Spektakuläres Comeback?
Silberpreis trotzt dem Crash: Anleger wittern jetzt große Chance bei Silber
Das war knapp. Silber trotzt der Crash-Fortsetzung. Bahnt sich nun gar eine Trendwende an? Anleger wittern bereits große Chancen bei Silber.
- Silber zeigt Widerstand trotz fortgesetztem Crash
- Ölpreise und Renditen drücken Gold und Silber
- Anleger wittern Chancen trotz bestehender Risiken
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Silberpreis trotzt dem Crash
Die Lage bei Silber ist fragil. Jederzeit kann es zu weiteren Abverkaufswellen kommen. Dennoch legte Silber zuletzt eine erstaunliche Widerstandsfähigkeit an den Tag. Diese sollte man zwar noch nicht überbewerten, denn der Silberpreis notiert weiterhin unterhalb relevanter Bereiche. Da aber an der Börse bekanntlich weder zum Ein- noch zum Ausstieg geläutet wird, sollte man den Silberpreis in den nächsten Tagen ganz genau im Auge behalten. Das gilt im Übrigen auch für Gold respektive für den Goldpreis. Gold zeigte zuletzt hoffnungsvolle Ansätze einer unteren Trendwende. Der April könnte somit für überraschende Entwicklungen bei Gold sorgen.
Silberpreisentwicklung aktuell - Jederzeit kann die Stimmung kippen, aber…
Die Korrektur der letzten Wochen ist noch nicht vorüber, doch der Silberpreis scheint seinem Korrekturtief nah zu sein – womöglich wurde das Tief bereits durchschritten. Die Silberpreisentwicklung steht unverändert unter dem Eindruck der dynamischen Geschehnisse im Nahen und Mittleren Osten. Die Preisausschläge am Ölmarkt – und hier insbesondere bei Brent Öl - geben den Takt an den Finanzmärkten vor. Die hohen Ölpreise befeuerten die Inflationssorgen. Die daraus resultierenden Erwartungen von Zinserhöhungen ließen wiederum die Renditen der Staatsanleihen steigen. Wie ausgeprägt derzeit die negative Korrelation zwischen Renditen und Gold und Silber ist, zeigte sich nicht zuletzt in den Tagen vor Ostern. Zeichen der Entspannung wurden mit sinkenden Ölpreisen und damit einhergehend sinkenden Renditen der US-Staatsanleihen quittiert. Die niedrigeren Renditen gaben schließlich den Gold- und Silberpreisen Auftrieb. Dass es auch anders geht, zeigte sich am Donnerstag (02. April), als Trumps Rede für steigende Ölpreise und anziehende Renditen sorgte. Es ist in diesen Tagen unerlässlich, die dynamischen Entwicklungen am Anleihemarkt im Auge zu behalten. So bewegten sich die Renditen der für die Betrachtung wichtigen 10-jährigen US-Staatsanleihen in den letzten Tagen zwischen 4,27 Prozent und 4,40 Prozent – mit entsprechenden Auswirkungen auf Gold und Silber.
Gold vs. Silber – Die Gold-Silber-Ratio im Blick
Der Goldpreis notiert aktuell bei 4.677 US-Dollar, der Silberpreis bei 73. Die Gold-Silber-Ratio beträgt somit etwa 64. Zum Zeitpunkt der letzten Silber-Kommentierung lag sie bei 64,6. Entsprechend gab es in den letzten Tagen keine gravierenden Verschiebungen. Bereits seit Wochen pendelt die Ratio um ihren langfristig relevanten Wert von 60. Zurückliegende Extremwerte oberhalb von 80 und unterhalb von 50 sind weit entfernt. Das fehlende Momentum lässt einen breiten Interpretationsspielraum zu. Bahnen sich größere Verwerfungen zugunsten eines der beiden Edelmetalle an?
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Fazit - Anleger wittern jetzt große Chance bei Silber
Nach dem knackigen Preisrückgang von 120 US-Dollar auf 70 US-Dollar war von dem überbordenden Optimismus, der die Silberpreisrallye zuvor begleitete, nichts mehr übrig. Ein Hauch von Panik dominierte plötzlich das Handelsgeschehen. Der markante Rücksetzer des Silberpreises auf 61 US-Dollar war Ausdruck dieses temporären Ausnahmezustands. Zuletzt stabilisierte sich die Lage wieder. Aus charttechnischer Sicht würde Silber mit einem Ausbruch über den Widerstandsbereich von 80 US-Dollar die Trendwende entscheiden forcieren.
Der Versuch, einen tragfähigen Boden auszubilden, könnte noch etwas andauern. Auch sind weitere Schwächeanfälle in Richtung 61 US-Dollar oder gar 54,5 US-Dollar (ehemaliges Doppeltop) nicht auszuschließen. Übergeordnet ist jedoch unverändert das bullische Szenario und damit die Fortsetzung der spektakulären Aufwärtsbewegung zu präferieren. Antizyklisch agierende und entsprechend meinungsstarke Anleger und Investoren sollten daher in den nächsten Wochen ganz genau hinsehen. Insgesamt stehen den kurzfristigen Risiken weiterhin langfristig enorme Chancen gegenüber. Nicht zuletzt werden die Chancen von dem ausgeprägten Defizit am Silbermarkt getragen. Eine nachhaltige Aufwärtsbewegung des Silberpreises kann wohl jedoch nur mit einer deutlichen Entspannung der Lage im Nahen und Mittleren Osten einhergehen.
Die Aktienkurse wichtiger Silberproduzenten standen in den letzten Wochen massiv unter Druck. Mittlerweile notieren Pan American Silver, Hecla Mining, Fresnillo & Co. auf überaus interessanten Kursniveaus.
Autor: Marcel Torney, freier Redakteur, Rohstoffexperte
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