Micheal Burry rechnet ab

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    Tesla, Palantir & Co: Gewinne wirken größer – Millionen Anleger checken es nicht

    Elon Musks Vergütung spielt in einer eigenen Liga – und genau das wirkt sich auf die Gewinne aus. Laut Michael Burry übersehen viele Anleger, was dabei im Hintergrund passiert.

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    Micheal Burry rechnet ab - Tesla, Palantir & Co: Gewinne wirken größer – Millionen Anleger checken es nicht

    Der Investor Michael Burry warnt vor erheblichen Verzerrungen in den Gewinnzahlen großer Tech-Unternehmen – und sieht vor allem Tesla als Haupttreiber. Die massive aktienbasierte Vergütung des Unternehmens, insbesondere für CEO Elon Musk, sei groß genug, um die Gewinnberechnungen im Nasdaq-100 spürbar zu verfälschen.

    In seiner Analyse, die sich auf nahezu ein Jahrzehnt geprüfter Unternehmensdaten stützt, bezeichnet Burry Tesla als "Herrscher der tragischen Liga" – eine Gruppe von Firmen, bei denen die Kosten für aktienbasierte Vergütung den kumulierten Nettogewinn übersteigen. Anders formuliert: Diese Unternehmen haben über ihre Börsenhistorie hinweg mehr in Form von Aktienvergütung ausgegeben, als sie tatsächlich verdient haben.

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    Besonders ins Gewicht fällt dabei Musks Vergütungspaket. "Elon Musks riesiges aktienbasiertes Vergütungspaket ist so groß, dass es einen Index von 96 anderen Unternehmen verzerrt, die in hohem Maße auf aktienbasierte Vergütungen setzen", schreibt Burry. Seinen Berechnungen zufolge führt allein Tesla dazu, dass die nach GAAP ausgewiesenen Gewinne (nach US-Bilanzstandard) im Nasdaq-100 um 19,78 Prozent überhöht sind. Ohne Tesla würde sich dieser Wert auf 12,52 Prozent reduzieren.

    Noch deutlicher fällt die Kritik beim Vergleich verschiedener Gewinnkennzahlen aus: So seien die Gewinne der Nasdaq-100-Unternehmen nach GAAP um fast 20 Prozent überbewertet, während bereinigte Wall-Street-Zahlen sogar eine Verzerrung von über 42 Prozent aufwiesen. Im Schnitt kommen von einem ausgewiesenen US-Dollar Gewinn pro Aktie nur etwa 0,83 US-Dollar tatsächlich bei den Aktionären an.

    Zusätzliche Brisanz erhält die Debatte durch Teslas neue langfristige Vergütungsstruktur. Diese ist an ambitionierte Bewertungs- und Wachstumsziele gekoppelt und könnte laut Burry langfristig ein Volumen von bis zu 1 Billion US-Dollar erreichen. Burry zufolge würde das Programm damit alles bisher in seinen Analysen Dagewesene übertreffen – selbst im Vergleich zu Teslas bereits außergewöhnlich hoher aktienbasierter Vergütung.

    Neben Tesla zählt Burry weitere Tech-Unternehmen zu dieser "tragischen Liga", darunter Palantir, CrowdStrike und Shopify. Gemeinsam zeigten sie, wie stark aktienbasierte Vergütung die tatsächliche Profitabilität verzerren könne.

    Für Anleger stellt sich damit eine grundlegende Frage: Wie belastbar sind ausgewiesene Gewinne tatsächlich, wenn ein wachsender Teil der Kosten über Aktien abgegolten wird? Burrys Analyse legt nahe, dass gerade im Tech-Sektor ein erheblicher Teil der ausgewiesenen Erträge weniger Substanz hat, als es auf den ersten Blick scheint.

    Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion



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    Verfasst vonRedakteurGina Moesing
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