Sind das schon Kaufkurse?
Goldpreis konsolidiert, Silber korrigiert – Anleger wittern jetzt erste Chancen
Im Edelmetallsektor geht es zur Sache. Gold und Silber stehen unter Druck. Die Aktien der Produzenten gerieten ob der Preisschwäche zum Teil kräftig unter die Räder. Das scheint auf lange Sicht Chancen zu offerieren.
- Gold Silber und Kupfer bleiben langfristig intakte
- Coeur Mining kehrt in die erste Liga zurueck stark
- Warnung bei Gold unter 4300 Silber unter 70 Kupfer
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Gold, Silber und Kupfer im Blick
Der Goldpreis konsolidiert, notiert aber noch immer im Bereich von 5.000 US-Dollar. Damit hat das Edelmetall beste Chancen, seine Aufwärtsbewegung jederzeit fortzusetzen. Bei Silber war der Preisrückgang deutlich heftiger. Die 120 US-Dollar vor Augen rutschte der Silberpreis zwischenzeitlich auf unter 80 US-Dollar. Trotz der Verwerfungen wackelt aber auch hier das übergeordnete Rallyeszenario noch nicht. Für nicht wenige ist Kupfer das derzeit spannendste Metall. Wenig überraschend macht die aktuelle Dollarstärke auch dem Industriemetall in diesen Tagen zu schaffen. Aber auch in Bezug auf Kupfer gilt: Korrektur ja, obere Trendwende nein.
Kurzum. Die zentrale Frage lautet: Ist die aktuelle Preisschwäche nur ein Intermezzo oder der Beginn einer oberen Trendwende? Solange die fundamentalen Rahmenbedingungen stimmen und die zentralen Unterstützungsbereiche intakt sind, sind bei Gold, Silber und Kupfer unverändert die bullischen Szenarien zu präferieren. Erst, wenn Gold nachhaltig unter 4.300 US-Dollar, Silber unter die 70 US-Dollar und Kupfer unter die 5,5 US-Dollar abtauchen sollte, ist Obacht geboten.
Vom Problemfall zum diversifizierten Überflieger
Anfang des Jahrtausends mischte ein Silberproduzent namens Coeur d’Alene Mines Corporation den Sektor auf. Die Ambitionen der US-Amerikaner waren damals mindestens genauso groß, wie die von
Barrick Gold - mittlerweile Barrick Mining. Das Unternehmen investierte kräftig, kurbelte seine Gold- und Silberproduktion an und scheute dabei auch vor
Übernahmen und der Umsetzung gewagter Projekten nicht zurück. Im Nachhinein hätte man die eine oder andere vermeintliche Chance besser nicht ergriffen. Die Strategie wurde ein Opfer der damaligen
Umstände. Das Unternehmen unterwarf sich wie so viele andere Mitbewerber auch einer konsequenten Sanierung. Und diese war schmerzhaft. Auch die Namensänderung im Jahr 2013 war Teil der Strategie –
aus Coeur d’Alene Mines Corporation wurde Coeur Mining. Die Sanierungsstrategie begann jedoch, Früchte zu tragen.
In den letzten Jahren flog das Unternehmen dennoch mehr oder weniger unter dem Radar von Anleger und Investoren. Und so verwundert es nicht, dass der Aktienkurs erst vergleichsweise spät ansprang.
Ab dem späten Frühjahr 2025 knallte es dann aber umso lauter.
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Coeur Mining mit Mega-Zusammenschluss
Als im November 2025 bekannt wurde, dass sich Coeur Mining und New Gold zusammenschließen wollen, fand dieser Schritt große Beachtung. Nach dem Abschluss der Transaktion werden die Aktionäre der „alten“ Coeur Mining noch 62 Prozent an dem kombinierten Unternehmen halten. New Gold bringt mit seinen kanadischen Minen Rainy River und New Afton zwei qualitativ hochwertige Minen mit ein, die zudem noch weiteres Explorations- und damit Expansionspotenzial versprechen. Politisches Risiko spielt hingegen keine Rolle. Die Transaktion soll – sofern alle Genehmigungen erteilt werden – in der 1. Hälfte 2026 abgeschlossen werden. Die Ziele des neuen Unternehmens sind ambitioniert - 20 Mio. Unzen Silber, 900.000 Unzen Gold und 100 Mio. lbs Kupfer sollen die Minen des kombinierten Unternehmens 2026 verlassen. Für 2026 wird zudem ein EBITDA in Höhe von 3 Mrd. US-Dollar sowie ein free cash flow in Höhe von 2 Mrd. US-Dollar erwartet. Nach dem erfolgten Zusammenschluss wird Coeur Mining eine aktualisierte Prognose veröffentlichen.
Fazit
Spätestens mit dem Zusammenschluss kehrt Coeur Mining in die 1. Liga der Produzenten zurück. Dass das Portfolio um Kupfer erweitert wird, stärkt die Diversifizierung. Gleichzeitig könnte das Kupfersegment vor dem Hintergrund des sich anbahnenden Kupferdefizits in den kommenden Jahren das Unternehmenswachstum nachhaltig ankurbeln. Die jüngste Preisschwäche der Edelmetalle forderte auch bei Coeur Mining Tribut. Der Aktienkurs des Produzenten sackte von 28 US-Dollar auf 20 US-Dollar ab, notiert aber noch komfortabel oberhalb der zentralen Unterstützung von 14 US-Dollar.
Autor: Marcel Torney, freier Redakteur, Rohstoffexperte
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