US-Kosmetikhändler
Ulta Beauty stürzt nach Zahlen und schwachem Ausblick ab
Der Gewinn lag knapp unter den Erwartungen, auch der Ausblick enttäuschte. Nach den Zahlen hat die Ulta-Beauty-Aktie nachbörslich fast 10 Prozent verloren – obwohl der Kosmetikriese beim Umsatz positiv überraschte.
- Gewinn knapp unter Erwartung; Ausblick schwach.
- Aktie verlor nachbörslich fast zehn Prozent.
- Umsatz über Erwartung, Marge etwas unter Druck
- Report: Energiepreisschock - Diese 3 Werte könnten langfristig abräumen!
Die Ulta-Beauty-Aktie ist nach Vorlage der Quartalszahlen kräftig unter Druck geraten. Im nachbörslichen Handel an der New York Stock Exchange (NYSE) verlor die Aktie zeitweise fast 10 Prozent. Zwar konnte der US-Kosmetikhändler beim Umsatz überzeugen, beim Gewinn blieb er jedoch knapp hinter den Erwartungen zurück. Zudem enttäuschte er die Anleger mit einem vorsichtigen Ausblick für 2026.
Im vierten Geschäftsquartal bis Ende Januar erzielte Ulta Beauty einen Gewinn von 8,01 US-Dollar je Aktie. Analysten hatten im Durchschnitt mit 8,03 US-Dollar gerechnet. Beim Umsatz konnte das Unternehmen dagegen positiv überraschen. Die Erlöse stiegen auf 3,90 Milliarden US-Dollar und lagen damit über den Marktschätzungen von etwa 3,80 Milliarden US-Dollar.
Auch im Gesamtjahr zeigte sich Wachstum. Die Nettoerlöse stiegen um 9,7 Prozent auf rund 12,4 Milliarden US-Dollar. Allein im Schlussquartal legten die Verkäufe im Vergleich zum Vorjahr um 11,8 Prozent zu. Allerdings litt die Bruttomarge leicht. Das Unternehmen führte dies auf höhere Fixkosten sowie eine geringere operative Hebelwirkung zurück. Verbesserungen in der Lieferkette und geringere Lagerverluste konnten diesen Effekt nur teilweise ausgleichen.
Für das laufende Geschäftsjahr 2026 bleibt Ulta dennoch vorsichtig. Das Management rechnet mit einem Umsatzwachstum von 6 bis 7 Prozent. Der Gewinn je Aktie soll zwischen 28,05 und 28,55 US-Dollar liegen. Der Mittelwert dieser Prognose liegt leicht unter den Erwartungen der Analysten.
Auch bei der Prognose für das Umsatzwachstum auf vergleichbarer Basis zeigt sich der Konzern zurückhaltend. Hier stellt Ulta ein Plus von 2,5 bis 3,5 Prozent in Aussicht. Damit liegt die Unternehmensprognose am unteren Rand der Analystenerwartungen, die im Durchschnitt mit einem Plus von etwa 3,5 Prozent gerechnet hatten.
Unternehmenschefin Kecia Steelman betonte, dass der Konzern auch künftig auf neue Produkte, eine stärkere Kundenansprache und effizientere Abläufe setzen werde, um das Wachstum zu sichern. Der Bericht ist zudem der erste seit dem Amtsantritt von Finanzchef Christopher DelOrefice Anfang Dezember.
Vor dem jüngsten Rückschlag hatte sich die Aktie in diesem Jahr noch besser entwickelt als der US-Leitindex S&P 500 und seit Jahresbeginn rund 3,3 Prozent zugelegt. Der vorsichtige Ausblick zeigt jedoch, dass auch im Beauty-Sektor die wirtschaftlichen Risiken zunehmend spürbar werden.
*ab 500 Euro Ordervolumen, zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen
Autor: Ferdinand Hammer, wallstreetONLINE Redaktion

