Geopolitik schockt Märkte
Milliarden-IPO auf Eis: Warum dieses Unternehmen den Börsenstart stoppt
Der Milliarden-Börsengang von PhonePe liegt plötzlich auf Eis. Geopolitische Spannungen und nervöse Märkte bremsen die IPO-Pläne des indischen Fintechs.
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Der indische Zahlungsdienstleister PhonePe legt seine Börsenpläne vorerst auf Eis, wie Reuters berichtet. Das Fintech begründet die Entscheidung mit geopolitischen Spannungen und hoher Volatilität an den globalen Kapitalmärkten. Das teilte das von Walmart unterstützte Unternehmen am Montag mit.
Das Unternehmen wolle den Prozess für einen Börsengang erst wieder aufnehmen, wenn sich die Lage an den internationalen Finanzmärkten stabilisiert habe.
Börsengang mit Milliardenbewertung geplant
PhonePe betreibt die populärste App für digitale Zahlungen in Indien. Laut einem früheren Bericht von Reuters strebte das Unternehmen bei einem Börsengang eine Bewertung zwischen 9 Milliarden und 10,5 Milliarden US-Dollar an.
Nach den bisherigen Plänen sollte der Börsengang ausschließlich aus dem Verkauf bestehender Aktien bestehen. Neue Anteile wollte das Unternehmen nicht ausgeben.
Im Zuge der Transaktion hätte Walmart seine Beteiligung um rund 12 Prozent reduziert. Auch die Investoren Tiger Global und Microsoft planten, ihre Beteiligungen vollständig zu verkaufen. Insgesamt sollten rund 50,7 Millionen Aktien im Rahmen des Angebots auf den Markt kommen.
Hoffnung auf stabilere Märkte
PhonePe hält trotz der Pause an seinem langfristigen Börsenplan fest. Unternehmenschef Sameer Nigam betonte, dass der Gang an die Börse weiterhin vorgesehen sei.
"Wir hoffen aufrichtig auf eine rasche Rückkehr zum Frieden in allen betroffenen Regionen. Wir halten weiterhin an unserem Vorhaben fest, das Unternehmen in Indien an die Börse zu bringen", sagte Nigam.
Konflikte belasten Investorenstimmung
Die Unsicherheit an den Märkten hat zuletzt deutlich zugenommen. Vor allem der Konflikt im Nahen Osten hat die Stimmung unter Investoren weltweit belastet. Marktteilnehmer sorgen sich zunehmend über eine mögliche Ausweitung der Kämpfe und länger anhaltende geopolitische Spannungen.
In diesem Umfeld warten viele Unternehmen mit geplanten Börsengängen derzeit ab, bis sich das Kapitalmarktumfeld wieder beruhigt.
Autorin: Saskia Reh, wallstreetONLINE Redaktion


