Explodierende Staatsschulden
Kiyosaki sieht Goldpreis bei 35.000 US-Dollar
Der Finanz-Guru Robert Kiyosaki schockt mit einer Prognose von 35.000 US-Dollar für Gold. Auslöser dafür soll das Platzen einer gigantischen Blase sein.
- Kiyosaki prognostiziert Gold 35.000 US-Dollar nach Crash
- US-Schulden, Geldentwertung, Flucht in Sachwerte
- Zielmarke überzogen, Gold bleibt sicherer Hafen
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Der Bestseller-Autor und Investor Robert Kiyosaki schlägt erneut Alarm. In gewohnt provokanter Manier warnt er auf der Plattform X vor dem Platzen der "größten Blase der Geschichte". Seine Prognose für die Zeit nach dem Knall ist astronomisch: Er rechnet damit, dass der Goldpreis innerhalb eines Jahres nach dem Kollaps auf 35.000 US-Dollar pro Unze steigen wird.
Kiyosakis Vorhersage basiert auf einem Szenario des totalen Systemversagens. Seine Argumentation stützt sich auf drei Säulen:
1. Die explodierenden Schulden der USA: Vor allem die US-Staatsverschuldung erreiche ein Niveau, das kein Wirtschaftssystem mehr absorbieren könne, sagt Kiyosaki. Tatsächlich dürften die explodierenden Kosten für den Krieg im Nahen Osten einiges dazu beitragen.
2. Währungsabwertung: Während Zentralbanken Geld endlos drucken können, ist Gold physisch limitiert.
3. Flucht in Sachwerte: Sobald Papierwerte (Aktien, Anleihen) implodieren, werde eine massive Kapitalflucht in "hartes Geld" den Preis vervielfachen.
Der Autor von "Rich Dad Poor Dad" rechnet auch mit einer Preisexplosion bei Silber auf 200 US-Dollar, mit einem Bitcoin-Preis von 750.000 US-Dollar und einem Preis für Ethereum von 95.000 US-Dollar im Jahr nach dem Crash.
Kiyosaki gibt zu, dass er sich irren könnte – verweist aber darauf, dass er durch seine Immobilien und Unternehmen dennoch abgesichert sei. Kritiker merken an, dass er seit 2008 bereits sechsmal vergeblich einen Crash prophezeit hat.
Goldpreis-Entwicklung
Trotz der extremen Zielmarke von 35.000 US-Dollar (was einer Marktkapitalisierung des Edelmetalls von über 175 Billionen US-Dollar entspräche) zeigt Gold eine starke Performance, wenngleich es weit von Kiyosakis Zahlen entfernt bleibt.
Gold hat sich in den letzten zwei Jahren etwa verdoppelt. Anfang 2026 wurde erstmals die Marke von 5.000 US-Dollar durchbrochen. Über fünf Jahre liegt das Plus bei etwa 160 Prozent. Seit Anfang dieses Jahres allerdings nur bei mageren 2,4 Prozent.
Obwohl der Preis vor allem seit 2022 massiv gestiegen ist, sehen Experten Gold nicht zwangsläufig in einer klassischen Spekulationsblase. Die Nachfrage wird durch strukturelle Faktoren getrieben: Die Rekordkäufe durch Zentralbanken, die anhaltenden Haushaltsdefizite der Industrienationen und die geopolitische Instabilität im Nahen Osten.
Obwohl Kiyosakis Zielmarke von 35.000 US-Dollar als stark überzogen angesehen wird, bleibt die Kernbotschaft für viele Anleger relevant: In einem Umfeld explodierender Staatsschulden und globaler Krisen fungiert Gold weiterhin als der ultimative "sichere Hafen".
Autor: Ingo Kolf, wallstreetONLINE Redaktion

