China setzt Panama unter Druck

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    Panama schlägt Alarm: Eskaliert jetzt der Machtkampf um den Kanal?

    Chinas Kontrollen panamaischer Schiffe sorgen für Alarm. Der Streit um Häfen am Kanal droht zum neuen geopolitischen Machtkampf zu werden.

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    China setzt Panama unter Druck - Panama schlägt Alarm: Eskaliert jetzt der Machtkampf um den Kanal?

    Panama hat China aufgefordert, seine Souveränität zu respektieren, nachdem es vermehrt zu Inspektionen und Festsetzungen von unter panamaischer Flagge fahrenden Schiffen in chinesischen Häfen gekommen war. Dies berichtete Reuters am Mittwoch. Dies passiert kurze Zeit nachdem der Oberste Gerichtshof des lateinamerikanischen Landes das Recht von CK Hutchison zum Betrieb von Häfen in der Nähe des Panamakanals für ungültig erklärt hatte.

    Der Schritt veranlasste die Regierung, ihren Vertrag mit dem Hongkonger Mischkonzern zu kündigen, heißt es in dem Bericht. Reuters zitierte Außenminister Javier Martinez-Acha in Asunción, Paraguay wie folgt: "Infolge des Urteils hat unsere Handelsschifffahrtsflotte – die wichtigste der Welt – vermehrt Kontrollen und Festsetzungen von Schiffen unter unserer Flagge in den Häfen der Volksrepublik China erfahren." Panama respektiere die rechtliche Souveränität anderer Staaten und erwarte dieselbe Behandlung für sich selbst.

    Das Vorgehen Chinas hat sich zu einem weiteren Brennpunkt in den Beziehungen zwischen Peking und Washington entwickelt. Panama und sein wichtiger Kanal sind dabei zwischen die Fronten geraten, wie es in dem Bericht hieß.   

    Ende Januar hatte Panamas Oberster Gerichtshof die rechtliche Grundlage der 1997 erteilten Konzession für CK Hutchisons Tochter Panama Ports Company kassiert. Betroffen sind die Terminals Balboa am Pazifik und Cristobal am Atlantik, also zwei strategische Häfen an beiden Enden des Panamakanals. Wie Reuters berichtet, hat Panama danach die Konzessionen aufgehoben und Übergangslösungen organisiert.   

    Nach dem Entzug der Rechte des Hongkonger Unternehmens CK-Hutchinson wurden die Häfen vorläufig neu vergeben: Für das Terminal Balboa am Pazifik bekam APM Terminals, also Maersk den Zuschlag. Für das Terminal Cristobal am Atlantik erlangte TIL Panama, eine MSC-Tochter, die Erlaubnis. Die Erlaubnis für den Betrieb der Häfen ist jeweils unter temporären 18-Monats-Vereinbarungen gültig. 

    Gleichzeitig berichtet Reuters, dass Chinas Verkehrsministerium Maersk und MSC zu Gesprächen nach Peking einbestellt habe. CK Hutchison weist die Entscheidung des panamaischen obersten Gerichtshof zurück, wirft Panama eine rechtswidrige Übernahme von Vermögenswerten vor und hat ein internationales Schiedsverfahren eingeleitet. Nach Informationen von Reuters liegt die Schadensforderung inzwischen bei mehr als 2 Milliarden US-Dollar.    

    Außenminister Marco Rubio hat die chinesischen Maßnahmen als Versuch gewertet, die Rechtsstaatlichkeit und Souveränität Panamas mit wirtschaftlichen Mitteln zu untergraben. China wiederum wirft den USA laut Reuters vor, mit solchen Vorwürfen nur den eigenen Versuch zu kaschieren, die Kontrolle über den Kanal stärker an sich zu ziehen. Reuters beschreibt den Fall daher klar als neuen Brennpunkt im Machtkampf zwischen Washington und Peking — mit Panama in der Mitte und einem Kanal, über den rund 5 Prozent des globalen Seehandels laufen.

     Autor: Paul Späthling, wallstreetONLINE Redaktion

     

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    Die CK Hutchison Holdings Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -1,94 % und einem Kurs von 6,972EUR auf Tradegate (09. April 2026, 14:58 Uhr) gehandelt.


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    Verfasst vonRedakteurPaul Späthling
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