Börse, Baby
Wird jetzt das Ende des Petrodollars eingeleitet?
Die Leitwährung für den Verkauf von Erdöl ist unangefochten der US-Dollar: Bis jetzt. Die USA verteidigen diesen Status. Wird mit der Nahost-Krise dieses System ins Wanken gebracht?
- Petrodollar stützt US-Dollar, weltweit nötig!!
- Ölpreis stark volatil: Brent schwankt 120→85$!
- Yuan im Ölhandel: Test für Petro-Dollar-Exit!!
- Report: Energiepreisschock - Diese 3 Werte könnten langfristig abräumen!
Der Ölpreis bewegt sich volatil. Wurde bei der Sorte Brent in der letzten Woche die Marke von 120 US-Dollar geknackt, so fiel der Preis eben so stark: Getrieben zwischen den Nachrichten. Denn erst gingen Bilder um die Welt, dass iranische Ölvorräte in Flammen aufgingen, dann beschwichtigte US-Präsident Donald Trump, dass der Krieg eigentlich schon vorbei sei. Die Folge: Der Preis droppte auf 85 US-Dollar.
Der Iran versucht den Konflikt auf die Nachbarstaaten und ölproduzierenden Länder auszudehnen: ein Worst-Case-Szenario. Der Preis einer Wirtschaft, bereits gebeutelt durch hohe Energiepreise, sei laut Trump annehmbar, weil dieses Regime gestürzt werde. Aber gibt es eine Strategie?
Auch die Vermutung, dass China geschwächt aus diesem Konflikt hervorgehen würde, weil sie die größten Käufer iranischen Öls waren, verfliegt bei der Tatsache, dass Peking sich auf dem Markt einfach andere Produzenten suchen wird; und da steht in erster Linie Rußland bereit.
Krischan Orth (links) und Ingo Kolf sprechen über den Petrodollar
Da viele den US-Dollar brauchen, um Öl zu kaufen, bleibt die Nachfrage nach dem Greenback beständig hoch. Sollte mit dem Eingreifen der USA dieses System wieder stabilisiert werden?
In dieser Folge von Börse Baby geht es um ein Phänomen, das lange als untypisch galt: Der US-Dollar steigt und der Ölpreis auch. Wir erklären, warum alte Marktregeln nicht mehr zuverlässig greifen, welche Rolle der Petrodollar dabei spielt und weshalb die Entwicklung für die USA langfristig brisant werden könnte.
Autor: Krischan Orth, wallstreetONLINE Redaktion

