So reagieren Bauern & Händler
Kaffeepreise: Was Händler über die drastischen Preisaufschläge wissen
Kaffeepreise steigen stark! Bauern verlangen mehr, der Export geht zurück – was passiert nun mit den Preisen?
- Kaffeepreise steigen stark Bauern fordern mehr
- Export Brasilien sank im Februar um 27 Prozent
- Händler erleiden Verluste durch Prämienanstieg
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Aufschläge auf die Kaffee-Futures-Preise, die von den Kaffeebauern in einigen der größten Anbauländer der Welt für den Verkauf ihrer Bohnen verlangt werden, sind in letzter Zeit stark angestiegen. Dies hat dazu geführt, dass sich der Kaffeefluss in die Verbraucherländer verringert und einigen Händlern finanzielle Verluste beschert hat, wie Reuters berichtet.
Am Rande der diesjährigen Jahrestagung der National Coffee Association sagten Kaffeehändler und Röster dass Landwirte, die nach zwei oder drei Jahren hoher Kaffeepreise über ausreichend Kapital verfügen, nur ungern niedrigere Preise für ihre Bohnen akzeptieren.
Ein Chefhändler eines führenden Exporteurs sagte dazu: "Brasilianischer Kaffee wird derzeit mit einem Aufschlag von 50 bis 60 Cent auf die Futures-Preise angeboten." Üblich ist es, dass ein qualitativ hochwertiger Arabica-Kaffee aus Brasilien zum gleichen Preis wie an den Terminmärkten gehandelt, oder mit einem kleinen Aufschlag von 5 bis 10 Cent gehandelt wird. Ein Kaffeemanager meinte: "Brasilianische Kaffeebauern wollen einen Teil ihrer Kaffeevorräte als Wertspeicher behalten."
Der Export brasilianischen Kaffees ging im Februar um 27 Prozent zurück. Alternativ suchen Käufer nach anderen Anbaugebieten, wie Kaffees aus Mittelamerika und Kolumbien. Aber auch bei diesen sind steigende Prämien zu beobachten, so Mario Vega, leitender Kaffeehändler bei XTS in Kolumbien.
Ein Broker eines Risikomanagementunternehmens erklärte, dass einige Händler Verluste erleiden, da sie im vergangenen Jahr Verträge abgeschlossen hatten, um brasilianischen Kaffee im ersten Quartal dieses Jahres an europäische Röstereien zu liefern. Jetzt finden sie es jedoch teuer, das Produkt zu beschaffen. Er ergänzte: "Die Preiskurve der Futures an der ICE zeigte einen Abwärtstrend, weshalb einige Marktteilnehmer Geschäfte abschlossen, in der Annahme, dass die Preise fallen würden. Doch plötzlich stiegen die Prämien stark an."
Autor: Paul Späthling, wallstreetONLINE Redaktion
Kaffee wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -2,72 % und einem Kurs von 283,9PKT auf Ariva Indikation (13. März 2026, 16:25 Uhr) gehandelt.
