Börsen starten im Grünen
US-Wirtschaft schwächelt: Konsum steigt kaum, Inflation bleibt hartnäckig
Die US-Konsumausgaben stagnieren im Januar, während die Inflation stark bleibt: Wie der Iran-Konflikt die US-Wirtschaft belasten könnte und warum der Arbeitsmarkt weiterhin fragil ist.
- Konsumausgaben stagnieren KernPCE steigt stark
- BIP-Wachstum Q4 deutlich nach unten korrigiert
- IranKonflikt treibt Preise Arbeitsmarkt fragil
- Report: Energiepreisschock - Diese 3 Werte könnten langfristig abräumen!
Im Januar war das Wachstum der privaten Konsumausgaben in den USA nur schwach, was auf ein schwächeres wirtschaftliches Wachstum zum Jahresende hinweist. Laut den Daten des Bureau of Economic Analysis stiegen die inflationsbereinigten Konsumausgaben im Vergleich zum Vormonat nur um 0,1 Prozent. Der sogenannte Kern-PCE-Preisindex, der Lebensmittel und Energie ausschließt und von der Federal Reserve bevorzugt wird, stieg um 0,4 Prozent, wie die Behörde am Freitag mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der PCE um 3,1 Prozent – der höchste Anstieg seit fast zwei Jahren.
Zuvor mussten auch die Zahlen für das Wirtschaftswachstum kräftig korrigiert werden. Die US-Wirtschaft wuchs im vierten Quartal mit einer annualisierten Rate von 0,7 Prozent, was eine deutliche Korrektur gegenüber der ersten Schätzung von 1,4 Prozent darstellt. Rückgänge bei Konsum-, Geschäfts- und Staatsausgaben sowie den Exporten trugen zu dieser Revision bei. Ein Indikator für die zugrunde liegende Nachfrage blieb jedoch relativ stabil.
Sowohl der S&P 500 als auch der Nasdaq können zum Handelsstart am Nachmittag deutlich zulegen.
Der Wirtschaftsstandort hat sich inzwischen verändert. Die Inflation könnte durch den Iran-Konflikt anziehen und die Haushaltsstimmung belasten, wie Bloomberg meldet. Trotz der Risiken für die Konsumausgaben, wie etwa steigende Energiepreise und eine fragilere Arbeitsmarktlage, unterstützen Steuererstattungen und ein solides Lohnwachstum die finanzielle Lage der Haushalte in den kommenden Monaten.
Die stärkere Inflation im Januar war vor allem auf gestiegene Preise im Dienstleistungssektor zurückzuführen. Ein weiterer Beleg dafür, dass die beiden Hauptindikatoren der US-Inflation sich in den letzten Monaten auseinanderentwickelt haben.
Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion
