Asien-Börsen fallen

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    Zwei Wochen Iran-Krieg belasten Kospi und Nikkei

    Der seit 14 Tagen andauernde Iran-Konflikt drückt Asiens Börsen, während die Drohung einer Hormus-Blockade die Ölpreise treibt und Rezessionsängste schürt.

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    Asien-Börsen fallen - Zwei Wochen Iran-Krieg belasten Kospi und Nikkei

    Die asiatischen Finanzmärkte haben am Freitag deutlich nachgegeben, während der Konflikt zwischen den USA und Iran die 14 Tage erreicht. Investoren reagierten nervös auf neue Drohungen aus Teheran, die Straße von Hormus dauerhaft blockiert zu halten.

    Ölpreis schießt nach oben

    Der Ölmarkt steht im Zentrum der aktuellen Turbulenzen. Nachdem Iran angekündigt hatte, die Straße von Hormus weiterhin zu blockieren und gleichzeitig Angriffe auf regionale Energieinfrastruktur intensiviert wurden, sprang der Ölpreis kräftig an.

    Washington versucht derweil, die Märkte zu beruhigen. US-Präsident Donald Trump erklärte, höhere Ölpreise könnten den Vereinigten Staaten als größtem Ölproduzenten sogar zugutekommen. Gleichzeitig betonte er jedoch, dass das zentrale Ziel der US-Regierung darin bestehe, Iran an der Entwicklung von Atomwaffen zu hindern.

    US-Finanzminister Scott Bessent kündigte zudem an, dass Washington vorübergehend den Kauf bereits auf See befindlichen russischen Rohöls erlauben könnte, um die Energiemärkte zu stabilisieren.

    Asiatische Aktienmärkte unter Druck

    Die Nervosität spiegelte sich deutlich an den Aktienmärkten wider.

    Der südkoreanische Kospi-Index fiel um 1,3 Prozent auf etwa 5.510 Punkte. Der Won schwächte sich auf knapp 1.490 pro US-Dollar ab und näherte sich damit seinem schwächsten Niveau seit der Finanzkrise 2009.

    In Japan gab der Nikkei 225 um 1,42 Prozent auf rund 53.700 Punkte nach, während der breiter gefasste Topix etwa 1 Prozent verlor. Besonders stark belastete ein Kurssturz bei Honda Motor: Die Aktie brach um mehr als sechs Prozent ein, nachdem der Autohersteller erstmals seit fast sieben Jahrzehnten einen Jahresverlust infolge hoher Restrukturierungskosten prognostiziert hatte.

    Der japanische Yen notierte derweil bei 159,4 Yen pro US-Dollar, nahe seinem schwächsten Niveau seit Mitte 2024.

    China und Hongkong uneinheitlich

    In China hielten sich die Verluste bislang in Grenzen. Der Shanghai Composite Index gab leicht um 0,13 Prozent auf etwa 4.129 Punkte nach und steuert damit auf eine weitgehend unveränderte Wochenbilanz zu.

    Investoren warten nun auf wichtige Konjunkturdaten für Januar und Februar, darunter Zahlen zur Industrieproduktion, Einzelhandelsumsätzen sowie zur Arbeitslosenquote. Diese werden in der kommenden Woche erwartet.

    Der Hang Seng Index in Hongkong fiel am Freitagmorgen um 0,56 Prozent auf 25.495 Punkte und verzeichnete damit bereits den dritten Rückgang in Folge.

    Indien erlebt massive Kapitalabflüsse

    Besonders deutlich traf die Risikoaversion den indischen Aktienmarkt.

    Der Sensex-Index fiel um 1,16 Prozent auf unter 75.416 Punkte und erreichte damit den niedrigsten Stand seit April 2025. Es war bereits der dritte Handelstag in Folge mit Verlusten.

    Ausländische Investoren zogen allein im März rund 49 Milliarden US-Dollar aus indischen Aktien ab – der größte Kapitalabfluss seit Anfang 2025.

    Zugleich sorgt steigende Inflation für zusätzlichen Gegenwind: Die Verbraucherpreise in Indien legten im Februar um 3,21 Prozent zu und erreichten damit ein Elfmonatshoch, nachdem sie im Januar noch bei 2,74 Prozent gelegen hatten.

    Rezessionssorgen nehmen zu

    Mit steigenden Ölpreisen wächst auch die Angst vor einer globalen wirtschaftlichen Abschwächung.

    Auf der Prognoseplattform Kalshi stieg die geschätzte Wahrscheinlichkeit, dass die US-Wirtschaft noch in diesem Jahr in eine Rezession rutscht, auf 32 Prozent – der höchste Wert seit Jahresbeginn.

    Zugleich richten sich die Blicke der Märkte auf wichtige US-Inflationsdaten. Ökonomen erwarten, dass der PCE-Preisindex im Januar um 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist. Die Kernrate könnte laut Prognosen auf 3,1 Prozent beschleunigt haben.

    Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion



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    Verfasst vonRedakteurPascal Grunow
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