Community Rückblick
BNTX Personalie: „Das ist der Worst Case, mit dem absolut nicht zu rechnen war"
Nach dem angekündigten Rückzug der BioNTech Gründer Şahin und Türeci, sowie schwachen Jahreszahlen 2025 rutschte die Aktie ab. Auf wO diskutieren Anleger nun intensiv über Strategie, Vertrauen und Einstiegschancen.
Nach den heftigen Kursturbulenzen zu Wochenbeginn rückt die Aktie der BioNTech SE wieder verstärkt in den Fokus der Anleger auf wallstreetONLINE. Auslöser der jüngsten Bewegung war eine überraschende Personalentscheidung an der Unternehmensspitze: Die beiden Mitgründer Uğur Şahin und Özlem Türeci kündigten am 10. März an, ihre operativen Rollen bei BioNTech perspektivisch aufgeben zu wollen, um sich künftig wieder stärker der Grundlagenforschung zu widmen.
Die Nachricht sorgte am Markt für erhebliche Verunsicherung – zeitweise geriet die Aktie deutlich unter Druck. Zeitgleich veröffentlichte das Unternehmen ebenfalls am 10. März seinen Jahresabschluss für 2025. Die Zahlen verdeutlichen den weiterhin schwierigen Übergang nach dem Ende des Pandemie-Booms: Während die Umsätze mit COVID-19-Impfstoffen weiter zurückgehen, investiert BioNTech massiv in den Ausbau seiner Onkologie-Pipeline und anderer mRNA-basierter Therapien.
Die Kombination aus strategischem Führungswechsel und schwächeren Geschäftszahlen führte zu einer spürbaren Reaktion an der Börse. Am Tag der Ankündigungen rutschte der Kurs deutlich ab und löste unter Anlegern eine neue Debatte über die zukünftige Entwicklung des Unternehmens aus (wallstreetONLINE berichtete).
Entsprechend lebhaft wird nun auch im BioNTech-Forum auf wallstreetONLINE diskutiert. Viele Nutzer beschäftigen sich dabei mit der Frage, wie stark der angekündigte Rückzug der Gründer das Vertrauen in die langfristige Strategie beeinflussen könnte – und ob der jüngste Kursrückgang möglicherweise eine Einstiegschance darstellt. Hier einige Stimmen aus der wO-Community:
Ssb_security: "Biontech Gründer verlassen Biontech 🙄 Das dürfte sich für das Unternehmen verheerend auswirken."
darauf HarryHurtig: "Warum sollte sich das verheerend auswirken? Beide bleiben Anteilseigner und sie haben das Unternehmen bisher auf solide Beine gestellt. Als Bill Gates Microsoft "verlassen" hat, ist das Unternehmen weiterhin seinen erfolgreichen Weg gegangen!
Ich weiterhin von Idee und von den kommenden Produkten von Biontech überzeugt und bleibe dabei!"
darauf trustone: "Trotzdem ist das erstmal alles andere als Vertrauensbildend............
und auf den ersten Blick kaum nachzuvollziehen. Vor allem warum wollen die nun neue Technologien ausserhalb von Biontech entwickeln, viele Anleger waren genau wegen dieser beiden Personen hier
investiert."
mcmitti: "Das ist der Worst Case mit dem absolut nicht zu rechnen war."
Greenhorn1998: "Das ist erst einmal keine gute Nachricht - entsprechend wird es quittiert an der Börse. Ich bin gespannt, was hierzu noch zu erfahren ist im Laufe des Tages. An den Aussichten und an der Pipeline ändert es nichts. Die WiWo schreibt, Biontech werde an dem neuen Unternehmen eine Minderheitsbeteiligung erhalten und entsprechende Rechte und mRNA-Technologien einbringen. Ich hoffe sehr auf entsprechende Verflechtungen."
questionmark: "Das ist jetzt DIE Einstiegschance, wenn man an die Transformation zu einem gestandenen Pharmaunternehmen glaubt. U&Ö sollen das machen, was sie richtig gut können und ein neuer CEO soll BNT profitabel machen."
darauf paxton14: "Sie sind keine Unternehmer sondern Forscher!"
Ssb-security: "Puuuuuuuuh, ich bin die gerade noch für 83,17 los geworden. Das dürfte noch ein Schlachtfest werden."
Badgl: "Die Zahlen sind jetzt auch da und dazu das Unternehmensupdate... aus meiner Sicht keine Überraschungen, also auch keine negativen. Erster Zulassungsantrag ist in Sicht, was aber auch schon länger klar ist (BNT 323): "BioNTech und DualityBio planen, vorbehaltlich der Rückmeldung der FDA, im Jahr 2026 einen Zulassungsantrag (Biologics License Application, „BLA“) einzureichen." "
Sailer2020: "So....jetzt wissen wir offenbar, warum die BioNTech Gründer in den letzten Monaten so viele Aktien verkauft haben. Das Rätsel scheint gelöst. Keine neue Yacht, keine neue Villa, sondern eine neue Firma. Für mich fühlt sich das im ersten Moment schmerzhaft an. Ich weiß ehrlich gesagt noch gar nicht, wie ich mit dieser Nachricht umgehen soll. Zwei Jahre Wachstumsgeschichte nach Corona wirken damit auf einen Schlag ausradiert. Jetzt müssen Zahlen, Daten und Fakten kommen. Ich bin gerade einfach sprachlos. Fast schon menschlich enttäuscht.
Ich frage mich ernsthaft, warum man eine mRNA Forschung nicht weiterhin unter dem BioNTech Logo betreiben kann. Man hätte den Vorstand abgeben und sich vollständig auf die Forschung konzentrieren können. Möglichkeiten gäbe es viele. Aus meiner Sicht ist das eine der schlechtesten Entscheidungen."
darauf aktiensindcool: "Viele Fragen, aber warten wir doch mal einen Moment ab. Anscheinend wird sich BioNTech an der neuen Firma beteiligen und eine Kooperation ist ausschließlich erwünscht. Weiterhin bin ich gespannt, wer der neue CEO wird. Das kann auch eine Chance für den nächsten Schritt sein. Gerade, wenn eine Person mit Erfahrung kommt, die den Laden auf maximale Wirtschaftlichkeit drillt."
User137: "Charttechnisch aktuell ganz gefährlich...fällt die 72 wird ein neues 5 Jahrestief generiert, was einen Kursrückgang bis auf 55€ bedeuten könnte...Substantiell ändert dieser Rücktritt an der Firma natürlich nichts..aber was ist an der Börse schon logisch...Ein Vertrauensverlust ist es alle mal und auch das ist nicht zu unterschätzen..."
Repmac1965: "Evtl ist das sogar ganz gut so. Die Gründer suchen eher Erfolge in der Forschung, Bilanztechnisch interessieren die sich eher wenig. Wenn jetzt jemand übernimmt, der die Forschungserfolge mit gutem Marketing verknüpft sehe ich dem sehr positiv entgegen."
Aufschwungost: "mRNA ist doch der Grund warum die Bewertung so hoch war wie sie ist. Cash kann schnell verbrannt werden. Für mich ist mit der Ausgliederung der Investmentcase hier weg. Tschüß."
FranzGans: "Einfach unglaublich sinnvoll, diesen Schritt zu gehen: BioNTech konzentriert sich auf die Studien in den späten Phase und hat kein Risiko durch neue Studien
mit neuen Verfahren/Methoden, die auch komplett nach hinten losgehen können - aber vor allem erst einmal viel Geld kosten! Und die Sahins können sich (mit ihrem Vermögen - btw: ist das
auch die Erklärung für ihre Verkäufe in den letzten Monaten) ihren Lebensraum erfüllen, weiter forschen, gegebenenfalls mit komplett neuen Ansätzen, erfolgreich sein- vielleicht aber auch einfach
nur Geld verbrennen weil sie es können! Für biontech eine Risiko- und Kosten Reduktion.
Und durch das Netzwerk und die weiterhin bestehende Verbindung (bleiben größter Eigner!!!) zu Bntx sollte es für ,unser‘ Unternehmen nicht schlecht sein! (Wenn der Schock erstmal verdaut
ist) Die Kurs Reaktion ist überzogen! Am operativen hat sich nichts verändert - Zulassungen sind in Vorbereitung
Das ist die Chance das Unternehmen mit allen tollen Möglichkeiten marktgerechter aufzustellen und zu führen. Imho absolut pro Aktionäre diese Entscheidung! (Sonst wären beide Gründer raus und
würden an Investoren wie black Rock o.ä. verkaufen!)"
darauf Aktiensindcool: "Die Gründer werden ihre Anteile halten. BioNTech ist mit der Pipeline auf Kurs. BionTech wird der neuen Firma gewisse Patente zur Nutzung geben, dafür wird BionTech bei Erfolg über die Beteiligung Geld verdienen. Ja, es ist eine sehr überraschende Nachricht. Aber das wird die Welt nicht umhauen."
No_Nickname: "Dass die Ratten das sinkende Schiff verlassen, - soweit würde ich jetzt nicht gehen. Aber dass ein guter CEO die halbe Miete ist, das weiß man. Gerade bei BNTX, wo alles mit Unsicherheiten behaftet ist, waren doch die Gründer der Fels in der Brandung !!!
Psychologisch einer der schlechtesten gemachten Bekanntgaben ever."
Yok: "Au weia! Die beiden hatten als Gründer, wissenschaftliche Köpfe und Hauptanteilseigner alle Möglichkeiten, in der Firma Biontech alles zu realisieren, was sie wollten. Selbst bei neuen Hochrisiko-Forschungsprojekten hätten sie freie Hand gehabt und nahezu unlimited Budget. Warum man dann geht, ist von aussen schwer zu erahnen, aber mir stellt sich das als ein schwerer Schatten über Biontech dar. Sehr schade."
El_Matador: "Wenn Rechte und Technologien in das Startup transferiert werden und BioNTech Lizenzeinnahmen erhält, wird BioNTech eigentlich entkernt. Da sollte mittelfristig ein noch viel grösserer Kursabschlag erfolgen. Ist die mRNA Onkologiephantasie damit ueberhaupt noch in BioNTech enthalten?"
darauf tannery: "Du kannst als CEO dein altes Unternehmen nicht einfach beklauen."
Wienfahrt: "...die Aktie hat einen Cash Bestand von 17,2 M., eine Kapitalisierung von ca. 18 M., der Umsatz soll dieses Jahr die Kosten reinbringen...da erscheint mir der Absturz doch ziemlich übertrieben...das ganze Know-How und die bisherige Forschung wird mit Null Euro bewertet..."
Blaucuranda: "Wer glaubt, dass eine 17-Milliarden-Euro-Firma ihre Phase-3-Studien verliert, nur weil die Gründer wieder ins Labor gehen, sollte lieber Sparbuch machen. 2026 kommen 7 Daten-Updates, die über Milliarden-Märkte entscheiden – das ist Biotech-Business, keine One-Man-Show. Leute, werdet wach! Die Patente kleben nicht an Şahins Schuhsohlen. BioNTech ist eine Multi-Milliarden-Euro-Maschine, die gerade von 'Forschung' auf 'Verkauf' umschaltet. Die Gründer gehen in die nächste Entwicklungs-Stufe, während die Firma die Ernte der letzten 10 Jahre einfährt. Wer jetzt wegen einer Personalie verkauft, schenkt den Profis sein Geld."
Sailer2020: "Ich habe jetzt eine Stunde darüber nachgedacht, nachdem ich mit dem Hund unterwegs war. Fakt ist, dass die Gründer natürlich Zugriff auf sehr viel Wissen, Informationstechnologie und Patente haben. Aus meiner Erfahrung ist es normalerweise so, dass man nach dem Verlassen eines Unternehmens aus einer solchen Position für längere Zeit in diesem Bereich gesperrt ist. Gerade wegen des möglichen Wissenstransfers.
Deshalb ist es mir ehrlich gesagt ein Rätsel, wie das in diesem Fall funktionieren soll, ohne dass es irgendwann zu Klagen aus Aktionärsstrukturen kommt. Für mich bleibt das alles schwer nachvollziehbar."
Irsei_Tschaisse: "Da scheint gehörig was schief zu laufen. Sieht für mich nach einem massiven inneren Zerwürfnis aus. Anscheinend haben die Gründer keine Rückendeckung mehr beim Rest der Belegschaft. Niemals sonst würde ein Gründer, Vorstand und Großaktionär sein eigenes Unternehmen verlassen. Forschen könnte er nämlich auch einfach so weiterhin in seinem Laden. Müsste einfach nur seinen Vorstandsposten abgeben."
darauf Mammuste: "Aber vielleicht hat der "Forscher" einfach kein Bock auf das ganze Drumherum als CEO an der Börse."
darauf Irsei_Tschaisse: "Müsste einfach nur seinen CEO-Posten abgeben, dann hätte er wieder Zeit zu forschen. Stattdessen möchte er aber ein neues Unternehmen gründen, also auch wieder CEO-Arbeit und gleichzeitig forschen. Macht überhaupt keinen Sinn."
HeyBen: "Das hier steht bei Comdirect: "Geplant ist laut Biontech, Rechte und mRNA-Technologien in das neue Unternehmen einzubringen. Im Gegenzug bekomme Biontech eine Minderheitsbeteiligung an der neuen Firma sowie Lizenzgebühren. Auch seien Meilensteinzahlungen vereinbart worden, Biontech wird also bei Erreichen bestimmter Entwicklungsschritte Geld von dem neuen Unternehmen erhalten. Eine bindende Vereinbarung hierzu soll bis Ende des ersten Halbjahres 2026 abschlossen werden, erklärte Biontech." Was ist Biontech denn dann noch? lol. Ein Exitscam par excellence. Das die Aktionäre dem überhaupt nicht zustimmen müssen, dass der CEO diese Technologien einfach mitnimmt. Das ist m.E.n. schwer geschäftsschädigend..."
Sailer2020: "Ich war immer ein großer BioNTech Fan, vor allem wegen der mRNA Forschung und der Gründer. In meinem Fall war meine Überzeugung besonders stark mit Sahin
verbunden.
Deinen Gedanken, dass hier möglicherweise Platz für eine stärkere Kommerzialisierung geschaffen wird, kann ich durchaus nachvollziehen. In diesem Punkt sehe ich es ähnlich. Wenn die Gründer im
Unternehmen geblieben wären und sich dort wieder stärker auf Forschung konzentriert hätten, hätte ich das sogar als sehr positiv bewertet.
Was mich jedoch wirklich irritiert, ist die Gründung einer eigenen Firma außerhalb von BioNTech. Wer garantiert mir, dass Sebastian Kreiter und Sierk Pötting nicht ebenfalls dorthin wechseln. Und
vor allem stellt sich für mich die Frage, ob die mRNA Forschung weiterhin in der bisherigen Form bei BioNTech bleibt oder ob sich der Fokus künftig stärker auf Immunrezeptoren verschiebt.
Die gesamte Kommunikation von BioNTech wirkt in dieser Situation leider wieder einmal sehr unglücklich. Verkaufen werde ich meine Aktien jetzt nicht, weil ich grundsätzlich nicht aus einer
emotionalen Reaktion oder in einer Paniksituation heraus handle. Trotzdem hat mich diese Entwicklung spürbar getroffen.
Ich hatte mich eigentlich sehr auf dieses Jahr gefreut und zumindest auf eine deutliche Gegenbewegung im Kurs gehofft, begleitet von guten Nachrichten. Stattdessen sehen wir zunächst einmal einen
Rückgang von rund zwanzig Prozent. Ich hoffe sehr, dass es dabei bleibt und nicht noch schlimmer wird. Angesichts des hohen Cash Bestands kann ich mir das zwar schwer vorstellen, aber der Dämpfer
ist im Moment groß. Ich versuche zwar, auch positive Aspekte zu erkennen.... suche aber noch!!!!"
RealJoker: "Sahin ist Wissenschaftler und sich sich nie um den Aktienkurs gekümmert. Aber jetzt die Patente mitzunehmen gegen eine Minderheitsbeteiligung, deren Wert fraglich ist, ist schon ein starkes Stück. Ab jetzt haben die Gründer kein so großes Intersse mehr am geschäftlichen Erfolg von Biontech, die restlichen 15 % Anteile verschwinden auc nach und nach. Der Absturz ist sogar begründet...
Geplant ist laut Biontech, Rechte und mRNA-Technologien in das neue Unternehmen einzubringen. Im Gegenzug bekomme Biontech eine Minderheitsbeteiligung an der neuen Firma sowie Lizenzgebühren.
Das klingt wie in einem schlechten Roman. Die plündern das Unternehmen regelrecht aus.
Da werden sich wohl einige Investoren rechtliche Schritte überlegen (müssen).
Eine unglaubliche Aktionärsschädigung!"
darauf Ares007: "Das sehe ich vollständig anders. Aktuell ist nicht mal die Aussicht auf Erfolg in den Pipelines, im Kurs eingepreist. Die sollen aber alle im alten Unternehmen verbleiben. In Zukunft gibt es schließlich Meilensteinzahlungen und es sollen Beteiligungen an der neuen Firma im Raum stehen. Das sieht meines Erachtens gar nicht wie ausplündern aus…."
darauf RealJoker: "Eine Minderheitsbeteiligung am neuen Unternehmen. Und wer sagt, was die wert ist?! Für mich eindeutig geschäftsschädigend. Der Markt sieht es übrigens
genauso, daher - 20 %.
Ich vermute, Biontech lässt sich auf dieses nachteilige Geschäft nur ein, weil man ansonsten befürchtet, die Rechte werden sowieso in der neuen Firma genutzt und man wird zahlreiche Prozesse
führen. Wer das hier schönredet, hat leider nichts verstanden...."
Auschwungost: "Die CORONA Gewinner ziehen weiter und nehmen den Profit mit als Startkapital für einen Neuanfang. Wie gesagt mein Investmentcase wurde torpediert. VK steht und Kurs liegt schon drunter....Mist, bleibt wohl wieder ein Verlust."
RealJoker: "Es geht immer um Wahrscheinlichkeiten an der Börse. Aktionäre fragen sich, wie wahrscheinlich ist es, dass das Geschäftsmodell funktioniert, Umsatz und Gewinn gesteigert werden können etc. Wenn hier die 2 Gründer gehen und Rechte quasi ins neue Unternehmen mitnehmen, dann stellt sich die Frage: ist die Wahrscheinlichkeit für den wirtschaftlichen Erfolg von Biontech nun größer und kleiner . Die Börse hat bereits eine Antwort darauf gefunden."
Druidej: "Ich bin hier mal sehr klein eingestiegen. Der Kurs ist unter dem Buchwert. Ich kann die Aufregung verstehen, aber die 20% Minus sind doch deutlich übertrieben. Sahin und Türici sind mMn die besseren Wissenschaftler als Unternehmensführer, von daher ist die Abspaltung nicht uninteressant. Sie halten 15% an Biontech und Biontech hält Anteile an der neuen Firma und man kooperiert. Ist ja nicht so, dass Biontech mit dem Vierzehnfachen Buchwert bewertet wäre wie Tesla. Wenn da der CEO mal abspringt, wäre die Aktie wohl keine 10% vom Wahnsinnskurs mehr wert. Hier ist wohl viel Frust da wegen der Kursentwicklung seit 2023, das mag die Bewertung heute emotionalisieren und verzerren."
Songbird: "Man macht Kasse, steigt aus und sucht das Weite. Gleichzeitig fährt man den Aktienkurs gegen die Wand. BioNTech sehe ich nun in einer Reihe mit Evotec. BioTech in Deutschland - zum Vergessen. Moderna hat BioNTech schon überholt. Der Gau mit schlechten News folgt vielleicht noch die nächsten Wochen. Ich werde nicht zu- oder nachkaufen, ist mir viel zu gefährlich in dieses fallende Messer zu greifen."
Nokery: "BioNTech ist einfach keine Forscherbude mehr und dazu noch börsennotiert mit quengelnden Investoren.
Das jetzt die Grundlagenforschung die Bilanzen weniger belastet und man voll auf die Kommerzialisierung und den Vertrieb geht, ist doch nur logisch und bei umsatzorientierten Aktionären nur willkommen.
Als CEO braucht BioNTech jetzt solche wie bei Pfizer, BMS, etc., die betriebswirtschaftlich denken und wissen, wo und wie man Geld verdient. Eigentlich passiert gerade genau das, was alle Aktionäre seit längerem forderten.
Gleichzeitig bekommen Sahin/Türeci wieder ihre Freiheit ohne AG-Zwänge zurück, um das zu machen, was sie am besten können... nämlich forschen und wagen unter BioNTechs Beteiligung und Mithilfe. Win/Win für alle Seiten, wenn der erste Rauch verflogen ist imo."
Greenhorn1998: "Die Start up-Fantasie ist jedenfalls raus. Die Fantasie, die Gründer könnten irgendwann das nächste "große Ding" präsentieren. Das können sie natürlich weiterhin, nun aber nicht mehr für BioNTech, gleichwohl man dort profitieren würde. Was ist BioNTech nun also? Das weiß man nicht so genau, und deswegen der Absturz beim Kurs. So sehe ich das.
Ich bin ebenfalls verunsichert, was "einbringen" bedeutet - verstehe das aber so, dass alles bei BNTX verbleibt."
Gruenspan59: "Biontech wird ausgeschlachtet und eine quasi leere Hülle verbleibt, so habe ich das raus gelesen. Man bin ich sauer, welch ein Scheißladen"
Wobiker: "Für mich sieht das nach geplanter Insolvenz aus. Schulden macht Biontech, die neue Firma wird engagiert um Geld dorthin zu verschieben. Was übrig bleibt ist ein Konzern der irgendwann am A. ist. So kommt man später auch um Abfindungen für Mitarbeiter, Entlassungen, Betriebsrenten usw. drumherum. Die Firma wird liquidiert. so was ähnliches habe ich beim letzten Arbeitgeber erlebt. ich will nicht den Teufel an die Wand malen aber das könnte ein Szenario sein."
darauf Gruenspan59: "Rechte und Technologien gehen an neues Unternehmen. Geplant ist laut Biontech, Rechte und mRNA-Technologien in das neue Unternehmen einzubringen. Im Gegenzug bekomme Biontech eine Minderheitsbeteiligung an der neuen Firma sowie Lizenzgebühren. Auch seien Meilensteinzahlungen vereinbart worden, Biontech wird also bei Erreichen bestimmter Entwicklungsschritte Geld von dem neuen Unternehmen erhalten. Eine bindende Vereinbarung hierzu soll bis Ende des ersten Halbjahres 2026 abgeschlossen werden, erklärte Biontech.
Was noch bleibt ist die Produktio und Vermarktungder möglichen Phase 3 Produkte, Forschung ist dann so gut wie weg. Ich frahe mich nur wie das möglich ist dass der Sahin die Bude leer räumt ???"
Irsei_Tschaisse: "Das Problem ist: dieser ganze Deal ist komplett intransparent. Die eigentlichen Ziele und Motive werden nicht offen kommuniziert. Keiner weiß, was die Hintergründe sind. Und die beiden Gründer geben sich naiv und erzählen davon, das sie doch eigentlich nur forschen wollen...... aber: WOZU dann eine neue Firma? Dass hier alle im Unklaren gelassen werden ist kein gutes Zeichen...."
El_Matador: "Ich glaube nun dass es vielleicht doch nicht so schlimm ist wie ich erst befürchtete. In der Presseerklaerung steht dass die klinische Pipeline von dem neuen Unternehmen unberührt ist. Das ist doch das womit möglicherweise in den nächsten Jahren das Geld verdient wird. Die beiden wollen an dem arbeiten, was eventuell sehr langfristig danach kommt. An der mittelfristigen Phantasie dürfte sich insofern erstmal nicht sehr viel verändert haben."
Sailer2020: "Die ersten Wunden sind inzwischen ein wenig geleckt und ein positiver Gedanke kommt mir langsam auch wieder. Mein Investmentcase bei BioNTech war immer stark
an Sahin gebunden. Er war für mich der zentrale Grund, dort investiert zu sein. Jetzt stellt sich heraus, dass er sich erst einmal zurückzieht. Das ist natürlich ein Einschnitt.
Aber die entscheidende Frage ist eigentlich eine andere. Wenn ich BioNTech heute noch nicht in großen Stückzahlen im Depot hätte, würde ich die Aktie zum aktuellen Kurs kaufen?
Meine ehrliche Antwort ist ja. Genau deshalb kann ich sie auch weiterhin halten.
Und ein zweiter Gedanke kommt noch dazu. Egal wie man zu Sahin steht, ihr wisst, ich sehe ihn grundsätzlich sehr positiv. Als klassischer Börsen CEO war er allerdings nie wirklich gemacht. Für ihn
stand immer die Forschung an erster Stelle und nicht der Kapitalmarkt.
Jetzt, wo möglicherweise neue Medikamente in den nächsten ein bis zwei Jahren vor der Zulassung stehen, könnte es sogar hilfreich sein, wenn jemand an die Spitze kommt, der stärker aus der
Pharmabranche oder aus dem Management kommt. Vielleicht jemand, der Erfolge anders kommuniziert und auch für uns Aktionäre eine andere Dynamik in die Bewertung bringt.
Es ist also durchaus denkbar, dass sich dieser Wechsel rückblickend sogar als positiv herausstellt. Auch wenn es sich im Moment eher wie ein schmerzhafter Stich anfühlt."
Wir hoffen, dass Ihnen dieser kurze Überblick über die Meinungen der wO-Community zur aktuellen Lage bei der der BioNTech SE gefallen hat oder vielleicht sogar hilfreich für Ihre Anlagestrategie ist. Wenn Sie auch Ihre Ansichten zu Finanzen, Geldanalge und Wirtschaft teilen möchten, dann würden wir uns freuen, wenn Sie sich auf wallstreetONLINE anmelden und an der Diskussion teilnehmen würden.
Viel Erfolg an der Börse und viel Spaß auf wallstreetONLINE wünscht
Ihr Hardy Schilling, Head of Community

