Sell the rip, baby

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    S&P 500 fällt auf tiefsten Stand seit November nach heftigem Ausverkauf

    Die US-Aktienmärkte erlebten am Donnerstag einen starken Abverkauf, wodurch der S&P 500 auf sein niedrigstes Niveau seit November fiel. Wo ist jetzt der Boden?

    Für Sie zusammengefasst
    Sell the rip, baby - S&P 500 fällt auf tiefsten Stand seit November nach heftigem Ausverkauf

    Der Dow Jones Industrial Average verlor mehr als 700 Punkte, auch der Nasdaq Composite gab um 1,8 Prozent nach, da die Anleger auf steigende Ölpreise und die weiterhin angespannte Lage im Nahen Osten reagieren.

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    Ein Grund für den starken Abverkauf ist das Durchbrechen der 100-US-Dollar-Marke von Rohöl (Brent); auch die Sorte WTI nähert sich beharrlich diesem Preis. 

    Der plötzliche Rückgang weckte neue Sorgen über Inflation und Zinssätze. Denn am Mittwoch tagt die Federal Reserve (Fed) und entscheidet über den US-Leitzins. Obwohl die jüngsten Inflationsdaten darauf hindeuten, dass das Preiswachstum unter Kontrolle ist, spiegeln sich die Auswirkungen des seit 13 Tagen andauernden Krieges gegen den Iran und des daraus resultierenden Preisanstiegs bei Rohöl noch nicht in den Daten wider.

    Daher ist anzunehmen, dass die Fed den Leitzins nicht senken, sondern wahrscheinlich belassen wird. Das kappt zunächst den KI-Trade; und die globale Wirtschaft muss noch die Folgen eingepreisen.


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    Sell the rip, baby

    Auch wenn sich nach panikartigen Verkäufen häufig eine kurzfristige Entspannung einstellt, so ist zu beobachten, dass Anstiege immer wieder abverkauft werden. Daher ist von einer Erholung oder Stabilisierung des Marktes keine Rede. Dieser Vorgang nennt sich: "Sell the rip". Anstiege werden gnadenlos wieder abverkauft, da die mittelfristige Erwartung bearish ist. 

    Momentan liegt der S&P 500 rund 5 Prozent unter seinem All-Time-High, und auf dem tiefsten Stand seit November. Und der Index liegt vergleichsweise nah an dem Durchschnitt historischer Krisen. Während des Golfkrieges 1990 fiel der S&P 500 um rund 10 Prozent, im Folgejahr legte er 20 Prozent zu. Der historische Abverkauf vergleichbarer Krisen hat den Index im Schnitt um 4,6 Prozent gedrückt. 

    Der aktuelle Rückgang liegt ziemlich genau im historischen Durchschnitt für geopolitische Konflikte.

    Die Volatilität bleibt aber hoch, denn die Märkte sind nach wie vor mit geopolitischen Risiken und wirtschaftlicher Unsicherheit konfrontiert.

    Daher gleicht "buy the dip" jetzt dem Griff ins berühmte fallende Messer.

    Autor: Krischan Orth, wallstreetONLINE Redaktion

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    Verfasst vonRedakteurKrischan Orth
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