Belastungsprobe

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    Asiens Börsen fallen: Positive China-Daten reichen gegen Nahost-Krise nicht

    Trotz überraschend starker Konjunkturdaten aus China drücken steigende Ölpreise und geopolitische Spannungen im Nahen Osten die asiatischen Börsen.

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    Belastungsprobe - Asiens Börsen fallen: Positive China-Daten reichen gegen Nahost-Krise nicht

    Die Aktienmärkte im asiatisch-pazifischen Raum sind zum Wochenstart überwiegend weiter gefallen. Steigende Ölpreise infolge der eskalierenden Spannungen zwischen den USA und Iran dämpften die Risikobereitschaft der Anleger, während neue Konjunkturdaten aus China zwar besser als erwartet ausfielen, jedoch die geopolitischen Sorgen nicht vollständig kompensieren konnten.

    Chinas Wirtschaft zeigt überraschende Stärke

    Neue Konjunkturdaten aus China zeichneten zu Wochenbeginn ein robusteres Bild der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt.

    Die Einzelhandelsumsätze stiegen in den ersten beiden Monaten des Jahres 2026 um 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr, nachdem sie im Dezember lediglich um 0,9 Prozent zugelegt hatten. Analysten hatten im Vorfeld nur mit einem Anstieg von rund 2,5 Prozent gerechnet.

    Auch die Industrieproduktion entwickelte sich stärker als erwartet. Sie legte im Januar-Februar-Zeitraum um 6,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu und beschleunigte sich damit von 5,2 Prozent im Dezember.

    Die industrielle Aktivität bleibt damit einer der stabilsten Bereiche der chinesischen Wirtschaft. Vor allem robuste Exportnachfrage aus Europa und Südostasien stützt die Produktion.

    Börsen reagieren verhalten auf die Daten

    Die positiven Wirtschaftszahlen konnten die Aktienmärkte in der Region nur begrenzt stützen. Anleger blieben angesichts der geopolitischen Risiken vorsichtig.

    Der Shanghai Composite verlor rund 0,34 Prozent, während der Shenzhen Component Index um 1,2 Prozent nachgab. Auch die chinesischen Blue Chips im CSI 300 rutschten um rund 0,3 Prozent ab.

    In Hongkong legte der Hang Seng Index zunächst um 1,25 Prozent auf 25.529 Punkte zu und beendete damit eine dreitägige Verlustserie, bevor er später wieder leicht nachgab.

    Der Offshore-Yuan stabilisierte sich derweil bei rund 6,90 Yuan je US-Dollar, während die Rendite zehnjähriger chinesischer Staatsanleihen bei etwa 1,83 Prozent seitwärts tendierte.

    Japans Börse unter Druck

    In Japan reagierten die Märkte ebenfalls negativ auf die geopolitische Unsicherheit.

    Der Nikkei 225 fiel um etwa 1 Prozent, während der breitere Topix-Index rund 0,98 Prozent verlor. Der japanische Yen wertete gleichzeitig auf und stieg über 159,5 Yen pro Dollar, nachdem er in der vergangenen Woche noch unter Druck gestanden hatte.

    Die Rendite zehnjähriger japanischer Staatsanleihen stieg auf über 2,25 Prozent und erreichte damit den höchsten Stand seit fünf Wochen.

    Japans Verteidigungsminister Shinjiro Koizumi erklärte derweil, dass Tokio derzeit keine Kriegsschiffe in die Straße von Hormus entsenden wolle, trotz entsprechenden Drucks aus Washington.

    Indische Rupie nahe Rekordtief

    In Indien blieb die Marktstimmung ebenfalls angespannt. Der Sensex-Index verlor rund 0,36 Prozent auf etwa 74.900 Punkte. Gleichzeitig bewegte sich die indische Rupie bei etwa 92,45 pro Dollar und damit nahe historischen Tiefständen.

    Parallel dazu ist der Nifty 50 im laufenden Monat bereits um rund 8 Prozent gefallen.

    Australien und Südkorea

    Auch Australiens Aktienmarkt stand unter Druck. Der ASX 200 verlor rund 0,39 Prozent auf 8.569 Punkte und setzte damit die Verluste der Vorwoche fort. Der australische Dollar erholte sich hingegen leicht auf etwa 0,70 US-Dollar, nachdem er zuvor deutlich nachgegeben hatte.

    Der südkoreanische Aktienmarkt zeigte sich zum Wochenstart stabil, blieb jedoch von der allgemeinen Vorsicht an den asiatischen Märkten nicht vollständig verschont. Der Kospi-Index bewegte sich im frühen Handel weitgehend unverändert, während der technologielastige Nebenwerteindex Kosdaq um 1,72 Prozent nachgab.

    Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion



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    Verfasst vonRedakteurPascal Grunow
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