Israelischer Pionier
Der Iran-Krieg lässt Rüstungsaktie Elbit Systems steil gehen!
Der israelische Verteidigungsspezialist Elbit Systems hat am Dienstagvormittag ein starkes Quartalsergebnis vorgelegt. Der Iran-Krieg sorgt für hohe Nachfrage.
- Elbit Systems verzeichnet starkes Quartalsergebnis
- Auftragsbestand steigt deutlich Israel wichtigster
- Anleger sollten Positionen reduzieren und verkaufen
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Elbit Systems profitiert vom globalen Rüstungsboom und aktuellen Konflikten
Die von Israel anhaltend geführten militärischen Auseinandersetzungen führen beim Rüstungskonzern Elbit Systems zu einer Sonderkonjunktur, die auf eine ohnehin hohe Nachfrage und starke Auftragseingänge trifft. Das hat der Konzern mit seinen am Dienstagvormittag vorgelegten Quartalszahlen eindrucksvoll unter Beweis gestellt.
Gegenüber dem Vorjahresquartal kletterten die Erlöse um 11,4 Prozent auf 2,15 Milliarden US-Dollar. Damit konnten die Erwartungen um 60 Millionen US-Dollar übertroffen werden. Insgesamt erzielte Elbit Systems im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Leistungssteigerung um 16 Prozent auf 7,9 Milliarden US-Dollar. Hierfür ist vor allem das Geschäft mit landgestützten Systemen verantwortlich, wo der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 38 Prozent auf 2,32 Milliarden US-Dollar gestiegen ist.
Der Quartalsgewinn konnte mit einem bereinigten Ergebnis (Non-GAAP) von 3,56 US-Dollar je Aktie ebenfalls die Erwartungen übertreffen. Analystinnen und Analysten hatten auf ein um 42 Cent niedrigeres Ergebnis getippt.
Insgesamt belief sich der operative Ertrag auf 211 Millionen US-Dollar nach 158 Millionen US-Dollar im Vorjahresquartal (+34 Prozent). Im gesamtem Geschäftsjahr 2025 erwirtschaftete das Unternehmen einen operativen Gewinn von 738 Millionen US-Dollar beziehungsweise einen Gewinn von 12,75 US-Dollar je Anteile (+46 Prozent gegenüber 8,76 US-Dollar pro Aktie in 2024).
Auftragsbestand wächst stark, auch die Bundeswehr ist Kunde
Der Backlog kletterte gegenüber dem Vorjahr auf 28,1 Milliarden US-Dollar. Davon entfallen 28 Prozent (7,93 Milliarden US-Dollar) auf Israel, das damit der wichtigste Abnehmer von Elbit Systems bleibt. Aber auch in Europa wächst die Nachfrage nach den Produkten des Unternehmens. Hier beliefen sich die Auftragseingänge nach einem Plus von 17 Prozent im vergangenen Jahr auf 2,14 Milliarden US-Dollar. Auch die Bundeswehr kauft bei Elbit Systems ein: Geliefert werden sollen künftig unter anderem Kamikaze-Drohnen und Raketenartilleriesysteme.
Seine Orderbuch-zu-Umsatz-Rate hat Elbit Systems in der Unternehmenspräsentation mit 3,54 angegeben. Mehr als die Hälfte des aktuellen Backlogs soll in den kommenden beiden Jahren abgearbeitet werden, wodurch Umsatz und Gewinn weiter stark steigen dürften.
Aktie nach Zwischenkonsolidierung erholt, neue Rekordhochs im Visier
Am Markt kommen die von Elbit Systems vorgelegten Quartalszahlen hervorragend an. An der Heimatbörse in Tel Aviv legte die Aktie am Dienstagmittag um mehr als 4 Prozent zu. Damit fehlen ihr zum erst vor wenigen Tagen markierten Allzeithoch weniger als 2 Prozent. In der US-Vorbörse kletterte das Papier sogar um mehr als 6 Prozent auf 933 US-Dollar. Auch hier ist das Rekordhoch bei 960 US-Dollar in Schlagdistanz.
Seit dem Jahreswechsel haben sich die Anteilsscheine bereits um mehr als die Hälfte verteuert. Gegenüber dem Stand vor einem Jahr steht sogar ein Plus von 114,1 Prozent zu Buche. Das demonstriert den Status des Unternehmens als Kriegs- und Krisenprofiteur. Aus technischer Perspektive ist die Dauerrallye inzwischen aber sehr weit fortgeschritten. Der Relative-Stärke-Index liegt auf Monatsbasis bei 92,6 Punkten – das zeigt in der Regel eine Spekulationsblase an.
Fazit: Die Zeit für Gewinnmitnahmen ist gekommen
Die zeichnet sich auch mit Blick auf die Unternehmensbewertung immer stärker ab. Das Wachstum sowie die operativen Verbesserungen (Margenexpansion) sind zwar nicht von der Hand zu weisen, allerdings wird hierfür bereits das 71-Fache der in diesem Jahr erwarteten Gewinne abgerufen, während das Kurs-Gewinnwachstumsverhältnis (PEG) von 3,05 um knapp 85 Prozent über dem Branchendurchschnitt liegt, was zeigt, dass auch das Gewinnwachstum inzwischen teuer ist.
Anlegerinnen und Anleger sollten daher trotz der guten Ergebnisse und des hohen Auftragsbestands davon absehen, der Rallye von Elbit Systems hinterherzulaufen. Wer bereits investiert ist, sollte Gewinnmitnahmen erwägen und seine Position reduzieren – das ist angesichts der wiederholten Völkerrechtsverletzungen des wichtigsten Einzelkunden Israels nicht nur für das Depot, sondern auch das Gewissen gut!
Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Redaktion
Die Elbit Systems Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +5,88 % und einem Kurs von 810EUR auf Tradegate (17. März 2026, 13:07 Uhr) gehandelt.

