"Lächerlich billig"
Ackman & Burry sehen bei Fannie & Freddie +900 % Potenzial
Fannie und Freddie sind abgestürzt – doch zwei Star-Investoren sehen enormes Potenzial. Der eine spricht von Verzehnfachung, der andere von einer seltenen Chance.
- Ackman erwartet Verzehnfachung von Fannie und Freddie
- Burry kaufte bei 6–7 und 4 Dollar, IPO frühestens 2027
- Aktien von Fannie und Freddie fielen über 50 Prozent
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Zwei der bekanntesten Investoren der Wall Street sehen inmitten der Marktturbulenzen eine seltene Kaufgelegenheit – und zwar ausgerechnet bei Fannie Mae und Freddie Mac. Hedgefonds-Milliardär Bill Ackman schrieb am Sonntag auf X: "Fannie und Freddie sind lächerlich billig. Asymmetrie vom Feinsten. Sie könnten sich verzehnfachen, und das könnte schon bald passieren." Der durch den Film "The Big Short" bekannte Investor Michael Burry antwortete darauf direkt: "Ich kann gar nicht genug betonen, wie selten das in diesem Markt ist."
Die beiden Hypothekenriesen – staatlich geförderte Unternehmen, die seit der Finanzkrise 2008 unter staatlicher Zwangsverwaltung stehen – haben seit Jahresbeginn mehr als die Hälfte ihres Wertes verloren und damit den ohnehin schwachen Markt deutlich underperformt. Sollte sich Ackmans These bewahrheiten, würden beide Aktien wieder Kurse um die 40-Dollar-Marke erreichen – ein Aufwärtspotenzial von rund 900 Prozent gegenüber den aktuellen Niveaus. Ackman sieht den Nahostkonflikt dabei nicht als Bedrohung, sondern als Chance: "Ignorieren Sie die Mainstream-Medien. Einer der einseitigsten Kriege der Geschichte, der für die USA und die Welt gut enden wird. Und wir haben das Potenzial für eine große Friedensdividende."
Burry ist in seiner Einschätzung differenzierter. Er kaufte beide Aktien auf dem Weg nach unten – zunächst im Bereich von 6 bis 7 US-Dollar, dann erneut bei 4 US-Dollar. Einen baldigen Börsengang beider Unternehmen hält er jedoch für unrealistisch: "Ich glaube, der Börsengang ist nun bestenfalls eine Angelegenheit für 2027. Der Iran-Krieg besiegelt dies nach der verhaltenen Reaktion an der Wall Street. Höhere Zinsen könnten sich auf den Hypothekenmarkt auswirken und einen ohnehin schon wackeligen Immobilienmarkt belasten."
Burry führt die strukturellen Probleme des US-Immobilienmarkts auf staatliche Eingriffe zurück und fordert, dass Fannie und Freddie "von echten Hypothekenmanagern geführt werden, nicht von Regierungsbeamten." Unterdessen hat Trump beide Unternehmen bereits angewiesen, Immobilienkredite im Wert von 200 Milliarden US-Dollar aufzukaufen – und bringt intern die Idee eines Börsengangs in Umlauf.
Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion


