Nvidia, Zalando, Öl – Fazit der Börsenwoche

Nach Woche zwei der militärischen Auseinandersetzung im Iran ist es aus unserer Sicht wichtig, das Umfeld noch einmal einzuordnen und zunächst auf die Fakten zu schauen, um zu betrachten, wie wir die Märkte derzeit lesen.
Ich beginne mit dem wohl einfachsten Indikator, den die meisten kennen, der häufig kritisiert wird, aber dennoch eine gewisse Aussagekraft besitzt: dem Fear & Greed Index in den USA, dem sogenannten Angstbarometer.
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Fear & Greed Index und Marktstimmung
Den Fear & Greed Index sehen wir zum Ende dieser Woche auf dem tiefsten Stand seit November. Nun ist November noch gar nicht so lange her, und wir müssen gestehen: Wir waren nicht unbedingt verwundert, hatten aber beinahe verdrängt, dass Anfang November bereits deutliche Angst und kurzfristig sogar kleine Anflüge von Panik am Markt herrschten. Damals war es die erste große Diskussion um KI, und der Fear & Greed Index notierte kurzfristig bei nur noch sechs Punkten. Damit testete er das Niveau aus dem April 2025, als Donald Trump die Zollkeule ausgepackt hatte.
Gegenwärtig liegt der Fear & Greed Index bei 21, was nichts anderes bedeutet, als dass die Angst am Markt zugenommen hat. Von Panik sind wir aus unserer Sicht aber noch entfernt. Das zeigen auch die absoluten Kursrückgänge an der NASDAQ und beim S&P 500. Das Umfeld ist ängstlich, ja, aber auch dort signalisiert die Dimension der Rückgänge vom jüngsten Rekordhoch bislang keine Panik.
Unterschiede zwischen USA und Europa
Im DAX kann man die Lage durchaus als sehr ängstlich beschreiben. Das zeigt sich auch darin, dass der DAX deutlich mehr Federn lassen musste als die amerikanischen Indizes. Das wiederum hängt damit zusammen, dass die USA Nettoexporteur von Öl sind und durchaus etwas dran ist an dem Posting, das Donald Trump in dieser Woche verschickte, in dem er davon sprach, dass höhere Ölpreise den USA auch helfen könnten. Das war per saldo sicherlich einmal mehr übertrieben formuliert.
Dennoch ist es in den USA tatsächlich so, dass hohe Ölpreise bei weitem nicht so schädlich sind wie in Europa. Und Trump könnte im Umkehrschluss bei steigenden Ölpreisen einen Teil der daraus resultierenden Effekte wieder für Konjunkturprogramme verwenden. Für die Europäer wird das deutlich schwieriger.
Die meisten Nutzer können das an der Tankstelle gut nachvollziehen. Denn was ich für 2,10 Euro in den Dieseltank laufen lasse, kann ich später nicht im Supermarkt ausgeben. Ein weiteres wichtiges Instrument, das wir uns ansehen, ist die Volatilität am Markt. Dazu verweisen wir einmal mehr auf die guten Volatilitätsbarometer der UBS.

