Neue Verluste zu befürchten?

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    BYD-Aktie: Das könnte jetzt nochmal brenzlig werden ...

    Die Erholung der BYD-Aktie ist zu einem kritischen Moment ins Stocken geraten. Was jetzt wichtig ist und wie Anlegerinnen und Anleger sich verhalten sollten.

    Für Sie zusammengefasst
    Neue Verluste zu befürchten? - BYD-Aktie: Das könnte jetzt nochmal brenzlig werden ...

    BYD: Krisenprofiteur vor neuer Kurskrise?

    Die Anteile des chinesischen E-Fahrzeugherstellers gehörten in den vergangenen Wochen zu den überraschenden Gewinnern. Die BYD-Aktie zeigte inmitten hoher Gesamtmarktverluste relative Stärke und legte gegen den schwachen Trend am Aktienmarkt zu. Die These hinter dem Kaufinteresse war, dass die stark gestiegenen Benzinpreise für höhere E-Fahrzeugverkäufe insbesondere auf internationalen Märkten sorgen könnten.

    Die in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres von hohen Verlusten geplagte Aktie konnte damit an ihrer Bodenbildung arbeiten und von ersten Erholungsgewinnen profitieren. Doch in den vergangenen Tagen ist diese Erholung schon wieder zum Erliegen gekommen. Von der Erleichterungsrallye nach dem Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran haben die Anteile von BYD bislang nicht profitieren können.

    Kurspause droht Sprung über wichtige Hürde zu vereiteln

    Aus charttechnischer Perspektive kommen die jüngsten Gewinnmitnahmen zur Unzeit, denn sie drohen einen erfolgreichen Anstieg über die 200-Tage-Linie und damit auch die Möglichkeit auf eine nachhaltige Trendwende zu vereiteln. Dazu der Blick in den Chart:

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    Quelle: TradingView.com | BYD

    Die Erholung der Aktie ist ins Stocken geraten

    Gegenüber ihren Allzeithochs hatte die BYD-Aktie zeitweise über 40 Prozent an Wert verloren. Neben einer aus dem Ruder gelaufenen Unternehmensbewertung sorgte im vergangenen Jahr auch eine technische Überhitzung für eine Trendwende und anhaltend hohe Verluste. Diese wurden zementiert, nachdem es im September zu einem Death Cross in den gleitenden Durchschnitten und damit zu einem markanten Verkaufssignal gekommen war.

    Ab dem Spätherbst ließ der Verkaufsdruck spürbar nach, sodass es im Bereich von 92,50 bis 95 Hongkong-Dollar (HKD; 10,11 bis 10,38 Euro) zu einer Bodenbildung gekommen ist. Diese wurde durch bullishe Divergenzen im Trendstärkeindikator MACD eingeleitet und schließlich durch einen Anstieg auch im Relative-Stärke-Index (RSI) unterstützt. Beide befinden sich aktuell in Aufwärtsbewegungen und unterstützen damit grundsätzlich eine übergeordnete Trendwende.

    Erste Erfolge hatte BYD in den vergangenen zwei Wochen vorzuweisen, nachdem das Papier sowohl über die 50-Tage-Linie als auch den Widerstandsbereich um 104 HKD (11,36 Euro) knacken konnte. Ausgerechnet an der 200-Tage-Linie ist den Käuferinnen und Käufern jetzt aber die Luft ausgegangen. Vor dem Wochenende hatte BYD sogar mit dem Verbleib oberhalb der erst überwundenen Widerstandszone zu kämpfen. Das deutet nicht darauf hin, dass die 200-Tage-Linie zeitnah zugunsten einer dauerhaften Trendwende überwunden werden könnte.

    Kurzfristiger Pullback jetzt wahrscheinlich, aber ...

    Mit Blick auf den MACD sollten sich Anlegerinnen und Anleger daher zunächst auf einen erneuten Rückschlag einstellen, denn dieser ist unter seine Signallinie gefallen. Noch liegt zwar ein kurzfristiger Aufwärtstrend vor, doch dass Crossing zeigt, dass dieser rasch an Momentum verliert. Dieser Momentumverlust kann nach Anstiegsphasen zu Pullbacks führen, ohne dass bereits ein neuer Trendwechsel vorliegen muss.

    Das gegenwärtig wahrscheinlichste Szenario ist ein Zurücksetzen bis mindestens zur 50 Tage-Linie bei etwa 99 HKD (10,82 Euro). Auch die bei 95 HKD beginnende Unterstützungszone könnte noch einmal getestet werden. Solange diese aber nicht nachhaltig (also mindestens auf Wochenschlusskursbasis) unterschritten wird, besteht angesichts der erheblich verbesserten technischen Indikatoren jedoch kein Grund zur Sorge. Übergeordnet besteht sogar die Chance auf ein U-Konsolidierung (grün schraffierte Fläche): Diese verlaufen nach einer längeren Anlaufphase oft besonders dynamisch. mittel- und langfristig könnte BYD damit vor neuen Allzeithochs stehen.

    Fazit: ... aktuell herrscht (noch) kein Grund zur Sorge

    Die BYD-Aktie hat in den vergangenen Tagen spürbar an Tempo verloren und konnte von der Gesamtmarkterholung nicht profitieren. Einerseits schwächen die gefallenen Ölpreise die These, dass E-Autos vor einem neuen Absatzboom stehen könnten, andererseits erweist sich der Sprung über die 200-Tage-Linie bislang noch als zu ambitioniert.

    Wenngleich die Kurspause nun in einen Rücksetzer münden könnte, haben Anlegerinnen und Anleger derzeit nur wenig zu befürchten, solange der über viele Wochen mühsam gebildete Boden respektiert wird. Wer investiert ist, wartet geduldig ab. Wer neu einsteigen möchte, darf aktuell auf noch etwas bessere Einstiegskurse hoffen.

    Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Redaktion

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