Too big to fail?

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    Bitcoin: Droht der 10.000-Dollar-Crash – oder ist er endgültig vom Tisch?

    Ein Bloomberg-Analyst hält einen massiven Bitcoin-Einbruch für möglich. Andere Marktbeobachter widersprechen entschieden – und sprechen von einem nahezu unmöglichen Szenario.

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    Too big to fail? - Bitcoin: Droht der 10.000-Dollar-Crash – oder ist er endgültig vom Tisch?

    Der Bitcoin-Kurs bewegt sich derzeit stabil im Bereich von rund 70.000 US-Dollar, doch unter Marktbeobachtern gehen die Einschätzungen über die weitere Entwicklung weit auseinander. Besonders pessimistisch zeigt sich Mike McGlone, Analyst bei Bloomberg Intelligence. In einem Interview bekräftigte er seine Prognose, dass Bitcoin langfristig sogar auf 10.000 US-Dollar fallen könnte.

    McGlone begründet seine Einschätzung vor allem mit der inzwischen engen Verbindung zwischen Kryptowährungen und klassischen Risikoanlagen. "Mein Punkt ist, wenn Sie jetzt irgendeine Art von Kryptowährung kaufen, müssen Sie hoffen, dass der Aktienmarkt steigt. Und das ist auch so – Kryptowährungen entwickeln sich seit fast zwei Jahren im Vergleich zu Aktien furchtbar schlecht. Viel Glück dabei, dass sich das ändert", sagte der Analyst.

    Viele Experten halten eine derart drastische Korrektur jedoch für äußerst unwahrscheinlich. Matt Hougan, Chief Investment Officer beim Vermögensverwalter Bitwise, widersprach der Prognose deutlich. "Bitcoin hat Fat Tails, was bedeutet, dass extreme Ereignisse möglich sind. Ich mag Mike und schätze ihn als datengestützten Analysten. Dennoch halte ich 10.000 US-Dollar für äußerst unwahrscheinlich", erklärte er. Ein derartiger Einbruch würde aus seiner Sicht außergewöhnliche Umstände erfordern. "Vielleicht, wenn die Regierungen keine Defizite mehr machen würden oder es einen katastrophalen Bärenmarkt für Risiken gäbe, aber beides halte ich für äußerst unwahrscheinlich."

    Auch Brian Huang, Mitbegründer von Glider, sieht ein solches Szenario kaum realistisch. "BTC ist zu groß, um zu scheitern", sagte er gegenüber Sherwood. Inzwischen hätten sich ganze Industrien rund um das Bitcoin-Mining entwickelt. Bei einem Preis von nur 10.000 US-Dollar wäre es für viele Unternehmen wirtschaftlich sinnvoller, Bitcoin am Markt zu kaufen und damit den Preis zu stützen, als ihre Infrastruktur stillzulegen. "Deshalb werden wir nie wieder auf 10.000 US-Dollar zurückkommen."

    Ryan Lee, Chefanalyst bei Bitget, argumentiert ebenfalls, dass ein derartiger Absturz nur durch außergewöhnliche Ereignisse ausgelöst werden könnte. "Viele Marktteilnehmer argumentieren, dass ein solcher Einbruch eher einen extremen systemischen Schock wie eine globale Liquiditätskrise, einen nuklearen Konflikt oder einen Zusammenbruch der Internetinfrastruktur erfordern würde als typische Marktzyklen", erklärte Lee. Zudem sprächen aktuelle Markttrends eher für eine zunehmende institutionelle Nachfrage: Laut Daten von SoSoValue flossen allein in diesem Monat bereits rund 1,1 Milliarden US-Dollar in Bitcoin-ETFs.

    Kurzfristig zeigt sich allerdings auch prominente Unterstützung aus der Kryptobranche vorsichtig. BitMEX-Mitgründer Arthur Hayes erklärte im Podcast Coin Stories, dass er aktuell kein neues Kapital in Bitcoin investieren würde. "Wenn ich jetzt 1 US-Dollar zu investieren hätte, würde ich ihn dann in Bitcoin stecken?", fragte Hayes. "Nein, ich würde warten." Hintergrund seien vor allem geopolitische Risiken. Sollte sich der Konflikt zwischen den USA und dem Iran weiter verschärfen, könnte der Markt erneut unter Druck geraten. "Ich denke, dass sie sich in einer Situation befindet, in der es, je länger dies andauert, zu massiven Verkäufen von Aktien kommen könnte und Bitcoin etwas tiefer fallen könnte", sagte Hayes. "Er könnte die 60.000-Dollar-Marke durchbrechen, was zu einer Kaskade von Liquidationen führen könnte."

    Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion

    Bitcoin wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -0,47 % und einem Kurs von 70.607USD auf CryptoCompare Index (14. März 2026, 10:35 Uhr) gehandelt.



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    Verfasst vonRedakteurGina Moesing
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