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    Dax dreht ins Plus - Ölpreis knapp unter 100 Dollar

    Für Sie zusammengefasst
    • Dax dreht Verluste zu Gewinnen trotz Irankrieg
    • Ölpreis unter 100 und Nervosität vor Notenbank
    • Banken erholen sich Rüstungsaktien und Zalando
    Aktien Frankfurt - Dax dreht ins Plus - Ölpreis knapp unter 100 Dollar

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Fast zwei Wochen nach Kriegsausbruch im Iran hat der Dax am Freitag seine anfänglichen Verluste in Gewinne umgewandelt. Etwas mutiger stimmte die Anleger, dass der Preis für ein Fass der Nordsee-Ölsorte Brent zuletzt etwas unter die Marke von 100 US-Dollar fiel. Die Risikobereitschaft blieb vor dem Wochenende aber gedämpft, denn an den vergangenen Montagen hatte es jeweils ein böses Erwachen gegeben wegen des Iran-Kriegs.

    Am Morgen war der Dax noch um mehr als ein Prozent gesunken, verzeichnete am Nachmittag aber Gewinne von 0,6 Prozent bei 23.738 Punkten. Auf Wochensicht bahnt sich so für den deutschen Leitindex ein ähnlich hohes Plus an - trotz des düsteren Montags, an dem der Dax mit 22.927 Punkten auf ein Tief seit Mai gesackt war. Während es der Eurozonen-Index EuroStoxx 50 am Freitag auch mit 0,7 Prozent ins Plus schaffte, gab der MDax zuletzt noch um 0,1 Prozent auf 29.216 Zähler nach.

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    Der Ölpreis blieb zu Wochenschluss das entscheidende Thema, während der Iran mit weiteren Attacken auf die Öl- und Gas-Infrastruktur der Golfregion droht. Für Gesprächsstoff sorgte im Tagesverlauf die Erlaubnis der USA, dass Länder zeitweise russisches Öl kaufen dürfen, das sich bereits auf Schiffen befindet. Außerdem berichtete die "Financial Times", dass Frankreich und Italien das Gespräch mit Teheran suchen sollen, um eine sichere Passage durch die Straße von Hormus zu erreichen.

    Durch den Dreh ins Plus sinken die Dax-Verluste seit Kriegsausbruch wieder in Richtung sechs Prozent. Wie der Aktienstratege Emmanuel Cau von der Barclays Bank schrieb, sind die Aktienmärkte bislang noch nicht so stark gefallen wie bei früheren Ölpreisschocks. Anleger glaubten noch an den "Trump-Put", also die Annahme, dass der US-Präsident rechtzeitig eingreift, wenn die Märkte stärker unter Druck geraten.

    "Die Nervosität wächst jedoch täglich und je länger die Straße von Hormus geschlossen bleibt, desto stärker dürften die Märkte in Richtung Stagflation tendieren", warnt der Experte. In diesem Szenario stagniert das Wirtschaftswachstum, während die Inflation anzieht. Vor diesem Hintergrund rückten die Zinsentscheide der großen Notenbanken in den Mittelpunkt, die in der kommenden Woche anstehen.

    Die Stagflationssorgen hatten zuletzt den Banken besonders stark zugesetzt. Mit dem Dax konnten die Titel der Deutschen Bank am Freitag aber ins Plus drehen. Die Titel der Commerzbank konnten ihr Minus immerhin auf 0,1 Prozent reduzieren.

    Wieder begehrter sind Rüstungsaktien. Rheinmetall stiegen um vier Prozent und knüpften damit an ihre Erholung vom Jahrestief an. Als Gewinner der Krise werden außerdem K+S gehandelt, die ihre Rally am Freitag mit vier Prozent Plus fortsetzten. Spekuliert wird hier auf steigende Düngerpreise wegen wegfallender Kapazitäten in Nahost.

    Zu den Dax-Werten, die sich positiv abheben konnten, gehörten zwei nach Hochstufungen durch Analysten. Vor allem knüpften Zalando mit einem Kurssprung um sieben Prozent an ihre Vortagsrally an, nachdem sie vom Analysehaus Bernstein auf "Market-Perform" hochgestuft wurden. Der Analyst William Woods lobte den verbesserten Barmittelzufluss und den Start von Ausschüttungen an die Anleger.

    Qiagen verbuchten zudem ein dreiprozentiges Plus. Deutsche Bank Research sprach dem Diagnostikspezialisten nach dem jüngsten Kursrutsch eine Kaufempfehlung aus. Übernahmefantasie sei bei der Aktie inzwischen wieder vollständig ausgepreist worden. Die Anleger könnten sich jetzt wieder auf das operative Geschäft und eine nicht ambitionierte Bewertung konzentrieren.

    Um 7,4 Prozent unter Druck geraten sind jedoch die Aktien von 1&1 , die am Freitag auch den Mutterkonzern United Internet nach unten zogen. Verwiesen wurde auf einen Bericht, wonach der O2-Mutterkonzern Telefonica eine erwogene 1&1-Übernahme auf Eis gelegt haben soll, solange es in Deutschland Probleme mit dem Netzausbau gibt. Dies berichtete das spanische Onlinemedium "Okdiario" unter Berufung auf Kreise./tih/jha/

     

    Zusätzliche Unternehmensinformationen zur Rheinmetall Aktie

    Die Rheinmetall Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +0,18 % und einem Kurs von 25,68 auf Tradegate (13. März 2026, 15:04 Uhr) gehandelt.

    Auf 7 Tage gesehen hat sich der Kurs der Rheinmetall Aktie um -5,21 % verändert. Der Verlust auf 30 Tage beträgt -6,93 %.

    Die Marktkapitalisierung von Rheinmetall bezifferte sich zuletzt auf 69,03 Mrd..






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