aktuell beim Ebit, passiert nicht allzu oft.
Aber auch bei dem bayerischen Autohersteller bleiben die Ergebnisse insgesamt unter den Gewinnen und Umsätzen von 2020. Es ist ein inzwischen altes Lied, in das die Branche einstimmt: Zölle und der harte Wettbewerb in China. Denn die Chinesen wittern ihre Chance Marktanteile auf heimischen Boden zu gewinnen; nicht mit Verbrenner-Motoren, aber mit Elektroantrieben.
BMW rechnet in diesem Jahr mit einem moderaten Rückgang des Vorsteuergewinns des Konzerns und stagnierenden Auslieferungen.
Der Gegenwind durch höhere Zölle wird die EBIT-Marge im Automobilsegment im Jahr 2026 um etwa 1,25 Prozentpunkte belasten, teilte der Autobauer am Donnerstag mit und prognostiziert eine Marge im Bereich von 4 bis 6 Prozent nach 5,3 Prozent im Jahr 2025.
Der Konzerngewinn vor Steuern sank im vergangenen Jahr um 6,7 Prozent auf 10,2 Milliarden Euro und wird Prognosen zufolge im Jahr 2026 weiter um 5 bis 9,9 Prozent zurückgehen.
Die Lieferungen sollen auf dem Niveau von 2025 bleiben, einem Jahr, in dem es im Schlüsselmarkt China bereits zu Umsatzrückgängen gekommen ist.
China ist der wichtigste Einzelmarkt der BMW Group. Im Jahr 2025 wurden dort 625.527 Fahrzeuge verkauft, nachdem der Absatz bereits von 826.300 Fahrzeugen im Jahr 2023 auf 715.200 Fahrzeuge im Jahr 2024 zurückgegangen war.
Die Aktie tendiert im frühen Handel am Donnerstag auf rotem Terrain, mit Abschlägen von gut 2 Prozent.
Autor: Krischan Orth, wallstreetONLINE Redaktion
