Daten, Druck, Milliarden

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    TikTok zündet Milliarden-Offensive in Europa – und sorgt für Streit

    TikTok investiert Milliarden in Europa und verlagert Daten. Doch Politik und Sicherheitsbedenken bremsen die Expansion.

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    Daten, Druck, Milliarden - TikTok zündet Milliarden-Offensive in Europa – und sorgt für Streit

    Der Kurzvideodienst TikTok investiert weiter massiv in Europa. Das Unternehmen kündigt an, innerhalb eines Jahres rund eine Milliarden Euro in ein zweites Rechenzentrum in Finnland zu stecken, wie Reuters berichtet. Ziel ist es, die Daten von mehr als 200 Millionen europäischen Nutzern künftig stärker auf dem Kontinent zu speichern.

    Das Projekt entsteht in Lahti im Süden Finnlands. Die Anlage startet mit einer Kapazität von 50 Megawatt und kann später auf 128 Megawatt ausgebaut werden. Die Investition ist Teil einer insgesamt 12 Milliarden Euro schweren Initiative, mit der TikTok den Datenschutz in Europa gezielt stärken will, wie das Unternehmen gegenüber Reuters erklärte.

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    Druck von Politik und Regulierern wächst

    Die Expansion erfolgt in einem sensiblen Umfeld. Die chinesische Muttergesellschaft ByteDance entging erst im Januar einem drohenden Verbot in den Vereinigten Staaten. Gleichzeitig erhöhen europäische Staaten den Druck auf soziale Netzwerke, insbesondere beim Schutz von Kindern vor suchtfördernden Algorithmen.

    Finnland gilt für Tech-Konzerne als attraktiver Standort. Unternehmen wie Microsoft und Google profitieren dort von niedrigen Energiekosten, klimafreundlicher Stromversorgung und stabilen regulatorischen Rahmenbedingungen.

    Sicherheitsbedenken sorgen für Gegenwind

    Trotz der wirtschaftlichen Vorteile bleibt die Kritik nicht aus. Bereits beim ersten finnischen Rechenzentrum in Kouvola reagierten Politiker alarmiert. Sie bemängelten mangelnde Transparenz und äußerten Sicherheitsbedenken.

    Der damalige Wirtschaftsminister Wille Rydman forderte öffentlich ein Umdenken. "Ich würde mir zumindest wünschen, dass diese Immobilienentwicklungsgesellschaft noch einmal überdenkt, ob sie TikTok wirklich als Mieter haben möchte", sagte er damals dem Sender Yle.

    Lokale Politik setzt auf Wachstum

    Vor Ort überwiegt hingegen der Optimismus. Lahtis Bürgermeister Niko Kyynarainen begrüßt die Investition deutlich: "Im Kontext von Lahti handelt es sich um eine beträchtliche Investition. Wir freuen uns, dass ein Hauptmietvertrag unterzeichnet wurde und das Projekt planmäßig voranschreitet."

    Das erste finnische Rechenzentrum soll noch in diesem Jahr in Betrieb gehen. Die zweite Anlage ist für 2027 geplant.

    Autorin: Saskia Reh, wallstreetONLINE Redaktion

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    Verfasst vonRedakteurSaskia Reh
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