Diese Studie schockt
Auch dein Job gefährdet? KI-Analyse zeigt gefährdete Berufe
Eine Analyse von Andrej Karpathy zeigt, wie stark künstliche Intelligenz viele Berufe verändern könnte. Elon Musk sagt sogar: "Alle Jobs werden optional sein."
- Karpathy Analyse zeigt KI Risiko fuer viele Berufe
- Elon Musk prognostiziert universelles hohes Einkommen
- 42 Prozent der Stellen besonders gefaehrdet KIjobs
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Elon Musk hat mit einer provokanten Aussage über die Zukunft der Arbeit eine neue Debatte über die Auswirkungen künstlicher Intelligenz ausgelöst. Auf der Plattform X schrieb der Tesla- und SpaceX-Chef als Reaktion auf eine virale KI-Analyse: "Alle Jobs werden optional sein. Es wird ein universelles hohes Einkommen geben." Musk argumentiert seit Jahren, dass Fortschritte bei KI und Robotik langfristig zu einer Welt führen könnten, in der wirtschaftlicher Überfluss entsteht und Menschen nicht mehr zwingend arbeiten müssen. Bereits im Dezember formulierte er eine ähnliche Vision: "Die Zukunft wird FANTASTISCH sein, mit KI und Robotern, die nachhaltigen ÜBERFLUSS für alle ermöglichen!"
Auslöser der Diskussion ist eine Analyse von Andrej Karpathy, ehemaliger KI-Forscher bei Tesla und Mitbegründer von OpenAI. Karpathy untersuchte in einem Experiment, wie stark verschiedene Berufe in den USA durch KI automatisiert werden könnten. Grundlage waren Daten aus dem "Occupational Outlook Handbook" des US-Arbeitsministeriums. Insgesamt analysierte das Projekt 342 Berufe und rund 143 Millionen Arbeitsplätze. Mithilfe großer Sprachmodelle erhielten die einzelnen Tätigkeiten einen sogenannten Expositionswert von 0 bis 10, der angibt, wie leicht KI typische Aufgaben übernehmen könnte.
Im Durchschnitt lag der KI-Risikowert bei etwa 5, was auf einen moderaten Einfluss künstlicher Intelligenz auf den Arbeitsmarkt hindeutet. Hinter diesem Durchschnitt verbergen sich jedoch große Unterschiede. Rund 42 Prozent der US-Arbeitsplätze – etwa 59,9 Millionen Stellen mit geschätzten Jahreslöhnen von rund 3,7 Billionen US-Dollar – erreichten Werte von sieben oder höher und gelten damit als besonders anfällig für Automatisierung.
Besonders stark betroffen sind laut Analyse Berufe, die überwiegend am Computer stattfinden. Medizinische Schreibkräfte erreichten den Höchstwert von 10. Auch Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer, Finanzanalysten und Unternehmensberater lagen häufig bei Werten um neun, da ihre Arbeit stark auf strukturierte Informationen, Dokumente und Recherche basiert. Selbst Softwareentwickler, also jene Fachkräfte, die viele KI-Systeme mitentwickeln, erreichten häufig Werte zwischen acht und neun.
Interessanterweise zeigte sich auch ein Zusammenhang mit Einkommen und Bildung. Berufe mit Jahresgehältern über 100.000 US-Dollar erreichten im Durchschnitt einen Risikowert von etwa 6,7, während niedrig bezahlte Jobs unter 35.000 US-Dollar nur bei rund 3,4 lagen. Ähnlich fiel der Unterschied beim Bildungsniveau aus: Arbeitnehmer mit Bachelor-Abschluss lagen im Schnitt ebenfalls bei etwa 6,7, während Beschäftigte ohne Hochschulabschluss deutlich niedrigere Werte aufwiesen.
Deutlich weniger gefährdet sind hingegen Berufe, die körperliche Arbeit oder handwerkliche Fähigkeiten erfordern. Tätigkeiten wie Klempner, Elektriker oder Bauarbeiter lagen meist zwischen null und zwei Punkten, da unvorhersehbare Aufgaben in der realen Welt deutlich schwieriger zu automatisieren sind.
Karpathys Projekt verbreitete sich rasch im Internet, obwohl der Forscher die ursprüngliche Website und das dazugehörige Github-Repository – also den öffentlich zugänglichen Projektordner mit Code und Daten – kurz darauf wieder entfernte. Er betonte, es habe sich lediglich um ein kurzes Experiment gehandelt, das in wenigen Stunden entstanden sei und als explorative Analyse gedacht war.
Die Diskussion darüber ließ sich jedoch nicht mehr stoppen. Für viele Beobachter liefert die Analyse eine Momentaufnahme davon, wie stark KI bereits heute mit menschlicher Arbeit konkurrieren kann – und warum Musk glaubt, dass sich das Verhältnis zwischen Arbeit, Einkommen und Technologie in Zukunft grundlegend verändern könnte.
Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion

