UBS wird bullish
Darum traut die UBS der Bayer-Aktie jetzt 30 Prozent Kurspotenzial zu
UBS sieht bei Bayer nach der jüngsten Kursschwäche wieder Chancen. Fortschritte im Glyphosat-Streit, ein höheres Kursziel und starke Perspektiven im Pharmageschäft sprechen laut den Analysten für neues Aufwärtspotenzial.
- UBS stuft Bayer hoch auf Kaufen und Ziel 52EUR
- Glyphosat Fortschritt Frist 04 Juni entschärft
- Pharma stark Nubeqa Kerendia und Agrar 2026pro
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Die Aktie des Leverkusener Pharmariesen Bayer gehört am Montag zu den stärksten Werten im DAX. Mit einer frischen Kaufempfehlung der UBS im Rücken ziehen die Papiere mehr als 3 Prozent an und kratzen an der 40-Euro-Marke. Die Schweizer Großbank hat die Aktie von Neutral auf Kaufen hochgestuft und das Kursziel von 48 auf 52 Euro angehoben. Ausgehend zum aktuellen Niveau ergibt sich damit ein Aufwärtspotenzial von rund 30 Prozent.
Ausschlaggebend sind aus Sicht der Analysten vor allem Fortschritte im milliardenschweren Glyphosat-Prozess, aber auch die zuletzt schwache Kursentwicklung der Aktie. Allein im vergangenen Monat hatte Bayer rund 15 Prozent an Wert verloren.
Für Anleger stehe weiter der Rechtsstreit um glyphosathaltige Unkrautvernichter im Mittelpunkt der Investment-Story. UBS wertet es als positives Signal, dass Bayer eine vorläufige gerichtliche Zustimmung für den vorgeschlagenen Vergleich erhalten hat.
Wichtig wird nun die Frist für einen möglichen Ausstieg von Klägern am 4. Juni. Diese liegt noch vor einer erwarteten Entscheidung des US Supreme Court Ende Juni. Genau darin sehen die Analysten einen Vorteil: Weil Kläger sich bereits vor dem Richterspruch festlegen müssen, könnten sich mehr Betroffene für den Vergleich entscheiden. Das würde den Unsicherheitsfaktor Rechtsstreit für Bayer deutlich entschärfen.
Auch operativ sieht UBS mehr Licht als Schatten. Im Pharmageschäft trauen die Analysten den Blockbustern Nubeqa und Kerendia weiter kräftige Zuwächse zu. Zudem könnten neue Produkte wie Asundexian und Lynkuet mittelfristig zusätzliche Impulse liefern. In der Agrarsparte gilt 2026 zwar als Übergangsjahr, doch UBS setzt auf bessere Margen durch neue Produkte und eine Straffung des Pflanzenschutzportfolios.
In ihrer Szenarioanalyse veranschlagt die Bank für Bayer je nach Ausgang im Glyphosat-Streit einen fairen Wert zwischen 35 und 60 Euro. Das Basisszenario liegt bei 52 Euro. Damit überwiegen für UBS derzeit klar die Chancen gegenüber den Risiken.
Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion
Die Bayer Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +3,85 % und einem Kurs von 39,92EUR auf Tradegate (16. März 2026, 11:50 Uhr) gehandelt.
