ROUNDUP 2

    285 Aufrufe 285 0 Kommentare 0 Kommentare

    Chemiebranche fürchtet Lieferkettenengpässe wegen Iran-Krieg

    Für Sie zusammengefasst
    • Chemie warnt vor Engpässen bei Ammoniak Helium
    • Produktion sinkt Preise hoch Betriebe am Limit
    • IG BCE warnt vor Kahlschlag und Clusterverlust
    ROUNDUP 2 - Chemiebranche fürchtet Lieferkettenengpässe wegen Iran-Krieg

    (Neu: Mehr Hintergrund ergänzt)

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Die deutsche Chemieindustrie warnt vor Störungen in den Lieferketten wegen des Kriegs im Iran. Grund sei die Blockade der Straße von Hormus, die längst nicht nur die Öl- und Gasversorgung betreffe. "Es besteht die Sorge ernster, zunehmender Versorgungsengpässe bei Rohstoffen - zum Beispiel bei Ammoniak und Phosphat, Helium und Schwefel", berichtet der Verband der Chemischen Industrie (VCI) in Frankfurt. Es gebe erste Hinweise auf Störungen bei internationalen Lieferketten.

    Düngemittel betroffen

    Anzeige 
    Handeln Sie Ihre Einschätzung zu BASF SE!
    Long
    50,29€
    Basispreis
    0,46
    Ask
    × 14,84
    Hebel
    Zum Produkt
    Blatt
    Short
    56,84€
    Basispreis
    0,27
    Ask
    × 14,81
    Hebel
    Zum Produkt
    Blatt
    Präsentiert von

    Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf das Disclaimer Dokument. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

    Betroffen von der Blockade der Straße von Hormus seien etwa Düngemittel, denn 20 Prozent des Welthandels mit Ammoniak würden aus Nahost durch die Meerenge geliefert, sagte Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup. Bei Schwefel verlaufe 50 Prozent des Seehandels durch die Straße von Hormus. Schwefelsäure ist essenziell etwa für Düngemittel und Chemikalien. "Bei Helium hat die Chipindustrie bereits erhebliche Sorgen, weil 40 Prozent des weltweiten Heliums aus Katar kommt", sagte er. "Hier geht es um Elektronikindustrie, Halbleiterfertigung und Luft und Raumfahrttechnik."

    Je länger der Krieg dauere, desto heftiger seien die Folgen. Die hohen Preise und die anhaltende Unsicherheit brächte viele Betriebe an ihre Grenzen, sagte Große Entrup. "Strategische Planung ist immer weniger möglich. Stattdessen fahren die Unternehmen auf Sicht."

    Krieg verschärft Lage

    Der Iran-Krieg trübt die Aussichten für die seit Jahren schwächelnde Chemiebranche, die unter hohen Energiepreisen, Überkapazitäten am Weltmarkt und der schwachen Wirtschaft leidet. Der VCI zog seine Prognose für 2026 zurück. Zuletzt hatte er eine stagnierende Produktion in der Chemie- und Pharmaindustrie erwartet und für die Chemie allein einen Rückgang um ein Prozent. In den vergangenen vier Jahren seien in Europa bereits rund zehn Prozent der chemischen Produktionskapazitäten stillgelegt worden, sagte Große Entrup.

    Viele Chemiekonzerne haben wegen der Krise Sparprogramme aufgelegt. So baut Branchenführer BASF Tausende Jobs ab: Rund 4.800 Beschäftigte haben den Konzern zwischen Ende 2023 und Ende 2025 verlassen.

    2025 litt die Chemie- und Pharmabranche mit 478.000 Beschäftigten unter Nachfrageschwäche und billiger Konkurrenz aus China. Der Umsatz fiel um 1,4 Prozent auf 219,6 Milliarden Euro. In der konjunktursensiblen Chemie sank die Produktion um 3,3 Prozent, in der Pharma-Branche stieg sie dagegen um 4,5 Prozent.

    IG BCE warnt vor Kahlschlag in der Chemie

    Die Gewerkschaft IG BCE warnt vor einem Kahlschlag in der deutschen Chemieindustrie wegen Überkapazitäten. Es bestehe die Gefahr eines "unkontrollierten Kapazitätsabbaus" in der chemischen Grundstoffproduktion, sagte der IG-BCE-Vorsitzende Michael Vassiliadis. Damit drohe der Verlust kompletter Industriecluster.

    Viele Grundstoffhersteller erwägen laut der Gewerkschaft Schließungen von Anlagen, weil sich am Weltmarkt Überkapazitäten bei Grundchemikalien von geschätzt 20 Prozent gebildet haben. In der Chemie, wo Grundchemikalien als Ausgangsstoffe für Folgeprodukte wie Kunststoffe, Medikamente und Farbstoffe dienen, sorgt das für Preisdruck. Vassiliadis appellierte an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), sich für die Branche einzusetzen./mne/als/DP/mis

     

    Zusätzliche Unternehmensinformationen zur BASF Aktie

    Die BASF Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +0,91 % und einem Kurs von 48,72 auf Tradegate (13. März 2026, 15:48 Uhr) gehandelt.

    Auf 7 Tage gesehen hat sich der Kurs der BASF Aktie um +8,65 % verändert. Der Gewinn auf 30 Tage beträgt +20,33 %.

    Die Marktkapitalisierung von BASF bezifferte sich zuletzt auf 48,70 Mrd..






    dpa-AFX
    0 Follower
    Autor folgen
    Mehr anzeigen
    Die Nachrichtenagentur dpa-AFX zählt zu den führenden Anbietern von Finanz- und Wirtschaftsnachrichten in deutscher und englischer Sprache. Gestützt auf ein internationales Agentur-Netzwerk berichtet dpa-AFX unabhängig, zuverlässig und schnell von allen wichtigen Finanzstandorten der Welt.

    Die Nutzung der Inhalte in Form eines RSS-Feeds ist ausschließlich für private und nicht kommerzielle Internetangebote zulässig. Eine dauerhafte Archivierung der dpa-AFX-Nachrichten auf diesen Seiten ist nicht zulässig. Alle Rechte bleiben vorbehalten. (dpa-AFX)
    Mehr anzeigen

    Verfasst von dpa-AFX
    ROUNDUP 2 Chemiebranche fürchtet Lieferkettenengpässe wegen Iran-Krieg Die deutsche Chemieindustrie warnt vor Störungen in den Lieferketten wegen des Kriegs im Iran. Grund sei die Blockade der Straße von Hormus, die längst nicht nur die Öl- und Gasversorgung betreffe. "Es besteht die Sorge ernster, zunehmender …

    Profitieren Sie von unserem Alleinstellungsmerkmal als den zentralen verlagsunabhängigen Wissens-Hub für einen aktuellen und fundierten Zugang in die Börsen- und Wirtschaftswelt, um strategische Entscheidungen zu treffen.
    • ✅ Größte Finanz-Community Deutschlands
    • ✅ über 550.000 registrierte Nutzer
    • ✅ rund 2.000 Beiträge pro Tag
    • ✅ verlagsunabhängige Partner ARIVA, FinanzNachrichten und BörsenNews
    • ✅ Jederzeit einfach handeln beim SMARTBROKER+
    • ✅ mehr als 25 Jahre Marktpräsenz
    Aktien von A - Z: # A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
    wallstreetONLINE bei X wallstreetONLINE bei Instagram wallstreetONLINE bei Facebook wallstreetONLINE bei Youtube wallstreetONLINE bei LinkedIn
    Unsere Apps: Apple App Store Icon Google Play Store Icon
    Wenn Sie Kursdaten, Widgets oder andere Finanzinformationen benötigen, hilft Ihnen ARIVA gerne. 

    Unsere User schätzen wallstreet-online.de: 4.8 von 5 Sternen ermittelt aus 285 Bewertungen bei www.kagels-trading.de
    Zeitverzögerung der Kursdaten: Deutsche Börsen +15 Min. NASDAQ +15 Min. NYSE +20 Min. AMEX +20 Min. Dow Jones +15 Min. Alle Angaben ohne Gewähr.
    Copyright © 1998-2026 Smartbroker Holding AG - Alle Rechte vorbehalten.
    Mit Unterstützung von: Ariva Smartbroker+
    Daten & Kurse von: TTMzero