Chip-Riese trotzt Kriegsangst
TSMCs Umsatz übertrifft die Erwartungen – KI-Boom läuft weiter
TSMC übertrifft beim Umsatz die Erwartungen. Trotz Kriegssorgen im Nahen Osten bleibt die Nachfrage nach KI-Chips hoch. Das sendet ein starkes Signal für Nvidia, Apple und den gesamten Halbleitersektor.
- TSMC übertraf Umsatzprognosen Umsatz wuchs 35 Prozent
- Nachfrage nach KI-Chips bleibt trotz Krisensorgen hoch
- Starkes Signal für Nvidia Apple und Halbleiterbranche
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Der weltgrößte Auftragsfertiger für Halbleiter, Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC), hat im ersten Quartal die Markterwartungen beim Umsatz übertroffen und sendet damit ein starkes Signal an die Tech-Branche. Trotz der angespannten Lage im Nahen Osten und wachsender Sorgen über höhere Energiekosten sowie gestörte Lieferketten blieb die Nachfrage nach KI-Chips offenbar ungebrochen.
Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, stieg der Umsatz in den drei Monaten bis Ende März um 35 Prozent auf 1,13 Billionen Taiwan-Dollar. Analysten hatten im Durchschnitt mit 1,12 Billionen Taiwan-Dollar gerechnet. Allein im März legten die Erlöse sogar um 45 Prozent zu. Umgerechnet setzte TSMC im ersten Quartal somit rund 35,6 Milliarden US-Dollar um.
Diese Zahlen dürften an den Märkten für Erleichterung sorgen. Zuletzt war die Sorge gewachsen, dass ein länger anhaltender Krieg im Nahen Osten die Investitionsbereitschaft großer Technologiekonzerne belasten könnte. Vor allem die hohen Energieanforderungen von KI-Rechenzentren sowie Unsicherheiten bei Transport und Rohstoffen hatten die Anleger beunruhigt. Die aktuellen Umsätze von TSMC deuten jedoch darauf hin, dass der Ausbau der KI-Infrastruktur zunächst weiter mit voller Kraft vorangetrieben wird.
TSMC ist einer der wichtigsten Profiteure des globalen KI-Wettrennens. Der Konzern produziert unter anderem für Nvidia, Apple, AMD und Broadcom und fertigt einen Großteil der modernsten Chips der Welt. Laut Analysten bleiben besonders die fortschrittlichen 3- und 5-Nanometer-Technologien gefragt, die bei KI-Beschleunigern und Netzwerkchips zum Einsatz kommen.
Gleichzeitig wächst der Druck auf die gesamte Branche. Nach der Rallye der vergangenen Quartale wollen Investoren wissen, ob das enorme Wachstumstempo im KI-Sektor wirklich durchzuhalten ist. Nvidia wurde zum wertvollsten Unternehmen der Welt, TSMC ist bereits Asiens wertvollster Konzern – doch mit den gestiegenen Bewertungen wachsen auch die Zweifel.
Umso wichtiger wird nun der detaillierte Quartalsbericht am 16. April. Dann dürfte vor allem im Fokus stehen, wie das Management die Nachfrage nach Smartphones und PCs einschätzt, ob steigende Kosten bei Energie und Chemikalien auf die Marge drücken und ob TSMC seine langfristigen Margenziele angesichts des KI-Booms weiter anheben könnte.
An der Börse kann sich die Aktie sehen lassen: Seit Jahresbeginn hat TSMC fast 30 Prozent zugelegt und damit viele seiner wichtigsten Kunden klar hinter sich gelassen.
*ab 500 Euro Ordervolumen, zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen
Autor: Ferdinand Hammer, wallstreetONLINE Redaktion
