Warnung vor Verkaufswelle
Arthur Hayes würde aktuell keinen einzigen Dollar in Bitcoin investieren
Der BitMEX-Gründer bleibt kurzfristig skeptisch. Sollte der Iran-Krieg eskalieren, könnten laut Arthur Hayes Aktienverkäufe den Kryptomarkt mitreißen – und Bitcoin unter 60.000 US-Dollar drücken.
- Kurzfristig skeptisch investiere keinen Dollar
- Krieg-Risiko kann Bitcoin unter 60.000 drücken
- Langfristig bullish: Fed-Geld fördert Bitcoin.
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Der BitMEX-Mitgründer und Maelstrom-CIO Arthur Hayes zeigt sich kurzfristig skeptisch gegenüber Bitcoin. Im Podcast Coin Stories erklärte der bekannte Krypto-Investor, dass er aktuell keinen neuen US-Dollar in die Kryptowährung investieren würde. "Wenn ich jetzt 1 US-Dollar zu investieren hätte, würde ich ihn dann in Bitcoin stecken?", fragte Hayes im Gespräch mit Journalistin Natalie Brunell. "Nein, ich würde warten."
Der Grund für seine Zurückhaltung ist vor allem die geopolitische Lage. Sollte sich der Krieg zwischen den USA und dem Iran weiter verschärfen, könnte der Bitcoin-Preis nach seiner Einschätzung erneut deutlich unter Druck geraten. Hayes hält es für möglich, dass die Kryptowährung in diesem Szenario die Marke von 60.000 US-Dollar unterschreitet. "Ich denke, dass sie sich in einer Situation befindet, in der es, je länger dies andauert, zu massiven Verkäufen von Aktien kommen könnte und Bitcoin etwas tiefer fallen könnte", sagte er. "Er könnte die 60.000-Dollar-Marke durchbrechen, was zu einer Kaskade von Liquidationen führen könnte."
Aktuell notierte Bitcoin zuletzt bei rund 70.000 US-Dollar. Gleichzeitig kühlte sich die Stimmung unter Privatanlegern ab: Auf der Plattform Stocktwits wechselte die Einschätzung der Nutzer innerhalb eines Tages von "bullish" auf "neutral".
Trotz seiner kurzfristigen Vorsicht bleibt Hayes langfristig bullish für Bitcoin. Der Investor argumentiert, dass geopolitische Konflikte historisch oft zu expansiver Geldpolitik geführt hätten. In solchen Phasen habe die US-Notenbank regelmäßig Liquidität in den Markt gepumpt."Das ist es, was sie tun, sie haben es bei jedem anderen größeren Konflikt im Nahen Osten getan, zumindest seit ich lebe", sagte Hayes.
Gerade dieses Muster könnte Bitcoin langfristig sogar Rückenwind geben. Je länger der Konflikt andauere, desto größer werde aus seiner Sicht die Wahrscheinlichkeit, dass die Federal Reserve erneut Geld drucken müsse, um die wirtschaftlichen Folgen zu stabilisieren und staatliche Ausgaben zu finanzieren. "Ich denke, je länger dieser Konflikt andauert, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed Geld drucken muss, um die amerikanische Kriegsmaschinerie zu unterstützen", sagte Hayes. "Und dann werde ich Bitcoin kaufen."
Seiner Ansicht nach stärkt diese Dynamik grundsätzlich das Argument für dezentrale Vermögenswerte. "Wenn man sagt, dass Krieg gut für Bitcoin ist, dann sagt man eigentlich, dass Krieg Gelddrucken bedeutet und Gelddrucken gut für Bitcoin ist", erklärte Hayes. "Ich denke, der Bedarf an staatenlosem Geld ist heute größer als 2009, als der Genesis-Block erstellt wurde."
Der Bitcoin-Preis liegt derzeit rund 45 Prozent unter seinem Rekordhoch von mehr als 126.000 US-Dollar im Oktober. Seit Jahresbeginn hat die Kryptowährung knapp 20 Prozent an Wert verloren.
Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion
Bitcoin wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -0,01 % und einem Kurs von 70.196USD auf CryptoCompare Index (12. März 2026, 14:20 Uhr) gehandelt.

